{"id":375,"date":"2023-10-05T20:03:49","date_gmt":"2023-10-05T18:03:49","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/vermittlungdesign\/?page_id=375"},"modified":"2023-10-08T10:32:53","modified_gmt":"2023-10-08T08:32:53","slug":"im-stroh","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/vermittlungdesign\/im-stroh\/","title":{"rendered":"Im Stroh"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Eine Kooperation des BA Art Education mit dem Schweizer Strohmuseum Wohlen <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wie schmeckt Stroh? Wie verwandelt sich Stroh in filigrane Zierobjekte? Wie lebt es sich im Stroh? Welche Geschichten verstecken sich im Stroh? <br>Mit diesen und anderen Fragen setzten sich Studierende des 6. Semesters BA Art Education auseinander und entwickelten f\u00fcr das Strohmuseum analoge und digitale Vermittlungsprojekte.  Sie tauchten ein in die Welt des Strohs und suchten im Museum, im Park und in Wohlen selber das Gespr\u00e4ch \u00fcber industrielle Produktion und Handwerk, die globalen Verflechtungen und Arbeitsbedingungen, \u00fcber Mode und Konsum und nat\u00fcrlich \u00fcber Stroh. <\/p>\n\n\n\n<p>Anna-Brigitte Schlittler und Eva Wandeler, Dozentinnen<br><br> <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>STRAW LIVE<\/strong><br><strong>Kim Schwendimann<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-medienarchiv wp-block-embed-medienarchiv wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<div class=\"___madek-embed\">   <iframe loading=\"lazy\" title=\"STRAW LIVE\"   width=\"840\"   height=\"472\"   src=\"https:\/\/medienarchiv.zhdk.ch\/entries\/923a9594-ab56-4de1-a16d-f8ce849afd6d\/embedded?height=472&amp;width=840\"   frameborder=\"0\"   style=\"margin:0;padding:0;border:0;\"   allowfullscreen   webkitallowfullscreen   mozallowfullscreen   ><\/iframe> <\/div>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Mein Projekt legte den Fokus auf die Verbindung von Ort und Handwerk in Kombination mit Vergangenheit und Gegenwart. Ich habe die Geflechte aus dem Strohmuseum zur\u00fcck an Pl\u00e4tze gebracht, zu denen sie einst einen Bezug hatten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vom WOW zum OUW<\/strong><br>Das Projekt verfolgte partizipative und performative Aspekte. Die Langzeitbelichtungen zeigen bekannte Orte aus der Umgebung, und wurden oft mit eigenen Assoziationen verbunden. F\u00fcr jene, die an einem der Eventtage dabei waren, ging es vor dem Museumseingang mit einem Workshop weiter. Nun wurden nicht nur die Orte, sondern auch die Menschen miteinbezogen und Bewegungen als Lichtmalereien festgehalten. Begleitet von Wows, Uhhhs und Ahhhs. Mit simplen Mitteln konnten die Teilnehmenden begeistert und fasziniert werden.<br>Nach den lobenden Worten wollte ich das Projekt nach draussen tragen. Die Bilder sollten nicht nur im Museum h\u00e4ngen, sondern auch an viel besuchten Pl\u00e4tzen sichtbar sein, um Raum f\u00fcr Vermittlung ausserhalb zu schaffen. Motiviert besuchte ich Gesch\u00e4fte und Institutionen und wurde dann entt\u00e4uscht. \u00abOUW, wo wollen Sie hier was aufh\u00e4ngen? Sie sehen ja, dass es bei uns kein Platz hat\u00bb, ist noch freundlich ausgedr\u00fcckt, trotzdem eine direkte Abfuhr. Zum Gl\u00fcck reagierten nicht alle so, vereinzelt wurde ich mit Verst\u00e4ndnis und Freude empfangen.<br>Wie k\u00f6nnen wir als vermittelnde Personen das Umfeld aktivieren und verpflichten? Was m\u00fcssten wir machen, damit sich alle angesprochen f\u00fchlen und Teil des Projekts werden? Wo braucht es mehr Aufkl\u00e4rung und Auseinandersetzung mit der Gemeinde Wohlen?<br>Fragen, die ich mir w\u00e4hrend der Ausf\u00fchrung des Projektes gestellt habe. Wie kann es sein, dass ein positiver Konsens im geschlossenen Raum besteht, aber gleich zerf\u00e4llt, nachdem ich mich nach draussen begebe?