
Der Siebtransferdruck ist ein kombiniertes Druckverfahren, das Elemente aus dem klassischen Siebdruck und dem Transferdruck verbindet. Es wird häufig für Textilien (z. B. T-Shirts, Sportkleidung), aber auch für Keramikdruck oder Tattoos eingesetzt.
Textil
Beim Siebtransferdruck für Textilien wird das Motiv zuerst auf ein spezielles Trägerpapier gedruckt und anschließend per Hitze auf das gewünschte Material übertragen.
Druck auf Transferpapier
Mit einem Sieb wird jede gewünschte Farbe nacheinander auf ein spezielles Transferpapier gedruckt.
Kleberauftrag
Auf das noch feuchte Motiv wird ein spezielles Pulver (Schmelzkleber) gestreut.
Zwischentrocknung
Das Ganze wird kurz erhitzt, sodass der Kleber aktiviert und geliert wird.
Transfer auf das Textil
Das fertige Transfermotiv wird mit einer Transferpresse unter Hitze und Druck auf den Stoff gepresst.
Abziehen des Trägerpapiers
Nach dem Pressen wird das Papier entfernt – das Motiv bleibt auf dem Textil.
Vorteile
- Sehr hohe Farbdeckung (auch auf dunklen Stoffen)
- Ideal für feine Details
- Transfers können vorgefertigt und gelagert werden
Nachteile
- Mehr Arbeitsschritte als z. B. beim Direktdruck
- Da die Druckfarbe mehr auf der Oberfläche der Textilien liegt, kann die Farbe eher abgenutzt werden
- Für Einzelstücke oft weniger wirtschaftlich
Legende / Credits zum Video
Textildruck mit Metallicfolie
Verfahren
Zuerst wird ein spezieller Kaltfolienkleber im Siebdruck auf das gewünschte Motiv aufgetragen.
Applikation
Die Metallic-Transferfolie wird auf die klebrige Schicht gepresst. Die Folie haftet nur an den bedruckten Stellen und wird danach abgezogen.
Keramik
Die Farben werden nacheinander auf ein spezielles Decalpapier gedruckt. Dabei kommen Keramikfarben zum Einsatz (mit Glasanteilen und Metalloxiden).
Aufbringen einer Trägerschicht
Eine dünne Lack- oder Filmschicht wird über das Motiv gedruckt, damit es später als Ganzes übertragen werden kann.
Wässern (Abziehen)
Das fertige Decal wird ins Wasser gelegt. Dadurch löst sich das Motiv vom Papierträger.
Positionieren auf der Keramik
Das nasse Motiv wird vorsichtig auf die glasierte Oberfläche geschoben und ausgerichtet.
Trocknen
Überschüssiges Wasser wird entfernt, das Motiv trocknet an.
Einbrennen
Die Farbpigmente verschmelzen mit der Glasur. Das Motiv wird kratzfest und spülmaschinenbeständig.
Das Ergebnis: Das Motiv sitzt nicht auf der Oberfläche, sondern ist in die Glasur eingebrannt – deshalb ist es sehr langlebig.
Vorteile
- Extrem haltbar (spülmaschinenfest, kratzfest)
- Sehr feine Details möglich
- Ideal für industrielle Serienproduktion
Nachteile
- Aufwendig (mehrere Schritte und Brennofen nötig)
- Wirtschaftlich eher für größere Stückzahlen
- Drei Brenndurchgänge nötig
Artikel und Anleitung zu Keramikdruck
Temporäre Tattoos
Unter temporären Tattoos versteht man Lacktransfers, die auf die Haut aufgeklebt werden können. Bei Lacktransfers wird besonderes Augenmerk auf ihre Zulassung bzw. Eignung für die kosmetische Anwendung gelegt. Auf ein spezielles Decalpapier können einzelne Farbschichten gedruckt werden, die am Schluss mit dem Dispersions-Haftklebstoff KIWOPRINT® TATTOO D 167 überdruckt werden






