{"id":3,"date":"2018-05-01T15:21:03","date_gmt":"2018-05-01T13:21:03","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/vermittlungdesign\/?page_id=2"},"modified":"2019-06-26T11:47:39","modified_gmt":"2019-06-26T09:47:39","slug":"cupboardlove","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/vermittlungdesign\/cupboardlove\/","title":{"rendered":"Wir vermitteln Cupboard Love!"},"content":{"rendered":"<h5>Ein Projekt in Kooperation mit dem Gewerbemuseum Winterthur<br \/>\n2018<\/h5>\n<p>Wir haben uns mit &#8222;Cupboard Love: Der Schrank, die Dinge und wir&#8220; im Gewerbemuseum Winterthur auseinandergesetzt. Die Ausstellung r\u00fcckte das sperrige M\u00f6bel ins Rampenlicht und beleuchtete es aus der Perspektive von Design, zeitgen\u00f6ssischer Kunst, Film und Kulturgeschichte.<\/p>\n<p>Wir haben einen Blick ins Innere des Schranks geworfen als Ort der Aufbewahrung, Sicherung und (Un-)Ordnung von Dingen, Wissen, Erinnerungen und Geheimnissen. Die Studentinnen &#8211; Annik Hunziker, Lara Hausheer, Andrea Lei, Emanuela Schulze und Maria Zimmermann &#8211; haben nach ortsverbundenen M\u00f6glichkeiten gesucht, Design wahrzunehmen und dar\u00fcber zu sprechen. Sie haben Vermittlungsformate aus der gestalterischen Praxis heraus entwickelt und im Winterthurer Stadtraum durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Als Dokumentation und Reflexion sind f\u00fcnf Film entstanden sowie begleitende Essays, die je \u00fcber eine vermittlungsspezifische Frage nachdenken.<\/p>\n<p>Eva Wandeler und Anna-Brigitte Schlittler, Dozentinnen<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Cupboard Tales\" src=\"https:\/\/player.vimeo.com\/video\/273512680?dnt=1&#038;app_id=122963\" width=\"840\" height=\"473\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; fullscreen\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p><strong>Museums(t)r\u00e4ume<br \/>\n<\/strong>Andrea Lei<\/p>\n<p>Wie k\u00f6nnte sich das Ausstellungsformat des Museums ver\u00e4ndern? Und sind Erweiterungen des Ausstellungsraumes in \u00f6ffentliche R\u00e4ume wirklich nur Zukunftsmusik? Im nachfolgenden Text wird beleuchtet, inwiefern diese Expansion das Museum beeinflusst und damit verbunden, werden die Auswirkungen auf die Kunstvermittlung untersucht.<\/p>\n<p><strong>Begrifflichkeiten<\/strong><\/p>\n<p>Damit klar ist, welche R\u00e4ume im folgenden Text umschrieben werden, sollen &nbsp;zuerst einige Begriffe genauer erl\u00e4utert werden. Der <em>\u00f6ffentliche Raum<\/em> ist der f\u00fcr alle Menschen frei zug\u00e4ngliche oder der \u00d6ffentlichkeit dienende Raum. Grunds\u00e4tzlich k\u00f6nnen auch <em>virtuelle R\u00e4ume<\/em> als \u00f6ffentlich verstanden werden.(1) Hierin grenzt er sich vom<em> privaten Raum <\/em>ab, der einer Person oder einem Unternehmen geh\u00f6rt und daher unmittelbar deren sozialer und zugangsrechtlicher Kontrolle unterliegt.<\/p>\n<p>Der Soziologe Richard Sennett beschreibt, wie um die Mitte des 19. Jahrhunderts durch die zunehmende Verschr\u00e4nkung von \u00f6ffentlicher und privater Sph\u00e4re, der Zerfallsprozess der \u00d6ffentlichkeit begann&nbsp;. Durch die fortschreitende Industrialisierung und dem daraus folgenden Privatisierungsdruck, gekoppelt mit dem Aufkommen der Massenmedien, sieht er <span style=\"color: #000000\">die \u00d6ffentlichkeit immer mehr der politischen und \u00f6konomischen Manipulation ausgesetzt. Im gleichen Verh\u00e4ltnis wie das Privatleben zunehmend publik wird, nimmt die \u00d6ffentlichkeit Formen der Intimit\u00e4t an. (2) Die gegenw\u00e4rtige Tendenz ist, dass einst permanent zug\u00e4ngliche R\u00e4ume zunehmend aufgrund der Sehnsucht nach Sicherheit privatisiert werden. Dies \u00e4ussert sich etwa so, dass die R\u00e4ume nicht rund um die Uhr f\u00fcr alle Bev\u00f6lkerungsschichten begehbar sind. Diese Zwischenform von \u00f6ffentlichem und privatem Raum wird als der <em>halb\u00f6ffentliche Raum<\/em> bezeichnet, welcher besonders in dichten Siedlungsstrukturen an Bedeutung gewinnt. (3)<\/span><\/p>\n<p>Meine These ist, dass Erweiterungen des Museums &nbsp;in \u00f6ffentliche- oder halb\u00f6ffentliche R\u00e4ume f\u00fcr die Institution und das Publikum \u00e4usserst fruchtbar sind. Diese Erweiterungen k\u00f6nnen parasit\u00e4re Eingriffe in bestehende R\u00e4ume oder auch Neuerschliessungen von R\u00e4umen sein, die davor einen anderen Nutzen hatten oder haben.<\/p>\n<p><strong>Cupboard Tales <\/strong><strong>\u2013<\/strong><strong> Schrankgeschichten <\/strong><\/p>\n<p>In meinem Projekt \u00abCupboard Tales\u00bb stand die Erweiterung der R\u00e4ume in Verbindung zur Ausstellung \u00abCupboard Love\u00bb, die zeitgleich im Gewerbemuseum in Winterthur gezeigt wurde. Ich bewegte mich mit \u201ephysischen\u201c Installationen in der \u00abBrockenhalle\u00bb und im \u00abCaf\u00e9 Portier\u00bb im Sulzer-Areal. Beides sind Orte, die halb\u00f6ffentlich zug\u00e4nglich sind, was bedeutet, dass sie nicht jederzeit begehbar sind und abgeschlossen werden k\u00f6nnen. W\u00e4hrend den \u00d6ffnungszeiten hingegen sind sie f\u00fcr die ganze Bev\u00f6lkerung zug\u00e4nglich. Die Gehdistanz vom Gewerbemuseum zum Sulzer-Areal betr\u00e4gt ungef\u00e4hr 15 Minuten, sodass ein v\u00f6llig anderer Stadtteil bespielt werden konnte, denn der Hauptbahnhof in Winterthur trennt die Altstadt vom Sulzer-Areal. Durch die Backsteinbauten und die st\u00e4hlernen Konstruktionen verspr\u00fcht das Areal den Charme alter Eisenbahnindustrie&nbsp;. Die umgenutzten Geb\u00e4ude bieten M\u00f6glichkeiten, der Stadt zu entfliehen und die Freizeit mit vielf\u00e4ltigen Unterhaltungsm\u00f6glichkeiten zu geniessen, was ein breites Publikum anzieht. Folglich sind Menschen vor Ort, die durch das Areal flanieren und viel Zeit haben. Es gibt Angebote f\u00fcr jede Altersgruppe, welche zu unterschiedlichen Tages- oder Nachtzeiten dahin gelockt werden.