<br><br><strong>Zwischen Austauschbed\u00fcrfnis und Autonomieverlust<br>Die Gespr\u00e4che mit den Besuchenden haben mir gezeigt, dass viel Interesse f\u00fcr das historische Erbe der Strohindustrie vorhanden ist. Es besteht ein Bed\u00fcrfnis, sich \u00fcber eigene Erfahrungen und Erinnerungen auszutauschen. Darin liegt Potenzial, sich als Kunstvermittelnde zu verwirklichen und Raum f\u00fcr Teilnahme und Austausch zu schaffen. Dass dies nicht auch ausserhalb der Museumsmauern so gut gelingt, regt zum Nachdenken an. R\u00e4ume und Institutionen geben ein gewisses Verhalten vor, wie man sich zu benehmen hat, wie man sich bewegt und was darin erwartet werden darf. Wenn diese Faktoren wegfallen, empfinden sich die Besuchenden als unwissend, und es gilt, die neuen Strukturen erst kennen zu lernen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>R\u00fcckblickend h\u00e4tte es von meiner Seite \u2013 anstatt von T\u00fcr zu T\u00fcr zu hausieren \u2013 gezieltere Methoden ben\u00f6tigt, um die Gemeinde zu aktivieren.<br>Einerseits habe ich herausgesp\u00fcrt, dass ich mit meiner Bitte in die Autonomie der Befragten eingegriffen habe. Die Bedenkzeit war kurz und endete oftmals mit einem Nein. Das h\u00e4tte vielleicht verhindert werden k\u00f6nnen, wenn ich mich mit meiner Website ausf\u00fchrlich per Mail vorgestellt h\u00e4tte. Dies h\u00e4tte erm\u00f6glicht, sich selbst\u00e4ndig und im eigenen Tempo zu informieren, um dann in Ruhe eine Entscheidung zu treffen.<br>Andererseits h\u00e4tte ich die Chance der Zeitungsannoncen nutzen k\u00f6nnen und einen Aufruf f\u00fcr Interessierte starten. Damit h\u00e4tten sich die Strohbegeisterten direkt bei mir melden k\u00f6nnen. (K)ein System f\u00fcr die Situation<br>Ich denke nicht, dass es \u00abdie\u00bb L\u00f6sung f\u00fcr solche Situationen gibt; es ben\u00f6tigt jedes Mal eine spezifische Analyse. Im Rahmen des Kooperationsprojektes habe ich gelernt, beweglich zu sein, mit Spontanit\u00e4t umzugehen und genau zu beobachten. Im Bereich der Vermittlung ist die Kommunikation einer der wichtigsten Grundlagen. Deswegen ben\u00f6tigt es eine genaue Auseinandersetzung mit der Zielgruppe, damit Kommunikationsmittel und Medien gezielt eingesetzt werden k\u00f6nnen.<br><br><br><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Sch\u00f6ner Wohlen<br>Dijana Jovicic und Johanna Wackerle<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-medienarchiv wp-block-embed-medienarchiv wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<div class=\"___madek-embed\">   <iframe loading=\"lazy\" title=\"Sch\u00f6ner Wohlen\"   width=\"840\"   height=\"472\"   src=\"https:\/\/medienarchiv.zhdk.ch\/entries\/eb8fcbcd-5bf7-4f71-a3ad-6a841986d5ee\/embedded?height=472&amp;width=840\"   frameborder=\"0\"   style=\"margin:0;padding:0;border:0;\"   allowfullscreen   webkitallowfullscreen   mozallowfullscreen   ><\/iframe> <\/div>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ein R\u00fcckblick<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Eingangsbereich<\/strong><br>Unser Projekt begann mit der Suche nach Gegenst\u00e4nden und Materialien, die einen Bezug zu Stroh haben. Wir fanden sie in Second-Hand-L\u00e4den und Online-Marktpl\u00e4tzen, etwa einen mit Stroh gef\u00fcllten Pl\u00fcschb\u00e4ren, ein Trinkglas mit Getreideprints oder Briefmarken mit Agr\u00e9ments. Das Stroh f\u00fcr unsere M\u00f6bel liehen wir uns von einem dem Museum bekannten Bauern. Dabei wurde uns bewusst, wie entscheidend eine gute Vernetzung und das Kn\u00fcpfen neuer Kontakte ist, so erhielten wir das Bier von der lokalen Brauerei Erusbacher &amp; Paul gesponsert. Wir erkannten auch, dass ein umfangreiches Angebot kostspielig sein kann und unser Budget \u00fcberschreiten w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wohnzimmer<\/strong><br>Unsere Sammlung, Projektionen und Installationen sollten Besucher:innen vielf\u00e4ltig ansprechen. Wir zeigten Projektionen zu Stroh in Form von Wort-Reimen, oder Stroh-Facts wie W\u00e4rmed\u00e4mmungsf\u00e4higkeit und eine digitale Sammlung von Strohprodukten, wie z.B. WC-Papier mit Strohanteil. Eine von uns erstellte Spotify-Playlist enthielt Songs mit