ZDOK.19 fand am 21./22. März 2019 statt

Die Kameraführung im Dokumentarfilm ist im besonderem Masse der Wirklichkeit ausgesetzt. Wie entstehen cineastische Bilder, wenn die Einflussnahme minimal, das Licht manchmal ungenügend und der Hintergrund visuell wenig reizvoll erscheint? An der Tagung im März 2019 setzen sich international bekannte Kamerapersonen, Regisseur/innen und Filmwissenschaftler/innen mit der dokumentarischen Kameraarbeit auseinander.

 

PRAXIS
Die Kamerafrau und Filmemacherin Kirsten Johnson spricht über ihren Film Cameraperson (2016). Der Regisseur Christian Frei und der Kameramann Peter Indergand geben Einblick in die visuellen Konzepte von War Photographer (2001) bis Genesis 2.0 (2018). Der rumänisch-deutsche Filmemacher Alexander Nanau erläutert anhand seines Films Toto and his Sisters (2014) die Eigenheiten der Personalunion von Regie und Kamera. Der BBC-Produzent Mike Gunton erläutert visuelle Konzepte der Erfolgsserie Planet Earth II (2016). Die Trägerin des deutschen Kamerapreis 2018, Birgit Gudjonsdottir, beschäftigt sich mit der unterschiedlichen Arbeitsweise bei Spiel- und Dokumentarfilmen. Der Schweizerische Kameramann Simon Guy Fässler setzt sich mit dem Eintauchen in die Welt der gefilmten Menschen auseinander.

 

THEORIE UND FORSCHUNG
Der Medienwissenschaftler Karl Prümm versucht den Dokumentarfilm von der Kamera her zu denken. Die Filmwissenschaftlerin Kerstin Stutterheim zeigt, wie das Kameramodell Kinamo in der Stummfilmzeit grossen Einfluss auf die Bildästhetik hatte. Die Filmemacherin und Medienwissenschaftlerin Ulrike Mothes spricht über den indischen Kameramann Ranjan Palit und seinen selbstreflexiven Film In Camera. Diaries of a Documentary Cameraman  (2010). Der Kameramann Stefan Dux und die Medienpsychologin Miriam Loertscher geben Einblick in das ZHdK Forschungsprojekt Gadgets, Phones and Drones. Die Medieningenieurin Patricia Christmann und die Professorin für Visual Effects und Postproduktion an der HdM Stuttgart, Katja Schmid, fragen nach Einfluss des Color Gradings auf die Glaubwürdigkeit der Bilder.


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