<\/p>\n<p>Wie Peter J.Schneemann es darlegt, gibt es eine Kehrseite des Museumsmarketings, dass n\u00e4mlich massgeschneiderte Angebote f\u00fcr die jeweilige Zielgruppe bereitgestellt werden m\u00fcssen, damit die Besucherzahlen stimmen. Deswegen werden Inhalt und Form dem Publikum angeglichen, was f\u00fcr die Werke nicht zwingend vorteilhaft ist (Schneemann 2017, S. 60). Durch die Erweiterung der R\u00e4ume m\u00fcssen keine zielgruppenspezifische Ausstellungen kuratiert werden, sondern der Fokus l\u00e4ge g\u00e4nzlich auf den Werken. Nat\u00fcrlich sollten im Vorfeld, bei der Auswahl des Ortes, die dort anzutreffenden Menschen analysiert und die Gr\u00fcnde herauskristallisiert werden, warum sie diese Orte besuchen und wie viel Zeit sie dort verbringen. Die BesucherInnen kommen aus anderen Gr\u00fcnden zum Areal, dadurch kann jedoch das Ereignis oder die Nutzung des Ortes parasitiert werden, was f\u00fcr beide Parteien einen Mehrwert generiert.<\/p>\n<p><strong>Brockenhalle <\/strong><strong>\u2013<\/strong><strong> Audio-Installation <\/strong><\/p>\n<p>Inmitten dieses umgenutzten Industriequartiers befindet sich ein von aussen eher unscheinbares Brockenhaus. Mir wurde sogleich klar, dass mein Thema der verborgenen Sch\u00e4tze und Geheimnisse des Schrankes mit diesem Ort verbunden werden muss. Alte, vergessene, geliebte, sowie ungeliebte Sch\u00e4tze und Geheimnisse werden geborgen und sortiert. Objekte voller Geschichten bekommen neue Besitzer&nbsp;Innen und neue Geschichten. Beim St\u00f6bern und Schlendern durch die Regale, werden sofort Erinnerungen ins Bewusstsein gerufen und mit den sichtbaren Objekten verkn\u00fcpft.<\/p>\n<p>Durch das Parasitieren des Brockenhauses mit einer Audio-Installation, hatten die BesucherInnen gleichzeitig die M\u00f6glichkeit, den Schrankgeschichten zu lauschen. Dies gab einen Anstoss, \u00fcber die sichtbaren Dinge und die eigenen Dinge im eigenen Schrank zu sinnieren. Ich versteckte die Audioboxen an den Stellen, wo sie sich inhaltlich mit dem visuell Sichtbaren verkn\u00fcpften.<\/p>\n<p>Peter J. Schneemann schreibt, dass bei einem Museumsbesuch der Blick auf das Exponat meist abschweift und auf den Raum und die anderen BesucherInnen gerichtet wird. Wenn die Aufmerksamkeit vom Exponat abnimmt, k\u00f6nnte das ein Pl\u00e4doyer daf\u00fcr sein, dass die erweiterten R\u00e4ume im Bezug zum Thema stehen sollten, sodass bei einem abschweifenden Blick trotzdem Inspiration durch den Ort und die sich darin befindenden Menschen gesch\u00f6pft werden kann (Schneemann 2017, S. 59).<\/p>\n<p><strong>Caf\u00e9 Portier <\/strong><strong>\u2013<\/strong><strong> Dialograum <\/strong><\/p>\n<p>Angesichts der vielen Augenreize entschied ich mich, das nebenanliegende Caf\u00e9 \u00abPortier\u00bb als weiteren Standort, als einen Dialograum zu parasitieren. Dies bot die M\u00f6glichkeit, bei einem gem\u00fctlichen Kafi \u00fcber die eigenen Geschichten nachzudenken und diese aufzuschreiben. Auch konnten Geschichten anderer Menschen auf der Pinnwand an der Fassade gelesen werden. Im \u00abPortier\u00bb gibt es den regul\u00e4ren Caf\u00e9- und Restaurantbetrieb, sowie am Montag jeweils Konzerte. Dies f\u00fchrt zu einem st\u00e4ndig wechselnden Publikum.<\/p>\n<p><strong>Instagram <\/strong><strong>\u2013<\/strong><strong> der virtuelle Raum <\/strong><\/p>\n<p>Als dritten Ort bespielte ich fast t\u00e4glich einen Instagram-Account. Der virtuelle Raum gew\u00e4hrte auch einem Winterthur fernen Publikum einen Einblick ins Projekt. Durch die Erw\u00e4hnung der realen Orte \u2014Brockenhalle, Caf\u00e9 \u00abPortier\u00bb, Gewerbemuseum \u2014 konnten diese zus\u00e4tzlich beworben werden. Auch Menschen, die nicht in der Schweiz ans\u00e4ssig sind, konnten durch den englischsprachigen Account das Projekt mitverfolgen. Diese Menschen werden sich hoffentlich bei einer Reise nach Winterthur an das Projekt zur\u00fcckerinnern und einen Besuch im Gewerbemuseum wagen.<\/p>\n<p><strong>Vermittlungspersonen <\/strong><\/p>\n<p>Thomas Hirschhorn setzt sich in seinem Manifest f\u00fcr ein Museum der Zukunft ohne \u00abW\u00e4chter und Sicherheitspersonal ein\u00bb (Hirschhorn 2017, S. 158). In den zus\u00e4tzlichen R\u00e4umen, k\u00f6nnen die Mitarbeitenden der Betriebe als Aufsichtspersonal genutzt werden, was bei meinen Projekten gut beobachtet werden konnte. Die Mitarbeitenden der parasitierten Orte \u00fcbernahmen diese Rollen.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich, wie in der Brockenhalle beobachtet werden konnte, nahmen sie ihre Rolle sogar mit grosser Freude ein. Sie waren jedoch nicht nur als Aufsichtspersonal t\u00e4tig, sondern nahmen auch die der Vermittlungsperson mit einer Leichtigkeit und Selbstverst\u00e4ndlichkeit ein. Dadurch fallen nicht nur die \u201eW\u00e4rter\u201c weg, sondern &nbsp;Nicht-Museumsleute hatten die M\u00f6glichkeit aktiv die Ausstellung zu begleiten. Sobald die MitarbeiterInnen sp\u00fcrten, dass BesucherInnen Interesse an der Audio-Installation zeigten, gingen sie auf diese Personen zu, kamen mit ihnen ins Gespr\u00e4ch und informierten sie \u00fcber die Ausstellung. Es stand keine Person im Vordergrund, sodass zuerst der Raum und die Installation auf die Personen wirken konnten. Bei sichtbarer Neugier der BesucherInnen konnte ich als zus\u00e4tzliche Gespr\u00e4chspartnerin auftreten, oder eben die Ressourcen der Angestellten am Ort genutzt werden.