dem Wort &#8222;Stroh&#8220; oder &#8222;Straw&#8220; von bekannten S\u00e4nger:innen und Bands, wie Dolly Parton, Billie Holiday, Taylor Swift, Metallica oder King Gizzard &amp; The Lizard Wizard. Unser Ziel war, eine Verbindung zwischen Handwerkskunst, Industriekultur, Alltagsleben und Geschmackskultur herzustellen und die Vielseitigkeit von Stroh als Naturmaterial, Konsumgut, Genussmittel, Industrieprodukt und kulturelles Element zu pr\u00e4sentieren. Durch verschiedene Getreideprodukte und stroh-assoziierte Esswaren lockten wir Besucher:innen an und hofften, ihre Perspektive auf dieses oft \u00fcbersehene Material zu erweitern. Mit Stroh-M\u00f6beln und Dekorationen zeigten wir die \u00e4sthetische Seite von Stroh und dessen kreative Gestaltungsm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Zusammenhang stellten wir uns die Frage: Welche Rolle spielt Vermittlung heute bei der Schaffung von Begegnungsr\u00e4umen und dem Abbau von Barrieren zwischen Besucher:innen und Kunst-\/Kulturvermittler:innen?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zimmer in den Kinderschuhen &nbsp;<br><\/strong>Wir haben nicht erkannt, dass ein Projekt bereits vor der eigentlichen Umsetzung beginnt. Ein bemerkenswertes Ereignis war der Transport eines Strohballens in den \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln von Wohlen nach Z\u00fcrich. Passant:innen waren neugierig und fragten, was wir damit vorh\u00e4tten. Obwohl wir aufgrund der begrenzten Vorbereitungszeit nicht weiter an Vermittlungsangeboten experimentieren konnten, hat diese Aktion gezeigt, dass es noch viele M\u00f6glichkeiten gibt, wenn wir gewisse Situationen bewusster betrachten. Wir haben uns auch \u00fcberlegt, wie wir Stroh st\u00e4rker nach aussen tragen k\u00f6nnten, um diversere Zielgruppen zu erreichen. Eine Idee ist, das Projekt als &#8222;Sch\u00f6ner Wohlen on TOUR&#8220; an verschiedene Orte zu bringen. Eine Performance mit Stroh in der Stadt oder ein Buch mit kurioser Bildersammlung zum Thema Stroh sind weitere M\u00f6glichkeiten. Auch die Ausweitung des Themas auf soziale Netzwerke, um Jugendliche darauf aufmerksam zu machen, k\u00f6nnte interessant sein.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zimmer mit Aussicht<\/strong><br>Es ist wichtig, vor Ort pr\u00e4sent zu sein und als Leitfiguren zu fungieren, um Hemmschwellen abzubauen. Es bedarf keiner &#8222;Expert:innen&#8220;, sondern eines aufrichtigen Interesses am Projekt, um eine erfolgreiche Vermittlung zu erm\u00f6glichen. In Museen sollte es Ansprechpersonen geben, die sich ausschliesslich der Vermittlung widmen. Unsere Aufgabe fungiert als Br\u00fccke zwischen Werken und Publikum, indem wir Begegnungsr\u00e4ume schaffen und den Besucher:innen helfen, eine pers\u00f6nliche Bindung zum Ausgestelltem herzustellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Unser Projekt hat wichtige Fragen zur Vermittlung aufgeworfen. Wir hoffen auf eine starke Ver\u00e4nderung und die Anerkennung der Bedeutung von Kunst\/Kulturvermittlung. Es ist wichtig, dass entsprechende Jobangebote geschaffen, staatlich unterst\u00fctzt und angemessen honoriert werden. Das Projekt &#8222;Sch\u00f6ner Wohlen&#8220; hat uns die M\u00f6glichkeit gegeben, der Vermittlung einen Schritt n\u00e4her zukommen und die Dringlichkeit unserer Rolle zu verstehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Letztendlich sind wir uns einig, dass Vermittlung von grosser Bedeutung ist, um einen interaktiven und inklusiven Raum zu schaffen, in dem Menschen zusammenkommen, sich austauschen und gemeinsam Kunst und Kultur erleben. Obwohl es finanzielle Herausforderungen gibt und die Realit\u00e4t f\u00fcr Museen und Kulturschaffende angespannt ist, erfordert es Kreativit\u00e4t und Ressourcen, um diese Herausforderungen zu bew\u00e4ltigen. Eine aktive Auseinandersetzung und die Suche nach L\u00f6sungen sind unumg\u00e4nglich.