Reynold Reynolds (* 1966) ist ein amerikanischer Bildender Künstler, der zurzeit in Amsterdam lebt und arbeitet. Er ist Träger des Stipendiums der John Simon Guggenheim Memorial Foundation. Er wurde sowohl mit dem Rom-Preis (2013) als auch mit dem Berlin-Preis (2004) ausgezeichnet. Seine Werke befinden sich in der ständigen Sammlung des Museum of Modern Art (New York) und wurden auf zahlreichen Biennalen gezeigt, darunter die 4. Berlin Biennale und die 3. Moskauer Biennale. Sein Kurzfilm The Drowning Roomerhielt eine ehrenvolle Erwähnung beim Sundance Film Festival.
Während seines Bachelor-Studiums an der University of Colorado in Boulder studierte Reynolds Physik und erhielt seinen Abschluss unter der Professur von Carl Wieman (Physik-Nobelpreisträger 2001). Nachdem er seinen Fokus auf die Bildende Kunst geändert hatte, blieb er zwei weitere Jahre in Boulder, um beim experimentellen Filmemacher Stan Brakhage zu studieren. Nach seinem Umzug nach New York City schloss Reynolds sein Master of Fine Arts an der School of Visual Arts ab.
Von Philosophie und Wissenschaft beeinflusst und hauptsächlich mit 16mm Film als Kunstmedium arbeitend, entwickelte er eine eigenständige Filmgrammatik. Indem er gewohnte Bedingungen subtil verändert und deren Auswirkungen beobachtet, überträgt er experimentelle Methoden der Wissenschaft auf das Filmemachen um eine zugrunde liegende Kausalität zu offenbaren. Für seine Arbeiten erhielt er zahlreiche Auszeichnungen darunter den Festivalpreis für Secret Life beim European Media Art Festival Osnabrück 2008, den Distinction Award für Six Apartments beim Transmediale Berlin 2009 und den Festivalpreis für 1 Part 7 bei Videoformes 2015.
