Arbeiten aus dem Propädeutikum: «Tonis Pflanzenwelt»

Sina Oberholzer hat ihr Propädeutikums-Projekt im Bereich Bild dazu genutzt, um sich mit der Technik des detailgenauen Abzeichnens vertraut zu machen: «Kein anderer Gegenstand im Toni hat sich besser dafür angeboten als die Pflanzen auf der Dachterrasse – obwohl ich mit Botanik sonst nichts am Hut habe.» So entstanden die Detailzeichnungen im Format A4 mit Bleistift, Aquarell und Tintenroller. Wie schon ihrer Kommilitonin Flavia Korner fiel es Sina Oberholzer leichter, mit Fotografien der Gegenstände zu arbeiten: «Das Zeichnen vor Ort war schwierig, weil meine Objekte durch Wind, Licht und Schatten einer ständigen Veränderung unterworfen waren …»

Sina Oberholzer, die sich eher als Hobbyzeichnerin versteht, wird sich an der ZHdK für den Studiengang BA Vermittlung von Kunst und Design bewerben.

 

Zum Hintergrund: Studierende aus dem Propädeutikum thematisieren den Campus Toni

 

Arbeiten aus dem Propädeutikum: «Tonis Tanz»

Florence Schreibers Arbeit aus dem Propädeutikums-Bereich Bild widmet sich dem Tanz am Toni-Campus. Die Studierende, die nebenberuflich selbst Ballett und Modern Dance tanzt , fand «den Gegensatz der dünnen, filigranen Tänzer zum klobigen Toni» auf Anhieb reizvoll für die künstlerische Auseinandersetzung. Florence Schreiber hat sich in den Tanzunterricht setzen dürfen und zunächst viel abgezeichnet. «Im ersten Schritt habe ich Körperstudien [Bilder 8–12] auf DIN A3-Format angefertigt, um zu lernen, wie man Fuss und Haltung der Tanzenden stimmig setzt.» Erst dann entstand die Idee zu den Kalligrafischen Arbeiten (DIN A4, Bilder 1–7): «Ich wollte mich noch intensiver mit dem Thema Bewegung auseinandersetzen und merkte, dass Kalligrafie die passende Technik für die feinen Bewegungen und eine Darstellung dieser dekorativen Sportart ist. Der Pinselstrich bringt die Bewegung ins Bild.»

Florence Schreiber fasziniert sich für Theater, Tanz und das Gestalterische gleichermassen und hat im Propädeutikum für sich herausfinden können, dass sie in einem Szenografie-Studium die drei Interessen auf ideale Weise kombinieren könnte.

 

Zum Hintergrund: Studierende aus dem Propädeutikum thematisieren den Campus Toni

Arbeiten aus dem Propädeutikum: «Baustellen im Toni-Areal»

Die Propädeutikum-Studierende Flavia Korner hat ihrer Arbeit den Titel «Baustellen im Toni-Areal» gegeben. Die DIN A5-Zeichnungen sind mit schwarzem Kugelschreiber angefertigt – ein neues Medium für Flavia Korner, die eher mit Bleistiftzeichnungen vertraut ist. Ihre Zeichnungen zeigen fast schon Vergessenes: unterschiedliche Stadien bestimmter Baustellen innerhalb des Toni-Areals. «Als wir ins Toni eingezogen sind, gab es noch viele Baustellen. Ich fand es interessant, in meinen Bildern etwas festzuhalten, was wenige Wochen oder Tage später weg sein würde. Ich habe mir dann vier verschiedene Motive ausgesucht und diese Orte einmal pro Woche über vier Wochen hinweg besucht und fotografiert. Dabei habe ich meinen Standort jedes Mal nur minimal verändert.» Diese kleinen Verschiebungen der Perspektive vermitteln sich auch auf den Bild-Paaren und öffnen jeweils ein neues Sichtfeld.