&nbsp;&nbsp;<br><br><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Straw Talks<br>Meryl Kureekal und Nina Tsch\u00fcmperlin<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-medienarchiv wp-block-embed-medienarchiv wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<div class=\"___madek-embed\">   <iframe loading=\"lazy\" title=\"Straw Talks\"   width=\"840\"   height=\"472\"   src=\"https:\/\/medienarchiv.zhdk.ch\/entries\/8f31ac88-578a-4fd4-9d27-7633f54f23be\/embedded?height=472&amp;width=840\"   frameborder=\"0\"   style=\"margin:0;padding:0;border:0;\"   allowfullscreen   webkitallowfullscreen   mozallowfullscreen   ><\/iframe> <\/div>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>&#8222;So wie ich eine Hose angezogen habe, setzte ich mir auch einen Hut auf.&#8220;<\/em>Strohgespr\u00e4che<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In unserer <em>StrawTalks<\/em>-Redaktion durften wir einige l\u00e4ngere Gespr\u00e4che mit \u00e4lteren Leuten f\u00fchren, die uns gerne in vergangene Zeiten mitnahmen. Wir forderten sie auf, ihre Erinnerungen auf einem Post-it festzuhalten. Schliesslich sammelten wir genau solche Anekdoten mit Gef\u00fchlen, die durch das Tragen von Strohh\u00fcten hervorgerufen wurden. Wir erlebten unsere Gespr\u00e4chspartner:innen jedoch als \u00e4usserst zur\u00fcckhaltend.<\/p>\n\n\n\n<p>Die wenigsten klickten sich durch unser Online-Magazin oder nahmen unsere Einladung an, einen Hut anzuprobieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Frage, die uns im Studium in einigen Seminare begleitet hatte \u2013 &nbsp;&#8222;Wie bringen wir die Leute ins Museum?&#8220; \u2013 &nbsp;ist so pr\u00e4sent wie noch nie.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Redaktion<\/em><\/strong><br>Die Redaktion im Strohmuseum bestand aus zwei zusammengeschobenen Tischen, auf denen ein inszeniertes Kreativchaos herrschte. Eine Auswahl an Bildern lag verstreut auf dem Arbeitsplatz, Notizzettel hingen an den W\u00e4nden. Ebenfalls zum Setting geh\u00f6rten die zwei arbeitenden Redakteurinnen. F\u00fcr uns war unsere Pr\u00e4senz klar ein Teil unserer Inszenierung, die somit performative Z\u00fcge annahm. Doch nicht alle G\u00e4ste des Museums nahmen unser Dasein als Aufforderung zur Interaktion wahr. Manche blickten uns erschrocken an und entschuldigten sich, da sie dachten, in unseren Arbeitsplatz eingedrungen zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Unser Ziel war es, mit den Besuchenden in einen Austausch zu kommen. Uns interessierten ihre pers\u00f6nlichen Meinungen und Geschichten. Wir mussten stets erkl\u00e4ren und \u00fcberzeugen, dass sie herzlich willkommen und ihre Antworten und Meinungen f\u00fcr uns wichtig sind. Der \u00dcbergang vom Erkl\u00e4ren zur Interaktion verlief meist stockend. Dadurch, dass das Strohmuseum nicht von Besuchenden \u00fcberrannt wurde, hatten wir schlechte Chancen, uns eine Routine im Vermitteln unseres Projekts anzueignen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Interaktion<\/em><\/strong><br>Doch wie animieren wir die Leute zu einer unaufgeforderten Interaktion in unserer kleinen Redaktion? Uns wurde klar, dass die Besuchenden sich eingeladen und handlungsberechtigt f\u00fchlen m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es w\u00e4re gut vorstellbar, eine klare Abgrenzung zwischen dem Arbeitsplatz, den wir als Redakteurinnen einnehmen, und dem, den die Besuchenden bespielen d\u00fcrfen, zu schaffen. Wir m\u00fcssen Wege und Ans\u00e4tze finden, die den Menschen deutlich zeigen: Das ist euer Raum, und hier ist eure Meinung gefragt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Redaktionssetting k\u00f6nnte reduziert daherkommen. Dadurch w\u00e4re mehr Platz f\u00fcr einen Handlungsraum und die Stimmen der Besuchenden vorhanden. Wir stellen uns eine minimalistische Redaktion vor, nur mit zwei Computern und zwei St\u00fchlen an einem Tisch. Daf\u00fcr k\u00f6nnte es eine gro\u00dfe pinke Wand geben, die eindeutig dazu auffordert, seine Meinung mitzuteilen.