{"id":267,"date":"2021-06-13T19:39:16","date_gmt":"2021-06-13T17:39:16","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/vermittlungdesign\/?page_id=267"},"modified":"2021-06-18T09:09:05","modified_gmt":"2021-06-18T07:09:05","slug":"hella-jongerius-breathing-colour","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/vermittlungdesign\/hella-jongerius-breathing-colour\/","title":{"rendered":"Hella Jongerius &#8211; Breathing Colour"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Eine Kooperation des BA Art Education mit dem Gewerbemuseum Winterthur<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Ausstellung \u00abHella Jongerius &#8211; Breathing Colour\u00bb im Gewerbemuseum Winterthur entwickelten die Studierenden des 6. Semesters Bachelor Art Education der Z\u00fcrcher Hochschule der K\u00fcnste digitale und analoge Vermittlungsprojekte. Vom 24. April &#8211; 7. Mai 2021 waren sie in den Strassen von Winterthur unterwegs, tauchten in die Welt der Farben ein, suchten das Gespr\u00e4ch \u00fcber Lieblingsfarben, die Farben der Stadt und fragten, ob die Nacht wirklich so schwarz ist, wie sie scheint.<\/p>\n\n\n\n<p>Anna-Brigitte Schlittler &amp; Eva Wandeler, Dozentinnen<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">\u00ab<strong>Steibi Colour Spectrum<\/strong>\u00bb<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-vimeo wp-block-embed-vimeo wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"FS21 Kooperation Gewerbemuseum Winterthur &amp;ndash; SteibiColourSpectrum &amp;ndash; Noe\u0301 Freuler und Dave Koch\" src=\"https:\/\/player.vimeo.com\/video\/561250015?h=deaf562f11&amp;dnt=1&amp;app_id=122963\" width=\"840\" height=\"473\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; fullscreen; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Wir initiierten dieses Projekt mit dem Grundgedanken, das Museum aus seinen vier W\u00e4nden hinaus in den Lebensraum der Menschen zu tragen. Als Interventionsort entschieden wir uns f\u00fcr die Steinberggasse. In der \u00abSteibi\u00bb sitzen die Menschen auf dem Boden, Sitzgelegenheiten sind rar. Das Bed\u00fcrfnis hier zu sein, ist aber gross und dem wollten wir nachkommen. Hierf\u00fcr konzipierten wir das \u00abSteibi Colour Spectrum\u00bb.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Projekt_<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mit sechs Sitzb\u00e4nkli konstruierten wir ein Pop-Up, den wir jeweils f\u00fcr einige Stunden um den mittleren Judd-Brunnen im Zentrum der Gasse stellten. Analog dem Konzept des Gewerbemuseums schenkten wir der Alltagskultur Aufmerksamkeit. Diese generierten wir nicht nur durch die Sitzgelegenheit, sondern auch durch deren Farben. Die B\u00e4nkli trugen jeweils die Fassadenfarbe des gegen\u00fcberliegenden Altstadthauses, um den Blick der sitzenden Personen auf die Architektur zu lenken. Die Entscheidung, uns auf die Farben des Stadtraums zu beziehen, r\u00fchrte daher, dass wir die Thematik der Farben m\u00f6glichst niederschwellig vermitteln wollten. Ziel war es, einen Dialog bei den Passant:innen zu initiieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf den B\u00e4nkli f\u00fchrte ein QR-Code auf unseren Instagramkanal @steibicolourspectrum. Dort stellten wir eine Sammlung aller Fassadenfarben als abstrakten Farbpunkt und als Fotografie des entsprechenden Geb\u00e4udes bereit. Dazwischen befanden sich Textbeitr\u00e4ge, welche die architektonischen Farbver\u00e4nderungen der letzten Jahrhunderte thematisierten \u2013 angelehnt an Hella Jongerius, welche die Ver\u00e4nderung der Farbe im Tageslicht thematisiert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>_in der Steinberggasse<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Unser Modell ist mit den B\u00e4nkli im realen und dem Instagram-Kanal im digitalen Raum hybrid. Wir stellten uns in den Hintergrund und setzten auf eine personenlose Vermittlung. Daf\u00fcr sprach einerseits die pandemische Situation; andererseits wollten wir unser Projekt als Selbstl\u00e4ufer beobachten und dieses als m\u00f6gliches Konzept f\u00fcr eine Museumsvermittlung mit geringem Personalaufwand testen. Wir vertrauten auf das Bed\u00fcrfnis der Menschen, sich hinzusetzen und auf die Neugierde, die Codes zu scannen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Annahmen wurden best\u00e4tigt. Speziell zur Mittagszeit wurden die B\u00e4nkli rege benutzt; die R\u00fcckmeldung war durchgehend positiv. Auch wir gesellten uns inkognito immer wieder dazu, lauschten den Gespr\u00e4chen und genossen die Aufmerksamkeit, die unserem Projekt zuteilwurde.