<\/p>\n<p>Ich als Vermittlungsperson war vor allem vor der Umsetzung gefordert. Es war eine Herausforderung, die Leute zu motivieren und mit meiner eigenen Begeisterung f\u00fcr das Thema anzustecken. Ich versuchte, die MitarbeiterInnen im Vorfeld gut zu instruieren und ihr pers\u00f6nliches Interesse zu wecken. Dadurch konnte ich meine Aufgabe mit ihnen teilen. Sie gaben ihr gewonnenes Wissen den BesucherInnen weiter und erg\u00e4nzten es mit ihren eigenen Erfahrungen.&nbsp; F\u00fcr mich war dies ein besonders sch\u00f6nes Erlebnis, da ich die MitarbeiterInnen nicht aktiv dazu aufforderte, die BesucherInnen zu informieren. Sie taten es aus eigenem Willen.<\/p>\n<p><strong>Blick nach England <\/strong><\/p>\n<p>Bereits vielfach erprobt wurde die Erweiterung der Museumsr\u00e4ume in England. Viele Museen entwickelten langfristig angelegte Zusammenarbeiten mit Schulen, Heimen und weiteren Institutionen, um nicht nur von teilweise schnell wechselnden Ausstellungen abh\u00e4ngig zu sein. Das Zauberwort dabei heisst \u00abvernetzen\u00bb (Hangartner et al. 2009, S. 7).<\/p>\n<p>So lancierte beispielsweise die <em>Whitechapel Gallery <\/em><em>&nbsp;<\/em>in London wegen eines einj\u00e4hrigen Umbaus das Projekt \u00abThe Street\u00bb. In einer benachbarten \u00f6ffentlichen Strasse erarbeiteten internationale Ku\u0308nstlerInnen &nbsp;ihre Werke mit den Menschen vor Ort und stellten sie auch da aus. Durch die dicht bewohnte Gegend r\u00fcckte die Institution der Lokalbev\u00f6lkerung n\u00e4her und die Projekte wurden auf den Ort bezogen. Relevante Themen wurde wieder zur\u00fcck ins Museum gef\u00fchrt und ein neuer Austausch fand statt (Huijnen 2009, S. 14).<\/p>\n<p><strong>Fazit <\/strong><\/p>\n<p>Zusammengefasst bietet die Erweiterung der R\u00e4ume eine Ann\u00e4herung an die Lokalbev\u00f6lkerung und Erschliessung neuer Orte. Die Ausstellung wird herausgetragen und der Inhalt r\u00e4umlich ausgedehnt. Ein breiteres, museumsfernes Publikum kann angesprochen und dadurch m\u00f6glicherweise ins Museum zur\u00fcckgef\u00fchrt werden. Die Menschen m\u00fcssen sich nicht aktiv dazu entscheiden, ins Museum zu gehen, sondern k\u00f6nnen bei einem Ereignis, wohin sie sowieso gehen wollten, durch eine \u00fcberraschende Ausstellungsform inspiriert werden.&nbsp; Die parasit\u00e4ren Eingriffe f\u00fchren zur Verkn\u00fcpfung dieser R\u00e4ume mit dem Thema der Hauptausstellung. Diese Erweiterung der Museumsr\u00e4ume in den \u00f6ffentlichen und halb\u00f6ffentlichen Raum erm\u00f6glicht zudem einen differenzierten Einsatz des Personals: Mitarbeitende k\u00f6nnten teilweise die Rolle von Vermittlungspersonen \u00fcbernehmen und gleichzeitig entfielen so die \u00abW\u00e4rter\u00bb.<\/p>\n<p>Ich bin \u00fcberzeugt, dass Erweiterungen des Museums keineswegs nur Zukunftsmusik sind und sein sollten. Meines Erachtens generiert die Ausdehnung der r\u00e4umlichen Dimension sowohl f\u00fcr das Museum wie auch f\u00fcr die bespielten Orte in vielen Hinsichten einen grossen Mehrwert.<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\">(1) <a style=\"color: #000000\" href=\"http:\/\/www.stadtkunst.ch\/0\/4\/8\/20\/\">http:\/\/www.stadtkunst.ch\/0\/4\/8\/20\/<\/a> 21.6.18; <a style=\"color: #000000\" href=\"http:\/\/www.bpb.de\/gesellschaft\/bildung\/kulturelle-bildung\/137868\/partizipative-stadt-und-raumgestaltung?p=all\">http:\/\/www.bpb.de\/gesellschaft\/bildung\/kulturelle-bildung\/137868\/partizipative-stadt-und-raumgestaltung?p=all<\/a>.\/ 21.6.18<span style=\"margin: 0px;line-height: 107%;font-family: 'Georgia',serif;font-size: 11pt\"><br \/>\n<\/span>(2) <a style=\"color: #000000\" href=\"https:\/\/kluedo.ub.uni-kl.de\/frontdoor\/deliver\/index\/docId\/1629\/file\/Aesche-Dimmer_Mythos_oeffentlicher_Raum.pdf\">https:\/\/kluedo.ub.uni-kl.de\/frontdoor\/deliver\/index\/docId\/1629\/file\/Aesche-Dimmer_Mythos_oeffentlicher_Raum.pdf<\/a>, S.17\/ 25.6.18(3)&nbsp;(<u><a style=\"color: #000000\" href=\"https:\/\/www.ag.ch\/media\/kanton_aargau\/bvu\/dokumente_2\/raumentwicklung\/innenentwicklung\/Begriffserlaeuterung.pdf\">https:\/\/www.ag.ch\/media\/kanton_aargau\/bvu\/dokumente_2\/raumentwicklung\/innenentwicklung\/Begriffserlaeuterung.pdf<\/a>.\/ 21.6.18)<\/u><\/span><\/p>\n<p>Literaturverzeichnis<\/p>\n<p>Jeannine Hangartner Mitarbeit Mich\u00e8le Dercourt, Sarah Merten, Beatriz W\u00fcrsch, \u00abVorbild England\u00bb in: Lernen mit Kunst. Blick nach London (2009)., Kulturvermittlung Museumsp\u00e4dagogik, 8000 Z\u00fcrich: Kuverum, S.7.<\/p>\n<p>Thomas Hirschhorn, \u00abDas Museum der Zukunft. Ein Manifest\u00bb in: Museumsboom. Wandel einer Institution. Dieter Bechtloff (Hg.), Kunstforum International (2017).. TZ- Rossdorf Verlag.<\/p>\n<p>Patricia Huijnen, \u201eWhitechapel Gallery Kunstvermittlung mit sozialer Verantwortung\u201c, in: Lernen mit Kunst. Blick nach London (2009)., Kulturvermittlung Museumsp\u00e4dagogik 8000 Z\u00fcrich: Kuverum.<\/p>\n<p>Peter J.Schneemann, \u00abVermittelnde Pr\u00e4senz\u00bb in: Museumsboom. Wandel einer Institution. Dieter Bechtloff (Hg.), Kunstforum International (2017). TZ-Rossdorf Verlag.