Beatrice Schultz ist eine deutsche Productionsdesignerin / Szenenbildnerin. Nach Schneiderlehre und Assistentenzen am Staatstheater und der Oper Stuttgart, am Residenztheater München und am Burgtheater Wien studierte sie von 1992 bis 1998 Kostüm- und Bühnenbild an der Universität der Künste (UdK) Berlin und schloss mit Auszeichnung ab.
Nach dem Studium war sie als Kostüm- und Bühnenbildnerin u.a. am Theater Bremen, Nationaltheater Mannheim und Volkstheater Wien beschäftigt, entdeckte aber schnell ihre Leidenschaft für Film. Intensive Recherchearbeiten für Filmprojekte, weckten zunehmend ihr Interesse für Menschen und Orte des Alltags, für deren Geschichten und wie sich diese mit der Handlung und den Figuren verweben lassen.
Seit 2000 arbeitet sie als freiberufliche Productionsdesignerin für eine Vielzahl von Kunst- und Spielfilmen, die auf nationalen und internationalen Filmfestivals gezeigt und ausgezeichnet wurden. Darunter Filme wie: WESTERN und LATE SHIFT / HELDIN.
Zu ihren Kooperationspartnern zählen RegisseurInnen und DrehbuchautorInnen wie Valeska Grisebach, Petra Volpe, Emily Atef, Nana Neul, Christoph Hochhäusler, Omer Fast, Jan Speckenbach, Marcus Lenz, Miriam Bliese und Mareille Klein.
Als Mitglied der Deutschen Filmakademie (DFA), sowie dem Verband der SzenenbildnerInnen und KostümbildnerInnen (VSK) und dem internationalen Production Designers Collective (PDC) engagiert sie sich für die Belange von SzenenbildnerInnen und in diesem Zusammenhang für mehr Sichtbarkeit. Sie veröffentlichte 2024 Artikel im Online-Magazin des VSK, war Jurymitglied beim Achtung Berlin Film Festival 2025 und moderierte im gleichen Jahr beim Camerimage Filmfestival in Polen eine Podiumsdiskussion zum Thema: Zusammenarbeit zwischen Kamera und Szenenbild unter dem Titel: „shaping space“ und ging der Frage nach auf welch vielfältigen Ebenen Raumgestaltung stattfindet.
2024 wurde sie beim Achtung Berlin Film Festival für den Film TOUCHED von Claudia Rorarius mit dem Preis für das beste Szenenbild ausgezeichnet.
Seit 2020 ist sie regelmäßig als Gastdozentin an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) tätig und arbeitet dort mit den angehenden ProductionsdesignerInnen. Seit 2007 dokumentiert sie in einem Langzeitfotoprojekt, wie Menschen ihre Lebensräume gestalten. Ziel ist es einen thematischen Katalog zu erstellen, der die subtilen organischen Muster menschlichen Verhaltens – sowohl die Gemeinsamkeiten als auch die Besonderheiten – erforscht und sichtbar macht.
Beatrice Schultz lebt mit ihrer Familie in Berlin.