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>_im digitalen Raum<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auch auf unserem Instagram-Account konnten wir einige Follower generieren, Interaktion an sich fand jedoch nicht wirklich statt. Die Analyse zeigte einen signifikanten Anstieg der Besucher:innen an den Tagen, an denen wir uns in der \u00abSteibi\u00bb aufhielten mit einem Nachklang am folgenden Tag. Dazwischen war das Interesse gering. Mit diesem Ergebnis hatten wir gerechnet. Trotzdem hatten wir versucht, mit einer direkt an die Besuchenden adressierten Aufgabe einen Austausch zu initiieren. Nur eine Person erf\u00fcllte diese. Daraus schlossen wir, dass Instagram ein zu schwaches Medium ist, um Menschen auch wirklich zum Tun anzuregen, da es prim\u00e4r zum Bilderkonsum genutzt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Interessant ist allerdings, dass auch nach Projektende stetig Followers aus Winterthur dazukommen. Dies widerspricht unserer Annahme, dass Instagram alleine nicht funktioniert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>_im Nachhinein<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Unser Ansatz hat gezeigt, dass Projekte Anklang finden, wenn man die Bed\u00fcrfnisse der Personen in der Umgebung, die man bespielt, vorg\u00e4ngig eruiert. Nicht alle, die sich auf unsere B\u00e4nkli gesetzt haben, sind zum Kern des Projektes vorgestossen, aber wir konnten sie abholen. Darin liegt ein grosses Potential f\u00fcr kulturelle Institutionen, (scheinbar) desinteressierte Menschen zu erreichen. Abschliessend k\u00f6nnen wir sagen, dass die Sozialen Medien zwar sozial sind, soziale Interaktion jedoch nicht voraussetzen. Dazu braucht es noch immer uns Vermittler:innen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>nurFarbe<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-vimeo wp-block-embed-vimeo wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"FS21 Kooperation Gewerbemuseum Winterthur &amp;ndash; nurFarbe &amp;ndash; Claudia Buchli\" src=\"https:\/\/player.vimeo.com\/video\/561249743?h=2cbd25b354&amp;dnt=1&amp;app_id=122963\" width=\"840\" height=\"473\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; fullscreen; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Projekt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u00abKleidung und Schmuckgegenst\u00e4nde werden direkt auf dem K\u00f6rper getragen, sie bilden die Grenzen des Individuums und besitzen Ausstrahlungskraft sowohl nach aussen (soziale Kommunikation) wie auch nach innen (Selbstvergewisserung).\u00bb (Bosch 2010, S.167)<\/p>\n\n\n\n<p>nurFarbe sammelt die Farben, die ganz nah am K\u00f6rper sind, die wir anziehen und sichtbar nach aussen tragen. Die Absicht des Projektes war es, \u00fcber die Farben der Kleidung ins Gespr\u00e4ch zu kommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Station von nurFarbe setzte sich zusammen aus einem iPad auf einem Stativ mit der App <em>Adobe Capture<\/em>, einem weissen Hintergrund und einer weissen Tafel mit Text, Logo und eingelassenem iPad. Die Tafel war ein wichtiges Element der Station. Sie bot mit dem iPad die M\u00f6glichkeit das Archiv auf Instagram zu zeigen und damit die Absicht des Projektes einfach zu erkl\u00e4ren. Text und Logo auf der Tafel sollten die Personen auf das Thema Farbe vorbereiten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u00dcber Farben sprechen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>nurFarbe war bei sch\u00f6nem Wetter vor dem Eingang des Museums platziert; bei regnerischem Wetter im Museum auf der Ebene der Ausstellung <em>Breathing Colour<\/em>. Dieser Ortswechsel hatte grossen Einfluss auf die Gespr\u00e4chsf\u00fchrung. Die Passant:innen auf dem Kirchplatz waren im ersten Moment eher skeptisch und ablehnend. Nach kurzer Erkl\u00e4rung verflog diese Skepsis, und sie wirkten oft sehr interessiert. Wichtig war, die Absichten des Projektes umgehend zu kommunizieren und die bereits gesammelten Farben auf Instagram zu zeigen. Im Museum gab es diese anf\u00e4ngliche Zur\u00fcckhaltung nicht. Die Besucher:innen f\u00fchlten sich im Kontext Museum sicher und bef\u00fcrchteten keine Bel\u00e4stigung, wie sie diese auf offener Strasse anzutreffen glaubten. Daher konnte im Museum experimenteller befragt werden \u2013 zum Beispiel:<\/p>\n\n\n\n<p>\u00abDarf ich Ihre Farben haben?