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Das Schrank-Orakel\" src=\"https:\/\/player.vimeo.com\/video\/273512361?dnt=1&#038;app_id=122963\" width=\"840\" height=\"473\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; fullscreen\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p><strong>Das Schrank-Orakel<br \/>\n<\/strong>Emanuela Schulze<\/p>\n<p>\u201cWelcher Schrank-Charakter sind Sie? M\u00f6chten Sie mehr \u00fcber sich erfahren, dann nehmen Sie am Schrank-Orakel teil. Durch das Offenlegen ihres Schrankes werden ihre Charakterz\u00fcge enth\u00fcllt!\u201d<\/p>\n<p>Mit diesen Aufforderungen startete ich den Aufruf zu meinem Vermittlungsprojekt im \u00f6ffentlichen Raum. Beim Schrank-Orakel setzt man sich hin, nimmt sich kurz Zeit und stellt sich seinen eigenen Schrank vor. Was sagt die Schrankordnung \u00fcber den Charakter aus? Spiegelt ein \u00fcberf\u00fcllter Kleiderschrank die Unf\u00e4higkeit, Altes loszulassen? Zeigt Chaos, dass die Orientierung fehlt?<\/p>\n<p>\u201eWenn man sich zuerst die Kleidung vornimmt, kann man seine Entscheidungsf\u00e4higkeit mit den Gegenst\u00e4nden trainieren, die einem am wenigsten bedeuten\u201c, sagt Aufr\u00e4um-Expertin Marie Kondo. Sie ist der Meinung, dass Menschen, die einen unaufger\u00e4umten Kleiderschrank haben, Chaoten sind. Der Erfolg ihrer Ratgeber zeigt, wie sehr wir uns davor f\u00fcrchten, als Leute wahrgenommen zu werden, die ihr Leben nicht im Griff haben.<\/p>\n<p>In meinem Projekt habe ich Passantinnen und Passanten in Winterthur zu Schr\u00e4nken, Ordnung und Unordnung befragt. Die Mitwirkenden haben sich meist l\u00e4nger Zeit genommen und sich Gedanken gemacht, was sie auf meine Fragen antworten sollen. Ich habe die Aussagen interpretiert und die Ergebnisse auf ein Mottenpapier \u00fcbertragen: akkurat, ambivalent, autark, charismatisch, chaotisch, dekadent\u2026<\/p>\n<p><strong>Partizipation in der Vermittlung<\/strong><\/p>\n<p>H\u00e4ufig n\u00e4herten sich Passantinnen und Passanten neugierig dem Schrank-Orakel, was der Einstieg vereinfachte. Einige stimmten dem Resultat belustigt zu; andere fanden, an gewissen Eigenschaften wollten sie arbeiten.<\/p>\n<p>Ein partizipatorisches Vermittlungsprojekt ben\u00f6tigt zum vorneherein eine Fragestellung, die bei der Durchf\u00fchrung im Zentrum steht. Dadurch werden ausserhalb der Institutionen Kommunikationsr\u00e4ume erschlossen, die im besten Fall einen vielf\u00e4ltigen kultur\u00fcbergreifenden Austausch erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Siglinde Lang beschreibt dies in ihrem Buch \u201ePartizipatives Kulturmanagement\u201c folgendermassen: \u201cPartizipative Alltagskultur: Die soziokulturelle Dimension von Kunst r\u00fcckte vor allem seit und mit den 60er Jahren in das Blickfeld, aber auch das Selbstverst\u00e4ndnis von k\u00fcnstlerischen Aktivit\u00e4ten. Ein aktives Eingreifen in einen bestehenden kulturellen Status quo bildet zumeist Basis und Intention f\u00fcr k\u00fcnstlerisches Handeln.\u201d<\/p>\n<p>Um sich in der \u00d6ffentlichkeit in ein Handlungsfeld begeben zu k\u00f6nnen, muss erst eine Auseinandersetzung mit dem \u00f6ffentlichen Raum erfolgen. Somit war auch f\u00fcr mich klar, mir ein Bild zu machen \u00fcber die Winterthurer Altstadt, um dann m\u00f6gliche Standorte f\u00fcr mein Schrank-Orakel zu bestimmen. Meiner Ansicht nach ist es wichtig, die Vermittlungsarbeit im \u00f6ffentlichen Raum in den Mittelpunkt zu r\u00fccken und so den Kunstbetrieb im Museum so zu erg\u00e4nzen. Die Ausstellung \u201cCupboard Love\u201d im Gewerbemuseum Winterthur setzte den Rahmen f\u00fcr die Inszenierung meines Handelns im \u00f6ffentlichen Raum. Die Kooperation und die Integration potentieller Personengruppe und das Festlegen des Ortes f\u00fcr mein Vermittlungsprojekt erfolgte bereits in der Konzeption. Dies war wichtig f\u00fcr eine erfolgreiche Durchf\u00fchrung des Projekts.<\/p>\n<p><strong>Reflexionen und Herausforderungen<\/strong><\/p>\n<p>Ich konnte viele pers\u00f6nliche und professionelle Erfahrungen machen sowie mir sozialkulturelles Wissen aneignen. Unter anderem habe ich gelernt, wie wichtig meine Haltung, meine Vorbilder und angemessene Kommunikationsstrategien sind. Es war ein gutes Gef\u00fchl, etwas sozusagen aus dem Nichts entstehen zu lassen. Es muss nicht immer eine grosse Aktion sein, sondern es sind die unmittelbaren Begegnungen mit den Menschen, die zum Denken anregen.<\/p>\n<p>Ich finde, partizipatorische Vermittlungsprojekte sollten regelm\u00e4ssig angeboten werden und selbstverst\u00e4ndlich das Angebot im Museum erg\u00e4nzen.<\/p>\n<p>Literaturverzeichnis<\/p>\n<p>Kondo, Marie (2014): The life-changing magic of tidying up : the Japanese art of decluttering and organizing, Berkeley, Ten Speed Press Verlag.<\/p>\n<p>Arnold, Antje, Dannecker, Wiebke, Steker, Christoph (2017): Die Kunst der Ordnung: Standortbestimmungen gegenw\u00e4rtigen Erz\u00e4hlens, Wu\u0308rzburg, K\u00f6nigshausen &amp; Neumann Verlag.<\/p>\n<p>Fayet, Roger (2003): Verlangen nach Reinheit oder Lust auf Schmutz? Gestaltungskonzepte zwischen rein und unrein, Wien, Passagen Verlag.<\/p>\n<p>Lang, Siglinde (2015): Partizipatives Kulturmanagement, Interdisziplin\u00e4re Verhandlungen zwischen Kunst, Kultur und \u00d6ffentlichkeit, Bielefeld, transcript Verlag.