Upcoming


 

June 5, 2019, Toni Areal 5.K10, 6 pm

Lena Maria Thüring

Zürich/Basel

Future Me. Erinnerung, Narration, Fiktion – Screening und Talk

Lena Maria Thüring, HOW T DECIDE WHAT TO DO WITH YOUR LIFE, 2016

Lena Maria Thüring interessiert sich für Mechanis¬men der Identitätsbildung und Kommunikation, der Ausbildung kollektiver Erinnerungskulturen und deren Verankerung in gesellschaftlichen Systemen. Über Fotografie, Video, Ton und Installation nähert sie sich den persönlichen Geschichten von Personen oder Gruppen und ihrer Umgebung. Vom anfänglichen Gespräch im privaten Rahmen bis hin zum Endprodukt finden mehrere mediale Übersetzungen statt, mit Hilfe derer die Erinnerungen von einer individuellen Biografie gelöst und stattdessen in ihrer sozialen und politischen Struktur beleuchtet werden. Oftmals trennt Thüring dazu gesprochene Erzählungen von Körper und Stimme der Sprechenden und erzeugt dadurch einen Riss zwischen Sehen und Hören, Identität und Biografie. Thürings Werke verknüpfen so persönliche Erlebnisse mit allgemeineren Vorstellungen von Wahrnehmung und Erinnerung. Sie drehen sich immer wieder um die Frage, wie erinnert wird, wie Erinnerungen zu Sprache werden.

Wir zeigen Ausschnitte aus den Filmen «Future Me» (2015) und «How to decide what to do with your life» (2016) und sprechen mit Lena Maria Thüring darüber, wie und ob sich Biografien kollektivieren lassen, wo die Grenzen zwischen Dokumentation, Inszenierung und Fiktion verlaufen und welche Rolle die Kamera als «Akteurin» in der Zusammenarbeit zwischen Künstlerin und ihren Protagonist_innen einnimmt. Screening/Talk finden in deutscher Sprache statt. Moderation: Barbara Preisig.

Lena Maria Thüring lebt und arbeitet in Zürich und Basel. Sie schloss nach einem Studium der Fotografie 2007, 2014 den Master of Fine Arts an der ZHdK ab und arbeitet heute als freischaffende Künstlerin und als
Dozentin am Institut Kunst in Basel. Thüring’s Arbeiten wurden in Einzelausstellungen im Kunsthaus Baselland (2012), dem Museum für Gegenwartskunst Basel (2013), dem Kunstmuseum und im PROGR Bern (2015) gezeigt. Gruppenausstellungen und Screenings fanden u.a. statt im Kunstmuseum Bern, in der Kunsthalle Basel, im Haus der Kulturen Berlin und im Palais de Tokyo in Paris. Neben zahlreichen Preisen wie dem Swiss Art Award (2008), Preis der Kiefer Hablitzel Stiftung (2009, 2011), einem Werkbeitrag der Stadt Zürich (2011, 2016) oder dem Manorkunstpreis Basel (2013), dem Kunstkredit Basel (2018), einem Kunst am Bau Projekt, an der Schweizer Botschaft in Seoul (2018), verbachte die Künstlerin Atelieraufenthalte in Paris (2009) und New York (2010).

lenamariathuering.ch


Upcoming Fall 2019:

more information coming soon…