\u00bb<\/p>\n\n\n\n<p>Die Gespr\u00e4che in- und ausserhalb des Museums erz\u00e4hlten von Erinnerungen, Gef\u00fchlen, Funktionen und Normen. Ein l\u00e4ngeres Gespr\u00e4ch wurde mit der Frage beendet, wie wir Farbe nach dem Tod wahrnehmen w\u00fcrden. Manche Gespr\u00e4che positionierten die Funktion vor der Farbe. Viele Gespr\u00e4che banden Stimmungen und Emotionen an die Farbwahl der Kleidung. Vereinzelt waren \u00e4ussere Umst\u00e4nde, wie die Anordnung im Kleiderschrank oder der Waschtag, Grund f\u00fcr das damalige Outfit.<\/p>\n\n\n\n<p>Die vermittlerische Methode von nurFarbe st\u00fctzt sich auf einen Text von Hans Belting. Er beschreibt wie Kunst im Museum abstirbt, wie die Objekte aus der Gesellschaft herausgetrennt und zur Distinktion von Klassen verwendet werden. Das Gespr\u00e4ch \u00fcber die Farben der eigenen Kleidung mit den Menschen in- und ausserhalb des Museums war ein Versuch, die Idee bzw. das Anliegen von Hella Jongerius unabh\u00e4ngig von der Ausstellung erfahrbar zu machen. Die Teilnehmenden reflektierten ihre eigene Farbwahrnehmung und entdeckten im Gespr\u00e4ch verschiedene Verbindungen zur Arbeit von Hella Jongerius.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>R\u00fcckblick und Ausblick<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich unterhielt mich mit 120 Personen \u00fcber Farben. Die Gespr\u00e4che im Museum gaben den Besuchenden einen erweiterten Blick auf die Ausstellung. Die Gespr\u00e4che ausserhalb machten die Ausstellung den Passant:innen schmackhaft. Mein Projekt entwickelte sich zu einer effektiven Methode, Personen mit dem Museum zu verbinden. Manche Begegnungen dauerten l\u00e4nger als es angenehm war zu stehen, daher w\u00e4re es sinnvoll gewesen, eine gem\u00fctliche Sitzgelegenheit zur Verf\u00fcgung gehabt zu haben. Nach der Teilnahme einer Grafikerin, die sich von meiner Arbeit inspirieren liess, schickte sie @nur.farbe einige Beitr\u00e4ge mit dem Kommentar, dass die von mir verwendete App ihr die Auswahl der Farben in ihrem Berufsalltag erleichtert h\u00e4tte. Grund genug f\u00fcr mich, den Account weiterzuf\u00fchren und weitere inspirierende Farbstreifen zu teilen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Belting, Hans (2002): Das Museum. Ein Ort der Reflexion, nicht der Sensation; J.G. Cotta&#8217;sche Buchhandlung Nachfolger GmbH.<br>Bosch, Aida (2010): Konsum und Exklusion. Eine Kultursoziologie der Dinge; Bielefeld, transcript.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>IM DUNKELN TAPPEN \u2013 ein n\u00e4chtlicher, bunt leuchtender Mixed Media Walk<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-vimeo wp-block-embed-vimeo wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"FS21 Kooperation Gewerbemuseum Winterthur &amp;ndash; Im Dunkeln tappen &amp;ndash; Mirjana Carigiet und Lea Bachmann\" src=\"https:\/\/player.vimeo.com\/video\/561249463?h=9d7a9dc7a8&amp;dnt=1&amp;app_id=122963\" width=\"840\" height=\"473\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; fullscreen; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Museale Realit\u00e4t<\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die standardisierten Museums\u00f6ffnungszeiten von 10.00 \u2013 17.00 Uhr sind eine Form der Exklusion. Mit unserem Projekt wollten wir dieser entgegenwirken. Dies nicht nur als einzelnes Vermittlungsangebot, sondern als Grundbaustein in unserem Konzept. Wie relevant die Anpassung von \u00d6ffnungszeiten an die Bed\u00fcrfnisse der Gesellschaft ist, wird in einem Text der Studiengruppe Kuverum<a href=\"#_ftn1\">[1]<\/a> deutlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Hella Jongerius untersucht in der Ausstellung \u00abBreathing Colour\u00bb das Zusammenspiel von Licht und Farbe im Tageslauf. Die Nacht ist nicht Teil ihrer Auseinandersetzung. Dies bot uns die optimale Ausgangslage f\u00fcr unseren Mixed Media Walk \u2013 denn das Dunkel ist mehr als nur Schwarz. Unser Vermittlungsprojekt zielte darauf ab, mit neuen Mitteln und Medien unabh\u00e4ngig von Museums\u00f6ffnungszeiten weitere Zielgruppen