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Kastenbilder &ndash; Eine Fu\u0308hrung\" src=\"https:\/\/player.vimeo.com\/video\/273512261?dnt=1&#038;app_id=122963\" width=\"840\" height=\"473\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; fullscreen\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p><strong>Resonanz &#8211; in Bezug auf das Projekt <\/strong><strong><br \/>\n<\/strong><strong>\u201cKastenbilder \u2013 eine F\u00fchrung\u201d<br \/>\n<\/strong>Annik Hunziker<\/p>\n<p>Meine Arbeit; \u201eKastenbilder &#8211; Eine F\u00fchrung\u201c m\u00f6chte ich aus dem Blickwinkel des Begriffes der Resonanz (Maset, Pierangelo: <em>Formate der Kunstvermittlung, Kompetenz &#8211;&nbsp; Performanz &#8211; Resonanz<\/em>, Pierangelo Maset, Kerstin Hallmann (Hg.), Maria Peters\/Christian Inthoff, 2017, transcript Verlag, Bielefeld) betrachten. Zuerst werde ich den Begriff erl\u00e4utern und anhand verschiedener Aspekte meiner Arbeit den Begriff weiter kl\u00e4ren.<\/p>\n<p><strong>Der Begriff Resonanz<\/strong><\/p>\n<p>Der Begriff der Resonanz kommt aus der Physik und beschreibt das verst\u00e4rkte Mitschwingen eines&nbsp; Anklang findenden &nbsp;Systems, das einer sich zeitlich \u00e4ndernden Einwirkung unterliegt. Als Beispiel aus der Musik k\u00f6nnten wir sagen, dass der Gitarrenbauch ein Resonanzk\u00f6rper ist, der mit dem Saitenklang mitschwingt. Wir k\u00f6nnen die Resonanzschwingung einer angeschlagenen Gitarrenseite auf der ganzen Gitarre als leichte Vibration f\u00fchlen.<\/p>\n<p><strong>Die Resonanz<\/strong> <strong>im Kontext der Kunstvermittlung<\/strong><\/p>\n<p>Diesen Begriff betrachten wir nun im Kontext der Kunstvermittlung, denn hier geschieht etwas ganz \u00c4hnliches. Nehmen wir an, jede Person, jedes Kunstwerk, jeder Ort hat seine eigene Schwingung, und diese Schwingungen treffen aufeinander, verst\u00e4rken oder schw\u00e4chen sich gegenseitig. Nun ist eine Person also nicht nur Sender dieser Frequenz, sondern auch Empf\u00e4nger und zugleich Resonanzk\u00f6rper. Sie gibt eine Mischung aus dem Empfangenen und Eigenem weiter. So ergibt sich eine Vielzahl an Verbindungen, bei denen alles mit allem \u201everbunden\u201c ist und einen Einfluss aufeinander hat.<\/p>\n<p>Es ist ein Grundanliegen, dass durch die Kunstvermittlung in den BetrachterInnen etwas auf Resonanz st\u00f6sst und dass die Inhalte und die Art wie wir vermitteln, einen Widerhall in ihnen finden. Ich habe mir einige Beispiele an meiner Arbeit herausgesucht und versuche die f\u00fcr die Kunstvermittlung wichtigen Zusammenh\u00e4nge am Begriff der Resonanz zu beschreiben.<\/p>\n<p><strong>Der Begriff der Resonanz bezogen auf meine Arbeit<\/strong><\/p>\n<p>Das Ziel in meiner Arbeit \u201eKastenbilder &#8211; Eine F\u00fchrung\u201c war es, historisches Wissen k\u00fcnstlerisch\/spielerisch zu verpacken und zu vermitteln. Mit dieser Strategie erhoffte ich, die BesucherInnen auf verschiedenen Ebenen anzusprechen und eine hohe Resonanz, ein Aufnehmen und Mitschwingen der Themen zu erzeugen. Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass man sich an geschichtliche Inhalte besser erinnern kann, wenn man sie veranschaulicht und Informationen in spannende, kleine Geschichten verpackt werden. So, dass neu Gelerntes mit m\u00f6glichst vielen Punkten im Gehirn verkn\u00fcpft werden kann.<\/p>\n<p><em>\u201eJedes Aufzeichnen kann bereits als Antwortgeschehen im Sinne einer Resonanz auf das Vorgefundene ausgelegt und zugleich weiter zu bearbeitendes Produkt im k\u00fcnstlerischen Forschungsprozess verstanden werden.\u201c <\/em>(Maset 2017, S. 28)<\/p>\n<p>Als Ausgangslage hatte ich drei Themen, die in mir sozusagen eine Frequenz anschlugen und auf die ich reagierte. Ziel war es, diese drei Impulse zu einer stimmigen Frequenz in Form einer F\u00fchrung zu b\u00fcndeln. Der Ort, das Sulzer-Areal, wo ich in Ecken, Fassaden, Ritzen und Spalten die Geschichte f\u00f6rmlich sp\u00fcren konnte, veranlasste mich zur genaueren Recherche. So lernte ich die Geb\u00e4ude, die Familie Sulzer und ihr Unternehmen besser kennen.<\/p>\n<p>In der Ausstellung \u201eCupboard Love\u201c im Gewerbemuseum Winterthur stand ein Puppenhaus, darin befanden sich kleine Schr\u00e4nke. Diese \u00c4nderung der Gr\u00f6ssenverh\u00e4ltnisse von Raum und Gegenstand fand ich spannend. Das Gef\u00fchl der Gr\u00f6sse der Hallen und Fassaden im Sulzer-Areal, das ich erlebt hatte, wollte ich f\u00fcr BetrachterInnen verst\u00e4rken, in dem ich kleine, puppenhausgrosse Schr\u00e4nke dazu stellte. Beim Gestalten der Schr\u00e4nke stellte sich ein immer wiederkehrender Prozess ein: Der unfertige Schrank, der eine eigene Schwingung besitzt und seine Frequenz aussendet, erzeugte in mir eine Reaktion, anhand derer ich viele \u00e4sthetische Entscheidungen traf. So bearbeitete ich den Schrank weiter und ver\u00e4nderte so seine Eigenschwingung, bis sie mir gefiel.<\/p>\n<p>F\u00fcr eine Kunstvermittlerin ist es eine erfreuliche Erfahrung, wenn man merkt, dass das Vermittelte eine Resonanz in den BetrachterInnen erzeugt. &nbsp;Dieses Reaktion kann sich beispielsweise bemerkbar machen durch Kritik, R\u00fcckmeldungen, Begeisterung, Zuspruch und Fragen.<\/p>\n<p>Dies fiel mir am meisten auf bei den Fragen und Erg\u00e4nzungen, welche die BesucherInnen w\u00e4hrend der F\u00fchrung beif\u00fcgten. Mein Grossvater reagierte zum Beispiel, als wir uns beim&nbsp; \u201e<em>Rudolf Diesel-Schrank<\/em>\u201c&nbsp; in der Halle 53 befanden. Er erz\u00e4hlte, dass er damals noch gesehen habe, wie in dieser Halle Eisen gegossen wurde. Wir staunten alle bei der Vorstellung, wie eindr\u00fccklich der Anblick dieser riesigen Krane in Bewegung gewesen sein musste. So verst\u00e4rkten sich die zwei Frequenzen zu einem Gesamteindruck. Auch das Sulzer-Areal und seine BesucherInnen haben auf meine Arbeit reagiert: Ein Schrank wurde entwendet.