ZDOK.21 findet am Mittwoch, 30. Juni 2021, im Toni-Areal der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) in Zürich statt, mit zusätzlichen Workshops am Donnerstag, 1. Juli 2021. Das Thema ist der Ton im Dokumentarfilm. Mehr Infos folgen demnächst.

Ich höre was, was du nicht siehst.

ZDOK.21 untersucht die Bedeutung und die Wirkung der Tonspur im Dokumentarfilm. International bekannte Sounddesigner*innen und Regisseur*innen geben Einblick in ihre Arbeit und definieren ihre soundästhetischen Haltungen. Filmforschende diskutieren den Einfluss der Tonspur auf das Storytelling sowie filmhistorische Entwicklungen und wahrnehmungspsychologische Erkenntnisse zur Wirkung von Musik und Sounddesign im dokumentarischen Kontext.

Einblick in ihre Arbeitsmethoden und Erfahrungen geben die libanesische Sounddesignerin Rana Eid und der mazedonische Editor Atanas Georgiev («Honeyland», 2019), der Schweizer Sounddesigner Oscar van Hoogevest («Das Spiel», 2020), die iranische Dokumentarfilmregisseurin Firouzeh Koshrovani mit ihrer Sounddesignerin Ensieh Maleki («Radiograph of a family», 2020) und der britische Regisseur Jerry Rothwell mit seiner Filmkomponistin Nainita Desai und seinem Sounddesigner Nick Ryan («The Reason I Jump», 2020).

Als Medienwissenschaftler*innen und Filmforschende werden Midge Costin (Sounddesignerin, Filmemacherin und Professorin an der University of Southern California), Andreas Wagenknecht (Akademischer Oberrat am Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft der Universität Mannheim) und Jan Hendrik Bakels (Juniorprofessor der Filmwissenschaft an der FU Berlin) die Präsentationen der Filmschaffenden ergänzen und Gegenpositionen schaffen.

Für Workshops öffnet Maurizius Staerkle Drux (Regisseur, Sounddesigner und Tonmeister) im Tonstudio der ZHdK noch einmal die Sessions und Files seines neusten Werkes «Kunst der Stille» (2019) über den Mimen Marcel Marceau. Nick Ryan (Filmkomponist, Sounddesigner und Klangtüftler) demonstriert, wie er für den Film «The Reason I Jump» (2020) die Möglichkeiten von Dolby Atmos eingesetzt hat, um für die Zuschauer*innen ein immersives Erlebnis in die Welt eines autistischen Jungen zu schaffen.