anzusprechen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Erweiterte Realit\u00e4t<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Augmented Reality<a href=\"#_ftn2\"><strong>[2]<\/strong><\/a><\/em> (AR), kommt immer h\u00e4ufiger in diversen Kontexten zum Einsatz. Im vermittlerischen Bereich ist AR jedoch noch selten anzutreffen. Hie und da ploppt in Museen ein informativer Text via AR auf, in dieser Technologie steckt jedoch ein wesentlich gr\u00f6sseres gestalterisches Potential. Wir vertreten die Meinung, dass dadurch ein breiteres ortsunabh\u00e4ngiges Publikum angesprochen werden kann. Diese Ansicht teilt auch Elizabeth Semmelhack, Direktorin und Senior Curator des Bata Shoe Museum in Toronto in einem Statement via Instagram.<a href=\"#_ftn3\">[3]<\/a> Durch Covid erlangten digitale Formate grunds\u00e4tzlich eine h\u00f6here Relevanz in Museen. Diese Neuerung ist wichtig und soll sich auch in Zukunft weiterentwickeln und etablieren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><em>Augmented Reality<\/em> setzt ein eigenes Smartphone voraus \u2013 in unserem Projekt ein iPhone\/iPad. Zudem verlangt es eine gewisse Technikaffinit\u00e4t und Neugierde von den Nutzer:innen. Diese Voraussetzungen exkludieren einige Personen. Nichtsdestotrotz fasziniert uns die neue Technologie und die damit verbundenen M\u00f6glichkeiten. Die Technik der erweiterten Realit\u00e4t erlaubt es, fiktive Szenarien spielerisch in die reale Welt zu transferieren. Wir sind \u00fcberzeugt, dass damit weitere Zug\u00e4nge zu Kunst und Design erm\u00f6glicht werden. Im besten Fall begeistert die Vermittlung dadurch auch bisher museumsferne Personen. Trotz zus\u00e4tzlicher Kosten und allf\u00e4lliger anderer H\u00fcrden erachten wir es aus vorgenannten Gr\u00fcnden dennoch als sehr lohnenswert, l\u00e4ngerfristig auch in der Vermittlung auf neue Methoden zu setzen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Unsere Realit\u00e4t<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Durch die pandemischen Einschr\u00e4nkungen konzipierten wir unser Vermittlungsprojekt so, dass es von Besucher:innen selbstst\u00e4ndig durchgef\u00fchrt werden konnte. Zu unseren Herausforderungen z\u00e4hlte, den Mixed Media Walk m\u00f6glichst niederschwellig und selbsterkl\u00e4rend zu gestalten sowie allenfalls aufkommende Fragen mit unserer Webseite abfangen zu k\u00f6nnen. Auch die Frage, wie weitere Personen f\u00fcr den Walk begeistert werden k\u00f6nnten, wenn nicht die M\u00f6glichkeit zur Teilnahme an einer F\u00fchrung besteht, besch\u00e4ftigte uns. Hier sehen wir Potential bei einer n\u00e4chsten Durchf\u00fchrung. L\u00e4ngere Startphase und Laufzeit, grosse auff\u00e4llige Werbeplakate im Park sowie fixe Uhrzeiten, an welchen wir als Vermittlerinnen unterst\u00fctzend vor Ort zur Verf\u00fcgung stehen, k\u00f6nnten uns mehr Zulauf verschaffen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz der kurzen Laufzeit sowie des schlechten Wetters blicken wir auf ein gelungenes Projekt zur\u00fcck. Die Besucher:innen haben stetig am Walk teilgenommen und positives Feedback gegeben. Dies best\u00e4tigt uns darin, dass neue Technologien in der Vermittlung sowie Projekte, welche unabh\u00e4ngig von der Institution im \u00f6ffentlichen Raum stattfinden, grossen Anklang finden k\u00f6nnen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><a href=\"#_ftnref1\">[1]<\/a> Kuverum (Hg.): Lernen mit Kunst. Blick nach London; Baden 2009.<br><a href=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/vermittlungdesign\/wp-admin\/post.php?post=267&amp;action=edit#_ftnref2\">[2]<\/a> Deutsch: Erweiterte Realit\u00e4t<br><a href=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/vermittlungdesign\/wp-admin\/post.php?post=267&amp;action=edit#_ftnref3\">[3]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/tv\/CPBCeqfAy43\/\">https:\/\/www.instagram.com\/tv\/CPBCeqfAy43\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Kooperation des BA Art Education mit dem Gewerbemuseum Winterthur F\u00fcr die Ausstellung \u00abHella Jongerius &#8211; Breathing Colour\u00bb im Gewerbemuseum Winterthur entwickelten die Studierenden des 6. Semesters Bachelor Art Education der Z\u00fcrcher Hochschule der K\u00fcnste digitale und analoge Vermittlungsprojekte. Vom 24. April &#8211; 7. 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