{"id":13055,"date":"2024-11-25T09:10:12","date_gmt":"2024-11-25T08:10:12","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/werkstattlehre\/?p=13055"},"modified":"2024-11-25T09:10:12","modified_gmt":"2024-11-25T08:10:12","slug":"trocknung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/werkstattlehreenglish\/2024\/11\/25\/trocknung\/","title":{"rendered":"Trocknung"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Massen bzw. Tone werden w\u00e4hrend der Formgebung in plastischem oder fl\u00fcssigem Zustand verarbeitet. Nach der Formgebung hat das Anmachwasser seine Funktion verloren. Es muss durch eine langsam und gleichm\u00e4ssig verlaufende Trocknung restlos ausgetrieben werden. Erst wenn das geformte Objekt komplett trocken (knochentrocken) ist, kann es gebrannt werden.<\/h4>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Trocknungsphase<\/h4>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Der \u00dcbergang vom lederharten zum trocknenen Zustand darf nicht untersch\u00e4tzt werden. Ton zieht sich beim Trocknen zusammen. Damit er schwinden bzw. schrumpfen kann, muss das Objekt auf einer flexiblen Unterlage (Zeitung, Plastik, Tuch) stehen.<\/li>\n\n\n\n<li>Das Wichtigste beim Trocknen: Das Objekt muss gleichm\u00e4ssig getrocknet werden (d\u00fcnne Teile trocknen schneller und dicke langsamer, dies f\u00fchrt zu Spannung im Objekt und kann Risse bilden.)<\/li>\n\n\n\n<li>Je gr\u00f6sser ein Objekt, desto langsamer muss es trocknen.<\/li>\n\n\n\n<li>Zugluft oder Sonneneinstrahlung k\u00f6nnen zu einseitigem Trocknen und dadurch zu Verzug oder Rissbildung der Objekte f\u00fchren.<\/li>\n\n\n\n<li>Objekte auf einer flexiblen Unterlage mit einem Tuch zugedeckt von der Sonne gesch\u00fctzt in einen eher k\u00fchlen Raum stellen.<\/li>\n\n\n\n<li>Wenn das Objekt schon zu trocken ist, um es weiterzubearbeiten, gibt es kein Zur\u00fcck mehr. Der Ton m\u00fcsste wieder den kompletten Zyklus erneut durchlaufen. Kurzgefasst: Es gibt kein zur\u00fcck, nur ein vorw\u00e4rts.<\/li>\n\n\n\n<li>Wird ein lederhartes Objekt gut eingepackt (mit einem trockenen Baumwolltuch und Plastikfolie), l\u00e4sst es sich so \u00fcber Wochen problemlos feucht halten.\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li>Wird das Objekt nur mit einer Plastikfolie zugedeckt, bildet sich Kondenswasser.\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li>Wird das Objekt mit einem feuchten Tuch und Plastik zugedeckt, zerf\u00e4llt es, da sich zu viel Feuchtigkeit ansammelt.\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Ged\u00e4chtnis des Tones<\/h4>\n\n\n\n<p>Wenn krumm geformte Objekte im lederharten Zustand rund gedr\u00fcckt werden, k\u00f6nnen sie nach dem Glasurbrand gleichwohl krumm aus dem Ofen kommen. Dichtbrennende Massen wie Porzellan oder Steinzeug Tone neigen wegen der grossen Brennschwindung h\u00e4ufig zu diesem Fehler.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Gut zu wissen<\/h4>\n\n\n\n<p>Wird mit Porzellan gearbeitet, m\u00fcssen all diese Regeln \u00e4usserst gut ber\u00fccksichtigt werden. Porzellan ist die schwierigste und heikelste Tonmasse und deshalb sehr anf\u00e4llig f\u00fcr Rissbildung und Verzug beim Brennen. Jede Delle, die das Objekt im lederharten Zustand bekommt, wird sich w\u00e4hrend dem Glasurbrand noch deutlicher zeigen.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Checkliste Trocknen<\/h4>\n\n\n\n<p><strong>Erkennungsmerkmale, dass dein Objekt trocken ist<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Farbe (hell)<\/li>\n\n\n\n<li>Temperatur (nicht mehr kalt)<\/li>\n\n\n\n<li>Puderig-staubige Oberfl\u00e4che<\/li>\n\n\n\n<li>Klang (es klingt hohl)<\/li>\n\n\n\n<li>Gewicht (es ist leichter)<\/li>\n\n\n\n<li>H\u00e4rte (es ist nicht mehr formbar)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Was tun, damit\u2026<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>frisch geformte Objekte nicht (aus)trocknen:<\/strong>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>In ein Tuch und Plastik verpacken<\/li>\n\n\n\n<li>In den Feuchtraum stellen<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n\n\n\n<li><strong>sie langsam und gleichm\u00e4ssig trocknen:<\/strong>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Keine Zugluft\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li>Gut zudecken (mit Tuch und Plastik)<\/li>\n\n\n\n<li>Auf atmungsf\u00e4hige Unterlage stellen (insbesondere bei Objekten mit einer grossen Standfl\u00e4che)<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n\n\n\n<li><strong>wenn\u2019s pressiert und die Trocknung forciert werden muss:<\/strong>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Das Objekt zugedeckt mit einem Tuch in einen warmen Raum stellen\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li>Anf\u00f6hnen aber nicht ausf\u00f6hnen<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Trocknungsfehler und ihre Ursachen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Risse:<\/strong>\u00a0zu schnelles und unregelm\u00e4ssiges Trocknen, zu dick geformt, einseitige Trocknung<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Verziehen der Objekte:<\/strong>\u00a0krumme Unterlage, einseitige Luftstr\u00f6mung oder W\u00e4rmestrahlung, sehr trockene Luft<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Massen bzw. Tone werden w\u00e4hrend der Formgebung in plastischem oder fl\u00fcssigem Zustand verarbeitet. Nach der Formgebung hat das Anmachwasser seine Funktion verloren. Es muss durch eine langsam und gleichm\u00e4ssig verlaufende Trocknung restlos ausgetrieben werden. Erst wenn das geformte Objekt komplett trocken (knochentrocken) ist, kann es gebrannt werden. 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