<\/p>\n\n\n\n<p>Anstatt die Museumsbesucher:innen gleich anzusprechen, h\u00e4tten wir ihnen Zeit geben k\u00f6nnen, die Fragen zu studieren und untereinander dar\u00fcber zu sprechen. Dadurch h\u00e4tten sie gemeinsam in Erinnerungen schwelgen k\u00f6nnen und m\u00fcssten nicht gleich einer fremden Person ihre Kindheitserlebnisse erz\u00e4hlen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das von uns angedachte Konzept hat f\u00fcr dieses Museum mit diesem Publikum und diesem Besucher:innenfluss nicht funktioniert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Online-Magazin<\/em><\/strong><br>Ein weiterer Punkt, der uns aufgefallen ist, betrifft das Online-Magazin, das auf einem Computer auf unserem Tisch pr\u00e4sentiert wurde. Die Besucher:innen schienen nur darauf aufmerksam zu werden, wenn wir sie ausdr\u00fccklich darauf hinwiesen. Es sah eher wie unser Arbeitsger\u00e4t aus als wie ein Ausstellungsst\u00fcck. Wir fragen uns, ob f\u00fcr das Magazin nicht ein Auftritt mit deutlicherem Ausstellungscharakter besser gewesen w\u00e4re \u2013 etwa indem der Computer auf einem weissen Sockel platziert worden w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Gezielter Einsatz von Medien<\/em><\/strong><br>Da wir keine Zielgruppenanalyse im Voraus durchgef\u00fchrt hatten, musste unser Projekt alle Altersgruppen ansprechen. Altersspezifische Vermittlung halten wir jedoch f\u00fcr notwendig, um die Besuchenden abzuholen.<\/p>\n\n\n\n<p>Deshalb hier zwei Perspektiven unseres Vermittlungsangebots f\u00fcr unterschiedliche Zielgruppen. W\u00e4hrend der Durchf\u00fchrung konnten wir feststellen, dass die Zielgruppe des Strohmuseums sich weniger f\u00fcr digitale Medien interessierte.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit diesem Wissen k\u00f6nnten wir unser Projekt folgenderma\u00dfen anpassen:<\/p>\n\n\n\n<p>Das Online-Magazin auf dem ausgestellten Bildschirm wird als komplettes Magazin ausgedruckt, damit man es in der Leseecke durchbl\u00e4ttern kann. Die Besucher:innen k\u00f6nnen so nicht Teil des Magazins werden, k\u00f6nnen sich aber \u00fcber das Gelesene austauschen und in Ruhe eigene Assoziationen reflektieren. Die pinke Wand mit &nbsp;Post-it-Zetteln w\u00fcrde bestehen bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr eine Variante, welche auf Digital Natives ausgerichtet ist, m\u00f6chten wir den Schritt wagen, <em>Straw Talks<\/em> komplett in den digitalen Raum zu verschieben. &nbsp;Dies k\u00f6nnte zum Beispiel in Form eines Instagram-Kanals geschehen, der regelm\u00e4\u00dfig mit Inhalten aus dem Magazin bespielt wird. Die Menschen k\u00f6nnen Teil des Kanals werden, indem sie auf unsere interaktiven Aufgaben reagieren. Ein Aufruf k\u00f6nnte dann eine Sammlung von Selfies mit H\u00fcten hervorbringen oder Leser:inbriefe zum Thema Hut.<\/p>\n\n\n\n<p>So selbstverst\u00e4ndlich, wie der \u00e4ltere Herr den Hut zur Hose getragen hatte, w\u00fcnschen wir uns, dass die Menschen die Museen ganz besuchen.<br><br><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Promenade d\u2019Agr\u00e9ment<\/strong><br><strong>Jo\u00eblle Desarzens<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-medienarchiv wp-block-embed-medienarchiv wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<div class=\"___madek-embed\">   <iframe loading=\"lazy\" title=\"Strohspaziergang\"   width=\"840\"   height=\"472\"   src=\"https:\/\/medienarchiv.zhdk.ch\/entries\/7a419173-bb99-4d2e-b8e1-cf398990c307\/embedded?height=472&amp;width=840\"   frameborder=\"0\"   style=\"margin:0;padding:0;border:0;\"   allowfullscreen   webkitallowfullscreen   mozallowfullscreen   ><\/iframe> <\/div>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Wie kann ich externe Personen daf\u00fcr begeistern, sich f\u00fcr mein Projekt einspannen zu lassen? Im folgenden Text reflektiere ich \u00fcber das Scheitern meiner Ursprungsidee, die Entdeckung einer gelungenen L\u00f6sung und Vermittlung, die hinter den Kulissen stattfindet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Idee<\/strong><br>Das Grundkonzept meines Projektes war, das <em>Strohmuseum im Park<\/em> aus seinen R\u00e4umlichkeiten zu l\u00f6sen und die Geschichte Wohlens da lebendig werden zu lassen, wo sie einst stattgefunden hatte. Nachts machte ich mich auf die Suche nach geeigneten Standorten f\u00fcr die Beamer, die bei Einbruch der Dunkelheit Videos der Strohindustrie abspielen sollten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>N\u00e4chtliche Bekanntschaften<\/strong><br>W\u00e4hrend meiner n\u00e4chtlichen Erkundungstour traf ich in einer privaten Siedlung auf einen Anwohner, der in seinen Garten trat um herauszufinden, wer sich hier herumtrieb. Ich f\u00fchlte mich ertappt, da ich nicht damit gerechnet hatte, jemandem zu begegnen. Ich erkl\u00e4rte, dass ich im Auftrag des Strohmuseums arbeite und ein Kunstvermittlungsprojekt in dieser Siedlung realisieren m\u00f6chte. Im Nachhinein fragte ich mich, ob ich es geschickter h\u00e4tte angehen k\u00f6nnen. Es w\u00e4re gut gewesen, einen Flyer vom Projekt dabei zu haben. Ein Flyer ist informativ, kann visuelle Ideen vermitteln und zeugt von Professionalit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zusagen einholen<\/strong><br>Zur Sicherung meiner Standorte, brauchte ich die Zusagen von Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer:innen und Anwohner:innen, in deren Fenstern ich die Beamer installieren wollte. Umgehend stellt sich mir die Frage, wie ich diese Personen am besten erreichen konnte. Ich \u00fcberlegte mir, dass ich Menschen eher von meinem Projekt \u00fcberzeugen konnte, wenn sie mich pers\u00f6nlich sehen und dem Vorhaben ein Gesicht zuordnen konnten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der Bekanntheitsvorteil<\/strong><br>Mein erster Besuch beim \u00f6rtlichen Friseursalon gestaltete sich unkompliziert. Als langj\u00e4hriger Wohlemer kannte der Salonbesitzer das Strohmuseum und er nahm sich Zeit, sich mein Projekt anzuh\u00f6ren. Obwohl mein Projekt sehr abstrakt klang, konnte ich ihm direkt zeigen und erkl\u00e4ren, wo ich den Beamer installieren wollte. Zu meiner Freude erhielt ich eine prompte Zusage, was mein Selbstvertrauen st\u00e4rkte und mich ermutigte weiterzumachen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Weiter Involvieren<\/strong><br>Es w\u00e4re spannend gewesen, den Friseursalon weiter in mein Projekt einzubeziehen, da er eine lokale Kundschaft bedient, die auch f\u00fcr das Strohmuseum von Interesse sind. Eine m\u00f6gliche Idee ist, die Fragen, die ich w\u00e4hrend des Spaziergangs diskutieren wollte, auf den Spiegeln im Salon zu notieren. Dadurch w\u00fcrde ein Dialog zwischen Kunden und Friseur:innen angeregt. Solche Gespr\u00e4che k\u00f6nnten auf das Projekt aufmerksam machen und die M\u00f6glichkeit er\u00f6ffnen, relevante Themen, wie Mode und Arbeit zu besprechen, die sowohl im Friseursalon als auch in meiner F\u00fchrung von Bedeutung sind.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wenn der Generationenunterschied sp\u00fcrbar wird<\/strong><br>Zur\u00fcck in der privaten Siedlung &#8211; wo ich nachts im Garten \u00fcberrascht wurde &#8211; versuchte ich es mit einem unangek\u00fcndigten Besuch. Eine Dame im fortgeschrittenen Alter \u00f6ffnete die T\u00fcr. Ich realisierte, dass ich mein Projekt verbal nicht verst\u00e4ndlich machen konnte. Mithilfe von Skizzen und Gesten erl\u00e4uterte ich ihr mein Vorhaben. Ich vermied Fachbegriffe und erkl\u00e4rte geduldig, bis sie es zu verstehen schien. Wieder vermisste ich ein visuelles Kommunikationsmittel. H\u00e4tte ich \u00fcber mehr Zeit verf\u00fcgt, w\u00e4re es denkbar gewesen, weitere Anwohner:innen zu mobilisieren und in einer offenen Gespr\u00e4chsrunde das Projekt zu pr\u00e4sentieren und zu er\u00f6rtern. Dadurch h\u00e4tte ich gleichzeitig mehrere Personen erreicht, und durch die Unterst\u00fctzung der Nachbar:innen w\u00e4re der \u00e4lteren Dame ein erleichterter Zugang zum Projekt erm\u00f6glicht worden. Angesichts der damaligen Abwesenheit weiterer Anwohner*innen w\u00e4re es ebenfalls eine sinnvoll