Wir planen, die Tagung im Herbst neu anzusetzen und hoffen bald ein neues Datum kommunizieren zu können.
 
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Mit Echtzeit-Simulationen ermöglicht Virtual Production bereits in der Phase der Stoffentwicklung spielerische Zugänge zu fiktionalen Erzählformen, kann neue Welten sichtbar machen und fördert kreatives Zusammenarbeiten bei Bildinszenierungen. Die zunehmend kostengünstigeren Werkzeuge führen zu einer Demokratisierung bisher exklusiver Arbeitsprozesse und kommen nun auch in die Reichweite europäischer und schweizerischer Produktionen.

Die erste Ausgabe der Spielfilmtagung ZFICTION stellt die vielseitigen Versprechen der neuen Werkzeuge zur Diskussion. Filmschaffende und Wissenschaftler*innen gehen der Frage nach, wie Virtual Production die nahe Zukunft des fiktionalen Erzählens im Film verändern wird und welche neuen Herausforderungen damit einhergehen.

PRAXIS

Die dänischen Filmemacher Simon Jon Andreasen und Rasmus Kloster Bro zeigen mit ihrer Methode des Video Sketching eine alternative Möglichkeit, Film in Bildern zu «schreiben». Der deutsche Regisseur und VFX-Spezialist Andreas Dahn spricht über seinen Film Haus in der Ferne (D/CH2020), den er komplett mit den Mitteln der Virtual Produktion gedreht und fertiggestellt hat. Der britische CGI-Künstler Alan Warburton arbeitet an der Schnittstelle von bildender Kunst und Film. In seiner neusten Arbeit New Americas untersucht er anhand der Worldbuilding-Software CineTracer die Auslagerung von persönlichen Ideologien in die Schaffung virtueller Welten. Mirko Lempert, Regisseur und Assistenz-Professor der Stockholm University of the Arts setzt sich mit der Frage auseinander, wie VR und Virtual Production für räumlich getrenntes Zusammenarbeiten genutzt werden kann.

 

THEORIE UND FORSCHUNG

Die Medientheoretikerin und Filmemacherin Sylke Rene Meyer (California State University) setzt sich mit den erzählerischen Möglichkeiten von Virtual Production auseinander. Volker Helzle, forscht und lehrt an der Filmakademie Baden-Württemberg. Er sieht mit Virtual Production kollaborative Möglichkeiten, um Visual Effects in Echtzeit darzustellen. Die Medienwissenschaftlerin Holly Willis (University of Southern California) beschäftigt sich mit die Frage, wohin sich der Film mit zunehmender Interaktion und Kollaboration entwickeln wird. Die Regisseurin Wendy Pillonel und die Medienpsychologin Miriam Loertscher geben Einblick in das ZHdK-Forschungsprojekt Virtually Real. Sie zeigen auf, wie man Filme in virtuellen Räumen drehen kann und wie sich dies auf die Wahrnehmung der Filme auswirkt.

Virtual Production in Kombination mit Motion Capture: Der Monitor zeigt die Echtzeit-Umsetzung des Kamerabilds mit virtueller Figur und virtuellem Raum. (Bild: David Oesch, ZHdK ©2019)

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