Evaluation des Projekts „Bündnis KulTür auf!“
Oktober 2013 – Juni 2014
Das Projekt „Bündnis KulTür auf!“ des Trägers „JugendtheaterBüro Berlin / Initiative Grenzen-Los! e.V.“ adressiert etablierte Berliner Kulturinstitutionen (derzeit Theater) mit der Forderung nach Zugang und Mitspracherecht für Jugendliche „aus sozialen Brennpunkten“. Zu den Aktivitäten des Vereins gehört auch das Jugendtheaterfestival „Festiwalla“, welches von Jugendlichen umgesetzt wird und 2013 bereits zum dritten Mal im Haus der Kulturen der Welt gesellschaftliche Fragen von Bildung mit künstlerischen Mitteln verhandelt.
Das IAE wurde mit der Evaluation des Projekts vom Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung beauftragt. Verantwortlich für die Evaluation sind Anna Chrusciel und Sascha Willenbacher.
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Evaluation of the Project „Bündnis KulTür auf!“
October 2013 – June 2014
The project „Bündnis KulTür auf!“ initiated by the „JugendtheaterBüro Berlin / Initiative Grenzen-Los! e.V.“ addresses established cultural institutions in Berlin (actually theatres) to claim inclusion and a right of contribution and participation for young adults from „deprived areas“ . The activities oft he organization includes also the youth theatre festival „Festiwalla“, which is realized by the young adults themselves. It took place in 2013 for the third time at the Haus der Kulturen der Welt and deals with societal questions on education using artictic approaches.
The IAE is commissioned by the Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung to evaluate the work of the organisation. Responsible for the evaluation are Anna Chrusciel and Sascha Willenbacher.
Der Salon für kritische Kunstvermittlung ist eine Reihe, die sich der Auslotung von gesellschafts- und institutionskritischen Positionen in der Kunstvermittlung widmet. Vermittler_innen, die sich kritisch verstehen, werden eingeladen, sich über Praxisbeispiele und Theorie auszutauschen, zu diskutieren und der Vereinzelung im Feld etwas entgegen zu setzen. Der Kunstbetrieb wird dabei als ein von Machtverhältnissen durchdrungenes Feld begriffen, in dem sich kritische Kunstvermittlung eine eigenständige Position erkämpfen muss. In den meisten Ausstellungshäusern ist die Vermittlung/die Pädagogik dem Kuratorischen nachgeordnet. Obe es sie überhaupt gibt, wird von Kurator_innen oder Geschäftsführer_innen entschieden und hängt somit von deren Selbstverständnis ab.
Das IAE (Institute for Art Education) – Filiale Berlin freut sich die Arbeit des Salons im Jahr 2013 unterstützen zu können und lädt interssierte Vermittler_innen herzlich zur Diskussion und zum Austausch ein.
Konzept: Nanna Lüth, Sandra Ortmann, Maren Ziese
Mailingliste für kritische Kunstvermittlung:
http://de.groups.yahoo.com/group/kritischekunstvermittlung
3. Salon für kritische Kunstvermittlung
Welche Vielfalt? Migration und Diversität in der Vermittlungsarbeit des Jüdischen Museums
Sa, 2. November 2013, 15 Uhr im Jüdischen Museum Berlin
Der 3. Salon für kritische Kunstvermittlung lädt ein zum Besuch des Jüdischen Museums Berlin, das sich seit 2001 für Vielfalt und Toleranz engagiert und intensive Vermittlungsarbeit leistet. Die jüngst neu eröffnete Akademie des Jüdischen Museums soll in diesem Sinne Forschung und den interkulturellen Austausch vertiefen. So heißt es „Mit der Akademie erweitert das Jüdische Museum Berlin das Spektrum seiner Aktivitäten um Programme zu Migration und Diversität, die eine Plattform für die Auseinandersetzung mit Deutschland als Einwanderungsland und der damit verbundenen Pluralisierung der Gesellschaft bieten. Ein besonderer Fokus liegt auf der Stärkung von Minderheitenbeziehungen. In diesem Zusammenhang ist u.a. der Aufbau eines islamisch-jüdischen Forums geplant.“
Mit freundlicher Unterstützung des Institute for Art Education, Zürcher Hochschule der Künste und der Stiftung Jüdisches Museum Berlin Programm und weitere Informationen als PDF.
2. Salon für kritische Kunstvermittlung
Das Arbeitsfeld Kunstvermittlung im Widerstreit: Strukturen, Aufgaben, Entlohnung, Qualität, Verbündete
So, 26. Mai 2013, 15 Uhr. Haus am Lützowplatz, Berlin/Tiergarten
Was ist eigentlich gute Vermittlung und welche Bedingungen braucht sie? Welche Maßstäbe gelten dabei? Mit Fragen nach professioneller Qualität und entsprechenden Arbeitsbedingungen sehen sich Akteur_innen im Feld der Kunstvermittlung immer wieder konfrontiert. Der 2. Salon für kritische Kunstvermittlung diskutierte über die Qualität des Arbeitsfeldes und Anwendungsmöglichkeiten der kürzlich erschienenen Online-Publikation Zeit für Vermittlung in großer Runde.
Mit Unterstützung des Institute for Art Education, Zürcher Hochschule der Künste sowie vom Haus am Lützowplatz, Fördererkreis Kulturzentrum Berlin e.V.
Programm und weitere Informationen als PDF.
1. Salon für kritische Kunstvermittlung
Eine fragmentarische Debatte über die Vielleicht Vermittlung der dOCUMENTA (13) mit Einblicken in aktuelle Publikationen
Sa, 23. Februar 2013, 18 Uhr. Haus am Lützowplatz, Berlin/Tiergarten
Die künstlerische Leitung der dOCUMENTA (13) stellte im Sommer 2012 das Vielleicht vor die Vermittlung und beauftragte Menschen aus verschiedenen Berufsgruppen aus Kassel mit den Rundgängen/Führungen durch die Ausstellung. Aus ihrem spezifischen Blickwinkel sollten die sogenannten Worldly Companions ‚weltgewandt‘ über die installierte Kunst und Nicht-Kunst sprechen. Ist dies die häufig von Vermittler_innenseite geforderte Öffnung der Institution oder impliziert dies vielmehr eine Infragestellung des Arbeitsfeldes der Kunstvermittlung? Die Vermittlung der vorangegangenen documenta 12 (2007) hatte eine starke Reflexivität in der Vermittlung und eine Professionalisierung des Arbeitsfeldes gefordert.
Ayce Gueleç, Nanna Lüth, Sandra Ortmann, Nora Sternfeld und Maren Ziese stellten Kurzbeschreibungen des Arbeitsfeldes und seine Verschiebungen zur Debatte. Programm und weitere Informationen als PDF.
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Salon for critical art education
The “Salon for critical art education” is a series of talks and debates, which dedicates itself to the exploration of positions of societal and institutional critique within the field of art education. Artist educators, who position themselves as being critical, are invited to discuss practical and theoretical approaches, to exchange their perspectives and to contribute against the isolation within the field. The art business is perceived as a field within different power structures, where a critically informed art education needs to fight for a position.
The Institute for Art Education Berlin is happy to support the activities of the Salon in 2013 and invites all practitioners to participate in the debate and exchange.
Mailinglist for critical art education:
http://de.groups.yahoo.com/group/kritischekunstvermittlung