Ein Designwürdigungsautomat für die ZHdK

Vor knapp vier Wochen hat das Museum für Gestaltung einen von John Emerson geschriebenen Twitterbot namens MuseumGestaltungBot bekommen, der mehrmals täglich ein Foto eines Objekts aus dem Museumsarchiv twittert und zu einer Seite mit Detailinformationen verlinkt. Ich habe dem Museumsbot einen Fanbot namens MuseumGestaltungFan zur Seite gestellt, dessen Aufgabe es ist, alles zu loben, was MuseumGestaltungBot twittert.

Screen Shot 2015-06-10 at 10.49.18

Vorbilder für diese Idee sind @MuseumBot und @AppreciationBot des Metropolitan Museum of Art, auf die ich durch einen Beitrag im Blog #algopop aufmerksam geworden bin.

Das Twitter-Icon von MuseumGestaltungFan ist nur eine Notlösung, weil ich nichts von Grafik verstehe. Wie man hört, gibt es in der ZHdK aber Menschen, die sich damit auskennen. Falls sich jemand berufen fühlt, den Fanbot mit einem schöneren Logo zu versehen, würde ich mich freuen.

Ich ziehe mich jetzt erst mal in die Bibliothek zurück, um dort aus der Fachliteratur die Kunst des Lobens von Design zu erlernen.

Der rege Fluss der Kommunikation

In diesem Blog sind die Zeilen zu lang.
Aber das ist nicht so schlimm, denn
Für solche Probleme ist ja die Lyrik erfunden worden.

Lyrik über die Kaskade zum Beispiel
Wo es gerade um Hongkong geht
Auf bunten Post-its.
Als eine sinnvolle Form der Unterstützung, steht da
Erachten wir einen regen Kommunikationsfluss zu ermöglichen
Bei dem so viele Leute wie möglich erfahren
Was in Hong Kong geschieht.
Darum solidarisieren wir uns
Mit der Post-it-Wand im Toniareal
Und auf Socialmedia-Plattformen.

Die Kunst ist nämlich in the best case revolutionary.
Steht da, und I lov the Wörld.
TIER SIND BESSER ALS MÖNSCHE
Ejakulierende Penisse gibt es und
read judith butler – das unbehagen der geschlechter.
Wo ist der Raum mit den vielen Toiletten?

Alles ist jetzt!
Corina wo bist du ???
Jacky isch die geilst !!!

Dance 4-ever Ballett 4-ever
TANZ Akademie Zürich 4-ever
Tanz Akademie Zürich  Forever 

Keaschtin Julitschka Clea 
Alex Lea Sam Vania 
ANJA I WOT ÄS CHIND (ODER 2) (ODER Ä JUDAS) VO DIR!! 

Ihr Entwurf ist super aber!
Fühle das Gebäude so
Rettet das Nägeli-Hus in Zürich!
Winter is coming #GOT

Ob die Leute in Hongkong auch finden
Dass Jacky die geilst isch
Dass das Nägeli-Hus in Zürich gerettet werden muss
Dass Tier besser sind als Mönsche
Das weiss man nicht genau.
Aber man kann es auch nicht kategorisch ausschliessen.

Gattungstexte zum Toni: der Song

Der Song (Jessica Hornung)

Kunst, Kultur und Design,
das wirst du in Zukunft sein.
Oh Toni, oh Toni, oh Toni.

Doch einst sah es anders aus,
Milch und Co kamen heraus,
Du gabst Joghurt den Massen,
dann fingen sie an dich zu hassen.
Jahrelang warst du allein,
ab September erstrahlt dein Schein.

Kunst, Kultur und Design,
das wirst du in Zukunft sein.
Oh Toni, oh Toni, oh Toni.

Höfe erhellen deine Hallen,
Studenten könnten auf deinen Treppen fallen,
wo einst Milchproduktion war,
ist jetzt eine coole Bar.
Bewohnt werden bald deine Mauern,
es wird ja nicht mehr so lang dauern.

Kunst, Kultur und Design,
das wirst du in Zukunft sein.
Oh Toni, oh Toni, oh Toni.

Aus Fabrik, grau und alt,
wird für die Kunst ein Halt.
ZHdK endlich vereint,
damit die Kreativität keimt.

Kunst, Kultur und Design,
das wirst du in Zukunft sein.
Oh Toni, oh Toni, oh Toni.

Gattungstexte zum Toni: der Liebesbrief

Der Liebesbrief (Sabrina Barbieri)

Mein geliebter Toni.
Ich weiss gar nicht wo ich beginnen soll, doch es wird Zeit, dass ich Dir mitteile, wie ich für Dich empfinde. Als ich Dich das erste Mal in den riesigen Hallen des Toni-Areals erblickte, wusste ich, Du bist der Richtige. Meine andere Hälfte, meine Vollendung. Ich, in Mitten aller anderen, einer undifferenzierten Masse. Du, so sauber glänzend und strahlend, einfach der Schönste. Wie sehr ich doch hoffte, wir würden uns bald kennenlernen. Einen Tag später wurde ich in eine andere Produktionshalle geschoben, was meine Hoffnung auf ein Wiedersehen augenblicklich vernichtete. Während des folgenden Fermentierungsprozesses war mir eine Woche lang übel, ich vermisste Dich so sehr. Doch es konnte nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir uns gesehen hatten. Und da, am Montag vor zwei Wochen endlich, wurdest Du auf dem Laufband unter mich befördert. Langsam wurde ich durch die Abfüllschleuse gedrückt und flutschte in Dich. Wie wunderbar. Wir waren endlich vereint, ich in Dir. Du Deckel drauf und geschlossen. Ich wollte Dir nur sagen, wie sehr ich die Zeit im Kühlregal mit Dir geniesse.
Dein Joghurt