Mirko Lempert holds an MA in film production and is assistant professor for visual media at the Stockholm University of the Arts. Mirko’s work focuses primarily on communication strategies in complex production processes and previsualization. He is co-founder of the Stockholm based company Monocular.
Christian Iseli studierte Geschichte, Germanistik und Anglistik an der Universität Bern. Danach war er als Regisseur von Dokumentarfilmen tätig und arbeitete in den Bereichen Schnitt und Kamera bei Spiel- und Dokumentarfilmen. An der ZHdK leitet er den neu lancierten Immersive Arts Space und verantwortete bis 2020 den Forschungsschwerpunkt Film am Institute for the Performing Arts and Film.
Volker Helzle war von 2000-2003 für Eyematic Interfaces in Californien tätig, wo sein Team Pionierarbeit bei der Facial Motion Capture leistete und wesentlich zur Entwicklung der Eyematic Facestation beitrug. Er leitet seit 2003 das Research & Development am Animationsinstitut der Filmakademie Baden-Württemberg und erhielt 2013 eine Honorarprofessur der Filmakademie. In den letzten Jahren forschte er an mehreren EU finanzierten Projekten wie Dreamspace und SAUCE. Dabei entwickelte er auch Virtual Production Tools wie VPET.
Szenenphoto aus “House of Fear”, The Family Room Collective, Nov 2019, Art Galleries, CSUN Northridge, CA
Wie unterscheidet sich raumbasiertes von zeitbasiert-linearem Erzählen? Mit welcher Methode können narrative non-lineare Projekte mit User-Interaktion in einer raumorientierten Stoffentwicklung entstehen?
Sylke Rene Meyer, Medientheoretikerin, Filmemacherin und Direktorin des Institute for Interactive Narrative, Research and Technology an der California State University, setzt die Methode der Virtual Production in den Kontext räumlichen Erzählens. Die Professorin für kreatives Schreiben untersucht dabei die erzählerischen Möglichkeiten des Raums vor dem Hintergrund kulturhistorischer Entwicklungen und der Unterscheidung von zeitbasiertem linearem und raumbasiertem Erzählen.
Die Worldbuilding-Software CineTracer, von einem Kameramann konzipiert, erlaubt den Nutzer*innen, in einer virtuellen Spielumgebung Handlung zu inszenieren, Licht und Kameraposition zu setzen. – Welche Art von Erzählungen können in solchen Welten entstehen?
Der Künstler und Video-Essayist Alan Warburton, dessen Werke in internationalen Museen und Galerien gezeigt werden, stellt seine neuste Arbeit New Americas vor, ein Projekt an der Schnittstelle von Film und bildender Kunst. Der Fokus seiner künstlerischen Suche mit CineTracer gilt dem Widerspruch zwischen scheinbar ‘sauberen’ Spielwelten, die den ‘Dreck’ von Vorurteilen, Privilegien und Traumata der realen Welt immer wieder übernehmen. Im Zentrum steht die Reflektion über die Auslagerung von persönlichen Ideologien in die Schaffung virtueller Welten.
Was bedeutet die Arbeit mit Virtual-Production-Werkzeugen konkret für die Regie? Wie verändert sich die Immersion und die Raumwahrnehmung, wenn der gleiche Spielfilm – einmal in realen Motiven und einmal mit fotogrammetrisch erfassten virtuellen Räumen vor Grün gedreht – in der Wirkung verglichen wird?
Der wissenschaftliche Mitarbeiter Norbert Kottmann und die Medienpsychologin Miriam Loertscher geben Einblick in die praktischen Aspekte des ZHdK-Forschungsprojekts Virtually Real und die damit verbundene Zuschauer*innen-Forschung.
Was bedeuten die technologischen Entwicklungen für die urmenschliche Aktivität, Geschichten zu erzählen? Wie und wohin entwickelt sich die filmische Kunstform in Zeiten von zunehmender Interaktion und Kollaboration?
Holly Willis, Professorin und stellvertretende Dekanin für Forschung an der USC School of Cinematic Arts in Los Angeles, untersucht die mögliche Zukunft des Mediums Film im postfotografischen Zeitalter, in dem die Werkzeuge der Filmschaffenden, Animator*innen und Game Entwickler*innen zusammenwachsen und neue Spielwiesen entstehen. Die Auswirkungen von Prävisualisierung, Transmedia-Story-Design und Worldbuilding auf die Autorenschaft und die Suche nach neuen narrativen Strukturmodellen, um zeitgenössischen Erfahrungen gerecht zu werden, sind Teil ihrer Forschung und ihrer Arbeit als Autorin.
Im Jahr 2000 stieg Andreas Dahn durch Praktika im Bereich Modellbau und Visual Effects (VFX) ins Filmgeschäft ein. Nach vier Jahren Arbeitserfahrung als VFX-Artist wurde er 2005 mit dem preisgekrönten Kurzfilm Die Maid von Hilltop Manor zum Regiestudium an der Filmakademie Baden-Württemberg zugelassen. Neben seinem Studium arbeitete er weiterhin als VFX-Artist in Deutschland und Indien. Sein Diplomfilm E.T.A. Hoffmanns Der Sandmann gewann Preise in Mailand und Ungarn, wurde im deutschen Fernsehen ausgestrahlt und ist auf DVD im Handel. Nach dem Studium schuf Andreas Effekte für Game of Thrones, Grand Budapest Hotel und mehrere Marvel Filme. Er erhielt Stipendien von der UCLA, EFA und 2019 von der Ernst Göhner Stiftung, wodurch er im Immersive Arts Space der ZHdK den Kurzfilm Haus in der Ferne umsetzen konnte. Hierfür kombinierte er neue Technologien wie Fotogrammetrie und Virtual Reality mit dem Motion-Capture-Verfahren.
> Filmografie als Regisseur (Auswahl): 2004 Die Maid von Hilltop Manor
2006 Von Mondvögeln und Drachenrittern
2007 Rest Strom
2008 Handarbeit
2009 Puppenhaft
2012 E.T.A. Hoffmanns Der Sandmann
2019 Haus in der Ferne
Rasmus Kloster Bro ist Regisseur. Er forscht und lehrt an der National Film School of Denmark. 2018 erschien sein Spielfilmdebüt. Zu seinen Arbeiten zählen VR-Projekte, Werbung und Radio-Dramen. Sein Debüt, der Thriller CUTTERHEAD war zentriert auf die Schauspielarbeit und die körperliche Erfahrung, die er zum Ausgangspunkt der Narration nahm und mit Hilfe von Prävisualisierungsmethoden die Finanzierung des Filmes erreichte. Seine Forschungstarbeit „Materials of the Cinematic Language” untersucht mittels “Video Sketching” und “Theater Devising“ Formen des Bild-basierten Schreibens.