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Der oben dargestellte Prozess erscheint linear, ist aber in Wirklichkeit viel komplexer. Zum Beispiel kollidierte mein k\u00fcnstlerischer Prozess mit der vermittlerischen Praxis: was sind jetzt k\u00fcnstlerische und was sind p\u00e4dagogische Entscheidungen? So passierte es, dass ich zu viel Zeit mit der Gestaltung der Schr\u00e4nke verbrauchte und die \u00dcberlegungen, wie ich in der F\u00fchrung das Thema vermitteln m\u00f6chte, eher zu kurz kamen.<\/p>\n<p>Es w\u00e4re spannend gewesen, der Durchf\u00fchrung eine Testphase voranzustellen &#8211; Resonanzen muss man austesten. So w\u00fcrde ich im Nachhinein gerne die Schr\u00e4nke noch an unterschiedlichen Orten platzieren, um zu schauen, wie das Objekt auf die Umwelt reagiert und auf BetrachterInnen wirkt.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"#Fridgelove\" src=\"https:\/\/player.vimeo.com\/video\/273512244?dnt=1&#038;app_id=122963\" width=\"840\" height=\"473\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; fullscreen\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p><strong>#fridgelove<br \/>\n<\/strong>Maria Zimmermann<\/p>\n<p>\u201eEin Instagramaccount nur mit K\u00fchlschr\u00e4nken\u201c, werden Sie denken, \u201ewie banal!\u201c Das kann man Ihnen gar nicht \u00fcbelnehmen. Und doch besch\u00e4ftigte ich mich f\u00fcr das Kooperationsprojekt intensiv damit. Ich sammelte Bilder, machte Werbung und lud t\u00e4glich einen neuen K\u00fchlschrank auf Instagram.<\/p>\n<p>Ein K\u00fchlschrank ist etwas Banales. Etwas Allt\u00e4gliches. Wir nehmen ihn f\u00fcr selbstverst\u00e4ndlich. Er ist immer da, in der K\u00fcche, k\u00fchl, anspruchslos, mit einem stillen Surren. Er ist aber der wohl unausweichlichste aller Schr\u00e4nke. Er ist entscheidend in der Art, wie wir uns ern\u00e4hren und leben. Ein Leben ohne K\u00fchlschrank ist kaum vorstellbar und w\u00e4re wohl unertr\u00e4glich.<br \/>\nUnser K\u00fchlschrank ist das Ende einer langen K\u00fchlkette, die es uns erlaubt, frische Nahrung zu uns zu nehmen, jahreszeiten\u00fcbergreifend Gem\u00fcse zu kaufen und Milchprodukte zu essen, obwohl wir keine Kuh im Garten haben.<br \/>\nUnsere Beziehung zum K\u00fchlschrank ist vermutlich so individuell und komplex, wie unsere Beziehung zum Essen und so gibt unser K\u00fchlschrank viel \u00fcber uns preis. (Jackson, Tom (2015): &#8222;Chilled &#8211; How refrigeration changed the world&#8220;; London, Bloomsbury Sigma)<\/p>\n<p>Dass jemand anderes in unseren K\u00fchlschrank blickt, ist selten. Meistens sind es nur wir selbst und die Menschen, die den K\u00fchlschrank mit uns teilen, die Einblick haben. Es gibt aber doch diese eine Art von Gast, die fast automatisch den K\u00fchlschrank \u00f6ffnet und leer hinein starrt. Mir pers\u00f6nlich ist das immer ein wenig unangenehm.<br \/>\nGedanken schiessen mir in diesem Moment durch den Kopf. Gedanken wie: Was habe ich im K\u00fchlschrank? Irgendein vergessenes Tupperware? Eine schimmlige Karotte? Zu viel Bier? Hat es \u00fcberhaupt etwas Essbares drin? Hat es zu viel Essen drin? Was sucht die Person? Was denkt sie? Denkt sie jetzt ich bin Alkoholikerin? Verurteilt sie mich f\u00fcr die zwei Tuben Mayonnaise oder das Schoggijoghurt?<\/p>\n<p>Doch es sind wom\u00f6glich genau diese Unsicherheiten, welche die Neugier auf fremde K\u00fchlschr\u00e4nke wecken. Durch das Betrachten fremder K\u00fchlschr\u00e4nke realisieren wir: \u201eIch bin gar nicht so anders! Meine Essgewohnheiten sind gar nicht so daneben! Es gibt Menschen, die haben mehr Grund, sich f\u00fcr ihren K\u00fchlschrank zu sch\u00e4men als ich!\u201c und so f\u00fchlen wir uns besser und weniger allein mit unseren vergessenen Tupperwares. Das ist eigentlich etwas Sch\u00f6nes. Es verschafft uns ein Gef\u00fchl der Normalit\u00e4t.<\/p>\n<p>Dieser Voyeurismus ist nicht nur unproblematisch. Er ist sehr komplex und vielleicht auch eines der grossen gesellschaftlichen Probleme. Der Kreislauf der eigenen Superiorit\u00e4t auf Kosten von anderen. Der Unterdr\u00fcckte wird zum Unterdr\u00fccker und so weiter uns so fort. Durch das konstante vor Augen-gef\u00fchrt-bekommen von unerreichbarer Perfektion und das darauffolgende Gef\u00fchl der Unzul\u00e4nglichkeit: Gibt es nichts Sch\u00f6neres, als das Scheitern Anderer zu beobachten?<br \/>\nZu diesem Kreislauf sind die Magie der Sensation und die Ambivalenz des Abstossenden und Anziehenden hinzuzuf\u00fcgen.<br \/>\nSo ist es kein Zufall, dass die auf Instagram am meisten beachteten K\u00fchlschr\u00e4nke jene waren, die am aussergew\u00f6hnlichsten waren. Aussergew\u00f6hnlich sch\u00f6n, aussergew\u00f6hnlich schmutzig, aussergew\u00f6hnlich viel Alkohol. Unter dem Strich kann man sagen, die K\u00fchlschr\u00e4nke mit aussergew\u00f6hnlich viel Alkohol waren die erfolgreichsten.<br \/>\nMit dem eigenen Alkoholkonsum verh\u00e4lt es sich \u00e4hnlich wie mit dem Essverhalten, nur ist Alkohol noch verp\u00f6nter als ungesunde Ern\u00e4hrung. Er wird intensiver verschwiegen und intensiver verurteilt, nur um im gleichen Zug Neid auszul\u00f6sen, auf ein spassiges Leben, wilde Parties und eine vermeintliche <em>Joie-de-vivre<\/em>.