gewesen, pers\u00f6nliche Briefe inklusive Flyer in die Briefk\u00e4sten zu verteilen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kontakt mit der Verwaltung<\/strong><br>Da es schwierig war, die Eigent\u00fcmer:innen einzeln zu erreichen, setze ich mich mit der Verwaltung in Verbindung. Ich traf den Verwalter der Siedlung vor Ort und besprach mit ihm mein Projekt. Ihm gefiel es, und er wollte mich unterst\u00fctzen. Er bat mich, mein Vorhaben per E-Mail zu formulieren, um es den Eigent\u00fcmer:innen zwecks Einholung ihrer Zusagen weiterzuleiten. Mittlerweile blieb lediglich eine Woche, bis zur Umsetzung der Beamer-Installation. Bedauerlicherweise erwies sich diese knappe Zeitspanne als Grund f\u00fcr die Absage der Eigent\u00fcmer:innen. Beim n\u00e4chsten Mal werde ich den logistischen Aufwand nicht untersch\u00e4tzen und gen\u00fcgend Zeit einrechnen. Einige Wochen fr\u00fcher den Kontakt zu suchen, h\u00e4tte auch mehr Beziehungsarbeit zu den aussenstehenden Personen zugelassen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Handliche L\u00f6sung<\/strong><br>Im Lauf des Versuchs, die Zusagen einzuholen, &nbsp;wurde mir bewusst, dass ich m\u00f6glicherweise nicht gen\u00fcgend Standorte finden w\u00fcrde. Fr\u00fch hatte ich zudem die Idee, den Spaziergang mit einem portablen Beamer zu erg\u00e4nzen. Mit jeder Absage gewann diese L\u00f6sung mehr an Reiz. Ich musste mich nicht auf externe Leute verlassen und hatte mehr Freiheiten mit der Standortbestimmung. Die finalen Spazierg\u00e4nge f\u00fchrte ich mit einem Akkubeamer und Reisestativ durch, die ich bequem mit mir tragen konnte. Die auf W\u00e4nde und Mauern projizierten Filme stiessen bei den Besuchenden auf grosse Begeisterung.<br><br><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Strohquellen<\/strong><br><strong>Valeria Bondar <\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-medienarchiv wp-block-embed-medienarchiv wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<div class=\"___madek-embed\">   <iframe loading=\"lazy\" title=\"Sch\u00f6ner Wohlen\"   width=\"840\"   height=\"472\"   src=\"https:\/\/medienarchiv.zhdk.ch\/entries\/7dc8c86b-d17e-4ec8-bcc7-a81b476d0c6a\/embedded?height=472&amp;width=840\"   frameborder=\"0\"   style=\"margin:0;padding:0;border:0;\"   allowfullscreen   webkitallowfullscreen   mozallowfullscreen   ><\/iframe> <\/div>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p>Ich kann mich noch an den ersten Tag des Kooperationsprojektes erinnern, als ich absolut keine Ahnung hatte, was in den n\u00e4chsten paar Monaten auf mich zukommen wird. Wir haben ein praktisch unbekanntes Handwerk kennengelernt, das gleichzeitig ein wichtiger Teil der Schweizer Geschichte ist. Unverz\u00fcglich musste ich nach \u00dcberschneidungen meiner Interessen mit dem Thema des Strohs suchen, und merkte, dass mich die Herkunft des Strohs interessiert, also buchst\u00e4blich, bei wem es in der Erde w\u00e4chst, von wem es geerntet wird und wer es bearbeitet, bis es dann in den H\u00e4nden der K\u00fcnstler:innen und Handwerker:innen landet. Also suchte ich mir eine Nische innerhalb der Nische aus, n\u00e4mlich die Landwirtschaft, die Stroh anbaut. Die meisten K\u00fcnstler:innen bauen ihr eigenes Stroh an, weshalb diese Bauernh\u00f6fe eine wahre Rarit\u00e4t sind. Schon nach kurzer Zeit verlagerte sich die Suche ins Ausland, und nach einem Meer von E-Mails entschied ich mich, alle vier Bauernh\u00f6fe zu besuchen, die ich gefunden habe.