Ihre Zeichnungen hat sie auf Basis der Fotografien angefertigt. Ein Vorgehen, das sich – anders bei Objekten wie Menschen, Tieren und Pflanzen – für die Darstellung von Dreidimensionalität anbietet, da auf den Fotos Schatten und Linien viel kontrastierter hervortreten. «Jedes Motiv hatte seine eigene 3-D-Herausforderung: einmal war es die Signaletik, dann eine Wand, ein anderes Mal eine Säule …»

Flavia Korner wird sich an der ZHdK und in Luzern für den Studiengang Scientific Visualization bewerben.

 

 

Zum Hintergrund: Studierende aus dem Propädeutikum thematisieren den Campus Toni
Arbeiten anderer Propädeutikum-Studierender:
How to Toni
Auf den zweiten Blick
Wenn uns Fenster verwirren
Fotografien (ohne Titel)
Die Tonis
Begegnungen im Toni-Areal
Mit dem zweiten Blick
Spiegelungen – Figuren – Ebenen
Into Toni

 

Arbeiten aus dem Propädeutikum: «Auf den zweiten Blick»

A.s Arbeit aus dem Propädeutikums-Bereich Bild trägt den Titel «Auf den zweiten Blick» (DIN A4). Der Umgang mit Tusche war eine neue Erfahrung für sie: «Bisher habe ich immer einfache Strichzeichnungen mit dem Bleistift gemacht. Für dieses Projekt wollte ich mich einmal an das Zeichnen mit einem permanenten Medium wie Tusche herantasten.»

Ganz intuitiv zeichnete sie zunächst architektonische Elemente des Toni-Areals in verschiedenen Perspektiven, bald jedoch merkte sie, dass es sie nicht ausreichend reizte, rein technisch-architektonische Abbildungen zu erstellen. «Also versuchte im zweiten Schritt, das Gebäude mit seinen Bewohnern zu kombinieren … Ich wollte das tägliche Leben einfangen.» So zeigen die Motive die Tramhaltestelle (1), die Kaskade (2), die Mensa (3), den Arbeitsraum der Studierenden in Animation (4), die Eingangshalle (5), eine Ecke in der Nähe der Ausleihe (6) und die Bahn. «Immer aber mischt sich in meinen Bildern Fiktion unter die realen Orte».

Für A. fühlt sich der neue Ort sehr viel mehr nach einer Kunsthochschule an als die ehemalige Niederlassung des Propädeutikums. Sie profitiert nicht nur von den grosszügigen Räumlichkeiten und der guten Ausstattung, sondern auch von der Nachbarschaft zu anderen Departementen: «Man läuft sich leicht über den Weg, kommt schnell ins Gespräch und ausserdem kann ich mir einen viel besseren Eindruck verschaffen von dem, was die anderen so tun!» Das hilft ihr bei ihrer aktuellen Entscheidung über das zukünftige Studienfach: Scientific Visualization, Fine Arts oder ein Anknüpfen an ihre alten Studienfächer Archäologie und Anthropologie.

 

Zum Hintergrund: Studierende aus dem Propädeutikum thematisieren den Campus Toni
Arbeiten anderer Propädeutikum-Studierender:
Wenn uns Fenster verwirren
Fotografien (ohne Titel)
Die Tonis
Begegnungen im Toni-Areal
Mit dem zweiten Blick
Spiegelungen – Figuren – Ebenen
Into Toni

Arbeiten aus dem Propädeutikum: «Wenn uns Fenster verwirren»

Auch die Propädeutikums-Studierende Coralie Spätig hat sich für eine Arbeit im Bereich Bild entschieden. «Wenn uns Fenster verwirren» besteht aus elf Aquarellen und 8 Bleistiftzeichnung im DIN A4-Format. «Bei einem Rundgang ist mir aufgefallen, dass es ungewöhnlich viele Spiegelungen im Toni-Areal gibt, sowohl innen als auch aussen.» Weil Coralie Spätig sich beschränken wollte und musste, entschied sie sich dafür, lediglich von aussen aufs Toni zu gucken. «Die Auswahl von vier Bildern für den Toniblog zeigt jeweils eine andere Perspektive: Von ganz nah, von weit weg …»