<\/p>\n<p>Die Bilder der K\u00fchlschr\u00e4nke sind Abbilder von Menschlichkeit. Sie sind kleine Einblicke in das ganze Leben. Sie verraten so viel und doch bleibt das Gesamte verborgen. Wir sehen nur einen kleinen Teil der Realit\u00e4t und erhalten nur die Information, wie viele Menschen sich den K\u00fchlschrank teilen, was ihr Geschlecht ist und was sich \u00fcber die Wohnsituation sagen l\u00e4sst. So beginnen wir zu spekulieren und uns auszumalen, wer diese Menschen sein k\u00f6nnten. Am Ende f\u00fchrt uns dieser Gedankenprozess auf uns selbst zur\u00fcck. Auf unsere Unsicherheiten, W\u00fcnsche und Hoffnungen. \u201e<em>Diese Geistesaktivit\u00e4ten regen die Kreativit\u00e4t an, denn nur aus dem Geheimnisvollen entstehen Sehns\u00fc<\/em><em>chte<\/em>\u201c (Val\u00e9rie Fremont (2015): Marcel Proust in bed with Instagram&#8220;, https:\/\/www.lofficiel.de\/popkultur\/marcel-proust-in-bed-with-instagramm\/2.5.2018)<sup>, <\/sup>und sie geben uns die Best\u00e4tigung, die wir immerfort suchen. Die Anderen sind wie ich. Ich geh\u00f6re dazu.<\/p>\n<p>Zu beantworten bleibt die Frage, wie man diese Sehnsucht nach Allt\u00e4glichkeit f\u00fcr die Vermittlung nutzen kann. Ist es nicht so, dass wir alle gerne Teil von etwas Gr\u00f6sserem w\u00e4ren? Dass es sch\u00f6n ist, wenn die langweiligen Allt\u00e4glichkeiten unseres Lebens auf Interesse stossen? Und wir die langweiligen Allt\u00e4glichkeiten anderer durchaus interessant finden, weil wir uns dann vergleichen k\u00f6nnen? M\u00fcsste man nicht genau diesen Teil f\u00fcr die Vermittlung nutzen? Die Besucher dort abholen, wo sie schon sind? Dort wo weder K\u00f6nnen noch Reichtum eine Voraussetzung f\u00fcr die Teilnahme sind?<\/p>\n<p>Dieses Projekt versuchte, die Besuchenden der Ausstellung <em>Cupboard Love<\/em> genau dort zu erreichen. In ihrem Alltag. Und bot ihnen die M\u00f6glichkeit nicht nur Besucher, Besucherin der Ausstellung zu sein, sondern ein Teil davon. Ihr allt\u00e4glicher, banaler K\u00fchlschrank wurde Teil eines Archivs, das auf einem iPad in der Ausstellung pr\u00e4sent war.<br \/>\nOb das Projekt wegen der kurzen Laufzeit im musealen Kontext nicht so gut funktioniert hat, oder wegen der kleinen Reichweite bleibt unbeantwortet. Trotzdem ist eine beachtliche Anzahl an K\u00fchlschr\u00e4nken zusammengekommen und ein umfangreiches Archiv entstanden, das hoffentlich noch in einer anderen Form Beachtung bekommt.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Cupboard Extended\" src=\"https:\/\/player.vimeo.com\/video\/273512497?dnt=1&#038;app_id=122963\" width=\"840\" height=\"473\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; fullscreen\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p><strong>Cupboard Extended<br \/>\n<\/strong>Lara Hausheer<\/p>\n<p>\u201cWieso soll ich meinen Kopf in den Schrank stecken? Ich seh\u2018 doch, dass da nichts drin ist.\u201c<\/p>\n<p>Was ist schief gelaufen, dass dies die h\u00e4ufigste Antwort war, die ich bekommen habe, wenn ich die Passanten aufgefordert habe, mein Objekt der Vermittlung genauer zu betrachten? Was k\u00f6nnte man tun, damit so etwas nicht passiert? Dass ein im \u00f6ffentlichen Raum platziertes Objekt Neugier weckt, die Lust es zu erforschen und sich mit etwas auseinanderzusetzten? Dass ein Objekt \u00fcberhaupt zum Gegenstand der Vermittlung wird?<\/p>\n<p><strong>Projektbeschrieb<\/strong><\/p>\n<p>In meinem Vermittlungsprojekt ging es um die Dinge, welche Menschen aussortieren, jedoch behalten, und um die Orte, an welchen sie diese Dinge lagern. Sogenannte Schrankerweiterungen. Im Vorfeld der Vermittlungsaktion, machte ich Interviews, in denen ich unterschiedliche Personen zu ihren Schrankerweiterungen befragte. Zus\u00e4tzlich filmte ich die Orte, an welchen die weggepackten Dinge gelagert werden. Aus den Audioaufnahmen der Interviews und den Videos entstand eine Installation in einem weissen Mottenschrank. Den Schrank platzierte ich im \u00f6ffentlichen Raum der Stadt Winterthur. Einmal neben und einmal im Stadtgarten. Von aussen wirkte der Schrank leer, wenn man aber an ihm vorbeiging, h\u00f6rte man die Audioaufnahmen. Steckte man den Kopf in den Schrank, konnte man auf vier I-Pads die Videos sehen. Die Idee war, dass die Merkw\u00fcrdigkeit des weissen Schranks, sowie die Audioaufnahmen, welche aus seinem Inneren zu h\u00f6ren waren, ausreichen w\u00fcrde, die Neugier der Passant*innen zu wecken. Sie dazu veranlassen w\u00fcrde zu suchen, den Kopf in den Schrank zu stecken, um zu schauen, was sich in seinem Inneren befindet. Der Schrank sollte ihre Aufmerksamkeit erregen und als Einstieg ins Thema dienen. Anschliessend w\u00fcrde ich mit den Passant*innen das selbe kurze Interview f\u00fchren, wie mit den Personen, welche auf den Audioaufnahmen zu h\u00f6ren waren.<\/p>\n<p>Das hat so nicht funktioniert. Der Schrank erregte zwar Aufmerksamkeit, weckte jedoch keine Neugier. Ohne direktes Ansprechen und Aufforderung meinerseits kam niemand auf die Idee, zu verweilen und den Kopf in den Schrank zu stecken.<\/p>\n<p><strong>Vermittlungsaktionen im \u00f6ffentlichen Raum &#8211; im musealen Raum<\/strong><\/p>\n<p>Bei Aktionen im \u00f6ffentlichen Raum ist ein wichtiger Faktor, dass dieser belebt wird durch die Personen, welche sich in ihm aufhalten. Im \u00f6ffentlichen Raum werden die m\u00f6glichen Reaktionen des Publikums diverser. Alle Reaktionen, von Ignorieren, Kopfsch\u00fctteln, genauem Betrachten, bis zu Vandalismus, sind m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Man verf\u00fcgt nicht \u00fcber die g\u00e4ngigen Inszenierungsm\u00f6glichkeiten wie in einem Museum. Das Museum ist ein halb\u00f6ffentlicher Raum. In der Theorie ist das Museum f\u00fcr alle zug\u00e4nglich, in der Praxis ist es jedoch eher ein Ort an welchem sich Menschen mit \u00e4hnlichen Interessen treffen. Es existieren unausgesprochene Zugangsbedingungen, welche dazu f\u00fchren, dass die Kunstmuseumsbesucher meist ein ausgew\u00e4hltes Publikum sind. (Schnettler, 1991, S.65f.)