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gespr\u00e4che als Recherche<\/strong><br>Viele Aspekte der Arbeit mit Stroh wurden nur sp\u00e4rlich dokumentiert, weshalb sie wiederentdeckt und selbst aufgearbeitet werden m\u00fcssen. F\u00fcr Kunstschaffende und Landwirte ist es wichtig, ihre Arbeit und Entdeckungen zu teilen und die Materialgeschichte zu erweitern. Mit den Bauern und B\u00e4uerinnen an solch unterschiedlichen Orten gesprochen zu haben und stets freundlich willkommen geheissen zu werden, war eine viel pers\u00f6nlichere Art der Recherche als ich sie je erlebt habe. Also freue ich mich umso mehr dar\u00fcber, dass ich etwas zur Dokumentation dieses Aspektes der Arbeit mit Stroh beitragen konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch die Ann\u00e4herung an die Menschen wurde es schwieriger, strukturiert Informationen aufzunehmen; stattdessen ergaben sich viel nat\u00fcrlichere Gespr\u00e4che als die anfangs geplanten Interviews. Die F\u00fclle an Informationen aufzunehmen und in ein koh\u00e4rentes Skript zu verwandeln, war eine Herausforderung. Einerseits sollte es in ein spannendes ormat \u00fcberf\u00fchrt werden, das in ein Museum passt und Besucher:innen neugierig macht; andererseits lernte ich ganze Lebensgeschichten kennen, denen ich gerecht werden musste. Schlussendich gebe ich vor allem das wieder, was ich erlebt habe und zeige es durch die Linse des Staunens und der Wertsch\u00e4tzung.<\/p>\n\n\n\n<p>Es war von Grund auf eine ungew\u00f6hnliche Recherche, da ich zu den Quelle des Strohs ging und mir so das Wissen angeeignet habe, also war eine chronologische Repr\u00e4sentation des Erlebten die intuitivste Vermittlungsweise. Flyer, Visitenkarten, meine Notizen der Interviews und sonstiges Material habe ich im Museum an der Wand hinter dem Bildschirm aufgeh\u00e4ngt. Diese Art der Dokumentation schien mir besonders geeignet, um eine solch pers\u00f6nliche Erfahrung wiederzugeben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Reiseberichte<\/strong><br>Die Reisegespr\u00e4che, die ich mit Jo\u00eblle Desarzens im Strohmuseum durchf\u00fchren durfte, waren die perfekte Erg\u00e4nzung. Hier konnte ich frei \u00fcber die Faszinationen und Sorgen der Bauern und B\u00e4uerinnen sprechen, auf Unterschiede und Gemeinsamkeiten hinweisen und spontane Fragen des Publikums beantworten. Diese Art, mein Wissen zu pr\u00e4sentieren, hat mir gezeigt, wie viel ich innerhalb eines Monats gelernt und entdeckt habe und dass Interesse an den aktuellen Entwicklungen in diesem Handwerk besteht. Das freie Reden \u00fcber erlebte Gespr\u00e4che ist ein Format, das ich bis jetzt nicht beachtet habe. Dennoch war das Interesse des Publikums da, einer Person zuzuh\u00f6ren, die sich \u00fcber ein spannendes Thema informiert hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Kooperation des BA Art Education mit dem Schweizer Strohmuseum Wohlen Wie schmeckt Stroh? Wie verwandelt sich Stroh in filigrane Zierobjekte? Wie lebt es sich im Stroh? Welche Geschichten verstecken sich im Stroh? Mit diesen und anderen Fragen setzten sich Studierende des 6. Semesters BA Art Education auseinander und entwickelten f\u00fcr das Strohmuseum analoge und &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/vermittlungdesign\/im-stroh\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eIm Stroh\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3889,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-375","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/vermittlungdesign\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/375","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/vermittlungdesign\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/vermittlungdesign\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/vermittlungdesign\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3889"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/vermittlungdesign\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=375"}],"version-history":[{"count":15,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/vermittlungdesign\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/375\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":423,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/vermittlungdesign\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/375\/revisions\/423"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/vermittlungdesign\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=375"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}