



{"id":1251,"date":"2011-08-12T10:42:39","date_gmt":"2011-08-12T08:42:39","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/trans\/?p=1251"},"modified":"2011-12-19T15:55:24","modified_gmt":"2011-12-19T13:55:24","slug":"bottom-up","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/trans\/bottom-up\/","title":{"rendered":"Bottom-up"},"content":{"rendered":"<p>Der Begriff <em>Bottom-up<\/em> bezeichnet, im Gegensatz zu <em>Top-down, <\/em>eine Bewegung vom Konkreten, Untergeordneten oder Speziellen hin zum Abstrakten, \u00dcbergeordneten, Allgemeinen. Der Begriff wird in verschiedenen Bereichen der Wissenschaft, jedoch auch in der Marketing- und Finanzbranche, in der Informatik sowie in der Politik verwendet.<\/p>\n<p>In inter- und transdisziplin\u00e4ren Projekten und Theorien wird <em>Bottom-up<\/em> als \u00fcbergeordneter Begriff f\u00fcr die Problemorientierung eines Vorhabens und die damit verbundene Partizipation von verschiedenen Akteuren verwendet (Mitchell 1995). Der Begriff findet in diesem Sinne vor allem im Kontext von Fragestellungen zu Partizipation und Demokratisierung innerhalb eines transdisziplin\u00e4ren Projekts Verwendung. Er beschreibt einen Eigenauftrag von gleichberechtigten Beteiligten im Gegensatz zu einem Auftrag einer \u00fcbergeordneten Instanz. Damit in Verbindung steht auch, dass Entscheidungen im Team gef\u00e4llt werden und nicht von einzelnen Personen oder Parteien. Durch die <em>Bottom-up<\/em>-Partizipation aller Beteiligten entsteht ein gemeinsames Bewusstsein f\u00fcr und eine Identifizierung mit den zusammen getroffenen Massnahmen (Hanschitz et al. 2009).<\/p>\n<p>Schwierigkeiten ergeben sich h\u00e4ufig in den Umsetzungsm\u00f6glichkeiten von <em>Bottom-up<\/em>-strukturierten Projekten, denn die Finanzierung und Auftragsvergabe h\u00e4ngen oftmals von einer <em>Top-down<\/em> Initiative ab. Dieser Widerspruch muss im Forschungsprozess thematisiert und kritisch analysiert werden. Balsiger beschreibt diesen Gegensatz beispielhaft im Buch \u00abTransdisziplinarit\u00e4t\u00bb an den Beispielen des <em>Top-down<\/em> verankerten \u00abSchweizerischen Schwerpunktprogramm Umwelt\u00bb (SPPU) und dem <em>Bottom-up<\/em> funktionierenden \u00abICAT-Birmensdorf\u00bb Projekt.<\/p>\n<p>Im transdisziplin\u00e4ren Diskurs zwischen den K\u00fcnsten sowie zwischen den K\u00fcnsten und der Wissenschaft wird der Begriff <em>Bottom-up<\/em> oftmals zur Beschreibung der Zusammenarbeit von sehr unterschiedlichen Wissensgebieten verwendet. Bisig und Pfeifer beschreiben beispielsweise <em>Bottom-up<\/em> als fundamentale Herangehensweise ihrer Forschungsarbeit zwischen Design und Ingenieurswesen im Projekt \u00abUnderstanding by Design \u2013 The Synthetic Approach to Intelligence\u00bb. Somit ist garantiert, dass das Design nicht als Hilfswissenschaft die Ideen der Ingenieure veranschaulicht, sondern auf einer Augenh\u00f6he zusammengearbeitet wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Literatur<\/strong><\/p>\n<p style=\"margin-left: 30px;text-indent: -30px\">Balsiger, Philipp: Transdisziplinarit\u00e4t: Systematisch-vergleichende Unter-&nbsp; suchung disziplinen\u00fcbergreifender Wissenschaftspraxis. M\u00fcnchen 2005.<\/p>\n<p style=\"margin-left: 30px;text-indent: -30px\">Bisig, Daniel; Pfeifer, Rolf: Understanding by Design \u2013 The Synthetic Approach to Intelligence. In: bitingbit.org, 2008, S. 124-133.<\/p>\n<p style=\"margin-left: 30px;text-indent: -30px\">Hanschitz, Rudolf-Christian; Schmidt, Esther; Schwarz, Guido: Transdisziplinarit\u00e4t in Forschung und Praxis. Chancen und Risiken partizipativer Prozesse. Wiesbaden 2009.<\/p>\n<p style=\"margin-left: 30px;text-indent: -30px\">Mitchell, W. J. T.: Interdicisplinary and Visual Culture. In: Art Bulletin, Vol. 77, Nr. 4, 1995, S. 540-544.<\/p>\n<p><em>\u00a0(vr)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Begriff Bottom-up bezeichnet, im Gegensatz zu Top-down, eine Bewegung vom Konkreten, Untergeordneten oder Speziellen hin zum Abstrakten, \u00dcbergeordneten, Allgemeinen. 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