<\/p>\n<p>Die Ausstellungsr\u00e4ume in Museen sind meist so gestaltet, dass der Fokus des Betrachters, der Betrachterin sich m\u00f6glichst auf das Ausgestellte richten kann. Im \u00f6ffentlichen Raum wirkt die Umwelt st\u00e4rker auf das Gezeigte. Im von Alltagshektik verdichteten Stadtraum besteht die Herausforderung darin, das Ausgestellte mit seiner Umgebung zu einer Gesamtwirkung zu verweben. Man kann das Exponat und seine Umwelt nicht voneinander trennen. Im Museum stehen die Ausstellungsobjekte in direkter Relation zum Kontext, in welchem sie pr\u00e4sentiert werden. Dieser verweist immer wieder direkt auf das Objekt und macht jegliche Legitimierung \u00fcberfl\u00fcssig. So stellt sich zum Beispiel nicht die Frage, ob etwas Kunst oder nicht Kunst ist, weil der Ausstellungsort diese Frage bereits beantwortet hat. Werden Objekte im \u00f6ffentlichen Raum platziert, ist dies oft nicht so klar zu erkennen. Die Objekte m\u00fcssen sich als erstes die Wahrnehmung erk\u00e4mpfen, erst danach k\u00f6nnen sie zur Sache weitergehenden Interesses werden. (Schnettler 1991, S.68f.)<\/p>\n<p><strong>Projektbeispiel<\/strong><\/p>\n<p>Nachdem ich nun einige Faktoren thematisiert habe, welche sich bei Vermittlungs- oder Ausstellungsprojekten im \u00f6ffentlichen Raum als Schwierigkeit erweisen, werde ich abschliessend ein Projektbeispiel thematisieren, das mit den genannte Schwierigkeiten geschickt umgegangen ist.<\/p>\n<p>Der Titel des Projekts ist KIOSK FRee. Es war ein Projekt von Joachim Sauer im Rahmen des Programms \u201cWo h\u00f6rt die Kunst auf, wo f\u00e4ngt die Vermittlung an?\u201c des Kulturreferats M\u00fcnchen, anfangs Oktober 2011 am Sedlinger-Tor-Platz M\u00fcnchen.<\/p>\n<p>Das Projekt bewegt sich an der Schnittstelle Kunst\/Vermittlung und war eine zeitlich begrenzte, unterschiedlich nutzbare Kiosk-Skulptur. Von dieser ausgehend, f\u00fchrten verschiedene Beteiligte situationsabh\u00e4ngige Aktionen im st\u00e4dtischen Zwischenraum durch. Gleichzeitig diente der Kiosk auch als Aufenthaltsort, lud zum Verweilen, zum Vorbeigehen, zum Tun oder Nichtstun ein. Der innerst\u00e4dtische Raum wird in erster Linie geformt, durch konsumorientierte, freizeit- und kulturwirtschaftliche Funktion und Nutzung. Die informelle Kleinarchitektur von KIOSK FRee bettete sich in diese Umgebung ein und hob sich durch seine Funktion als Begegnungs- und Alltagsort ohne Konsumzwang zugleich davon ab. Das \u00e4ussere Erscheinungsbild der Kioskinstallation f\u00fcgte sich einerseits parasit\u00e4r in den Stadtraum ein, andererseits hob sie sich durch ihren \u201cdo-it-yourself look\u201c von diesem ab. Diese leichte Verschiebung von etwas Gewohntem in Richtung des Ungew\u00f6hnlichen erregte Aufmerksamkeit, gab Anlass zum Staunen, zum \u00fcberlegen und zu Fragen. Vor allem zur Frage, was man an diesem Kiosk konsumieren konnte. So leitete der Irritationsmoment \u00fcber zu dem, was KIOSK FRee sein sollte: ein Ort bewussten Nicht-Konsums.<\/p>\n<p>Das Unterschwellige und Unfertige spielte eine wichtige Rollte. Der Kiosk wurde als Kunst wahrgenommen und sogleich wieder als Kunst vergessen. So trat das offensichtlich K\u00fcnstlerische in den Hintergrund und wurde zu einem Teil der Alltagswelt. (Schuster 2013, S.230f.)<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Vergleiche ich die Strategie, welcher sich dieses Projekt bediente, um sich die Wahrnehmung der Passanten im dichten \u00f6ffentlichen Raum zu sichern, mit jener, welche ich verfolgte, f\u00e4llt mir vor allem eines ins Auge: ich habe den entscheidenden Punkt vergessen \u2013 die Umwelt, in welche ich mein Objekt platzierte in dessen Gestaltung miteinzubeziehen. So hob sich der Mottenschrank von seiner Umgebung ab, ohne sich durch Anpassung an deren Gegebenheiten sich seiner Umgebung auch zu bedienen. Ich habe mich zu sehr auf den Moment der Irritation fokussiert, ohne zu bedenken, dass vielleicht genau das Spiel zwischen dem Gewohnten und Ungewohnten die Aufmerksamkeit der Menschen weckt. Mit dieser Strategie kann man Fragen aufwerfen und gleichzeitig den Raum daf\u00fcr schaffen, dass diese gestellt oder verhandelt werden k\u00f6nnen. Die Adressaten meines Projekts waren Passant*innen. Menschen, die sich mit unz\u00e4hligen anderen Dingen im Kopf, als dass sie jeden Moment Teil einer Vermittlungsaktion werden k\u00f6nnten, durch den \u00f6ffentlichen Raum bewegen.<\/p>\n<p>Ich bin bei meinem Projekt nicht nur zu wenig differenziert mit den Bedingungen im \u00f6ffentlichen Raum, sondern auch mit den spezifischen Eigenschaften des Objekts Mottenschrank umgegangen. Ein Mottenschrank ist in ein privates M\u00f6bel, in das man nicht einfach den Kopf hineinsteckt. Vielleicht h\u00e4tte ich mit einem gestalterischen Eingriff den Schrank entprivatisieren m\u00fcssen. So wie ich ihn ausstellte, wurde er auf den ersten Blick eindeutig als Mottenschrank und nichts anderes wahrgenommen. Das einzig Ungew\u00f6hnliche war der Ort, an welchem sich der Schrank befand. Dies ist es wohl auch, was abschliessend dazu f\u00fchrte, dass der Schrank zu wenig Neugier weckte, sich l\u00e4nger als einen kurzen Blick im Vorbeigehen mit ihm zu befassen. 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