Zwar hat sie schon durch ihre gestalterische Matura reichlich Erfahrung mit der Aquarelltechnik – die Abbildung von Spiegelungen jedoch war ein ganz neues Thema. «Zu Beginn des Malprozesses zeichnete ich immer alles ganz detailliert von den Fotos ab, die ich zuvor von den Spiegelungen aufgenommen hatte. Aber das ist nicht so lebendig geworden. Dann bin ich dem Rat meiner Dozenten gefolgt und habe direkt vor Ort gezeichnet. Das war eine tolle Erfahrung! Da erst habe ich gemerkt, dass ich Dinge im Bild weglassen darf. Und mit einem Mal konnte man auf meinen Aquarellen viel besser erkennen, was hinter und was vor der Spiegelung liegt.»

Coralie Spätig geniesst den Umstand, sich im Propädeutikum voll und ganz auf die Kunst konzentrieren und eigene Schwerpunkte setzen zu können. So gut, dass sie fest vorhat, sie für das Studienfach Scientific Visualization zu bewerben.

 

Zum Hintergrund: Studierende aus dem Propädeutikum thematisieren den Campus Toni
Arbeiten anderer Propädeutikum-Studierender:
Fotografien (ohne Titel)
Die Tonis
Begegnungen im Toni-Areal
Mit dem zweiten Blick
Spiegelungen – Figuren – Ebenen
Into Toni

Arbeiten aus dem Propädeutikum: «Spiegelungen – Figuren – Ebenen»

Die Arbeit «Spiegelungen – Figuren – Ebenen» (Öl auf Leinwand, 40 x 50 cm) von Lisa Küenzi stammt aus dem Propädeutikums-Bereich Bild, wo die Studierenden zwischen Fotografie und Illustration wählen können: «Dass ich malerisch arbeiten würde, stand ausser Frage. Ich habe dann erst einmal mit der Kamera unterschiedliche Eindrücke festgehalten. Und merkte dann: die Bilder ähneln sich.» Mittels der Fotografie filtert sich für Lisa Küenzi heraus, dass sie sich für die Spiegelung und Reflexion von Licht und Figuren fasziniert, die sich durch die zahlreichen geometrischen Flächen und Glasscheiben des Gebäudes ergeben.

Sie sucht sich drei Fotografien aus – und los ging´s. «Das erste Bild ging mir sehr locker von der Hand, vermutlich weil mir die geometrischen Formen leicht fallen. Beim mittleren Bild habe ich lange mit der Farbe gekämpft – ursprünglich giftgrün. Und beim letzten Bild ist es mir sehr schwer gefallen, die Reflexionen so abzubilden, dass der Betrachter versteht: Dieser Mensch schwebt nicht, sondern es handelt sich um eine optische Täuschung .» Lisa Küenzi freut sich über das Ergebnis ihrer Mühen, doch bei der bildenden Kunst will sie nicht bleiben. Lieber würde sie einen Studienplatz im Bacherlor Art Education ergattern.

Bild 01

 

Zum Hintergrund: Studierende aus dem Propädeutikum thematisieren den Campus Toni
Arbeiten anderer Propädeutikum-Studierender
Into Toni
Mit dem zweiten Blick

 

Studierende aus dem Propädeutikum thematisieren den Campus Toni

«Thematisiert den Campus Toni!». So lautete die Aufgabenstellung an die Studierenden des Gestalterischen Propädeutikums für das Schlussprojekt in ihrem zweiten Semester. Im zweiten Semester können die Schnupper-Studierenden die von ihnen angestrebte Studienrichtung vertiefen – und so stammt die Auswahl von Arbeiten, von denen hier wöchentlich zwei gezeigt werden, aus den Bereichen Bild, Objekt/Raum, Visuelle Kommunikation, Film/Foto sowie Digitale Medien. Die Studierenden stellten ihre Arbeiten binnen vier Wochen fertig.