
Für die Schablonenherstellung können entweder manuelle, beziehungsweise Schnittschablonen oder Direktschablonen im fotomechanischen Prozess verwendet werden. Die Herstellung der Schablone erfordert Zeit und eine sorgfältige Herstellung. Das Druckergebnis hängt weitgehend von der Qualität der Schablone ab.
Manuelle Schablone / Schnittschablone
Mit einem Cutter oder Skalpell schneidest du die Bereiche aus Papier oder Klebefolie aus, durch die später Farbe soll. Sehr gut eignet sich Zeitungspapier. Die fertige Druckschablone kann entweder direkt auf die Druckseite des Siebes geklebt werden oder direkt auf das zu bedruckendes Material gelegt werden. Beim ersten Druckdurchgang klebt die auf das Material gelegte Schablone durch die Farbschicht am Sieb.
Direktschablone / Fotomechanische Schablone
Das Gewebe des Siebes wird mit einer Fotoemulsion beschichtet und danach mit der Motivvorlage belichtet. Als Sensibilisatoren für die Lichtempfindlichkeit wird der Emulsion Diazo beigemischt. Dieses System ist umweltfreundlich.
Anleitung
Sieb Entfetten
- Mit weisser Entfetterbürste und Entfetter reinigen
- Auswaschen mit Brause oder Hochdruck
Trocknen
- Trockenschrank einschalten, Temperatur ideal zischen 28° und 32°
- Sieb mit Druckseite nach oben 10 Min. im Trockenschrank in der untersten Schublade
Beschichten
- Rakelseite einmal mit passender Beschichtungsrille beschichten
- 2 Fingerbreit vom Rand entfernt
Belichten
- Glas der Belichtungsanlage gründlich mit Glasreiniger und Glasreinigungstuch reinigen
- Druckseite des beschichteten Siebs nach oben auf das Gummituch legen
- Vorlage spiegelverkehrt, mittig auflegen
- Es braucht mindestens 2 Fingerbreit Platz oben, unten und auf beiden Seiten für die Farbruhe und die Rakel
- Klammern und Vorhang schliessen
- Belichtungsvorgangsautomatik Programm 1 starten
Entschichten
- Handschuhe und Schutzbrille anziehen
- Mit der grünen Entschichtungbürste und Entschichter so lange einbürsten bis sich die Schicht löst
- Mit Brause und am Ende mit Hochdruck ausspülen










