These 2 | Wissensarchive im Dialog

Die Übersetzung einer Situation ‚an sich‘ in eine Situation ‚für sich‘ geschieht in einem assoziativ geprägten Dialog zwischen Subjekt und Ort, zwischen eigenen und fremden Wissensarchiven (Referenzmaterialien).

Der Wunsch, sich an einem Ort einzurichten, an dem man sich aufhält, setzt einen dialogischen Prozess in Gang, der mit dem Ort beginnt, jedoch über diesen hinausgeht. Wir suchen Fragmente und Verbindungsstücke aus diversen Wissensarchiven, mit denen wir Lesarten des Ortes erkunden und ausprobieren. Wir entwerfen und verwerfen Versuche, Fragmentarisches zu ergänzen, Unerklärliches einzuordnen oder einen Ort in einem gestalterischen Projekt zu verändern. ‚Bridge the Gap’! ist Ansporn des ruhelosen Geistes. Uns interessiert, diesen dialogischen Prozess detailliert zu beobachten. Hier sind Beispiele aus unseren Videointerviews:

Bridge the Gap: Archive im Dialog
*Zwischen Sinnlichkeit und Verstand Damit dieses Spiel in Gang kommt, braucht es vor allem ein Hirn, das entsprechende Reflexe hat und etwas aufgreifen und Verbindungen herstellen kann. Und das braucht Auslöser. Auslöser für ein Individuum, das Sinn für Architektur hat, wird Architektur sein können. Aber es kann auch eine Katze, die über die Strasse läuft oder ein Vogel, der vorbeiflattert solche Gedankensprünge auslösen. | Stanislaus von Moos | KKL Das Gesellschaftliche im Entwurf reflektieren | Daniele Marques | Stadionprojekt Allmend Was für einen Ort zählt | Judith Albert | Nationalquai Hat das nicht etwas wie …? | Transfers | Wo sind wir? | Jürg Stadelmann | Kantonsschule Wenn ich die Augen schliesse | Jürg Stadelmann | Hotel Schweizerhof Überraschungsraum | Nachrichtenbörse Postfach | Judith Stamm | Postfach *Mémoire structure | Niklaus Lenherr | Terrasse Hochhaus Eichhof *Atmosphären konstruieren? Es ist wirklich so an dieser Strasse, zwei Meter weiter, und man ist in einer anderen Welt. | *Zweierlei Energie | Geistige Bezüge, Analogien | Zunehmend schärfer | Roger Diener | Migrosbau Hertensteinstrasse *Zwischen Sinnlichkeit und Verstand | *Unverzichtbare Assoziationen | Stanislaus von Moos | KKL *Mitproduziert Atmosphäre ist ja etwas, das im Alltag nicht vollständig planbar ist. Atmosphäre ist etwas Selbstgemachtes – mit Hilfe äusserer Umstände – in dem der Betrachter sich selbst wiederfindet. Deswegen nehmen zwei verschiedene Menschen dasselbe nicht gleich, sondern ziemlich unterschiedlich wahr. | *Mit aufgeführtes Bühnenstück | Valentin Groebner | Seebad *Affect / Effect | *Terms under Construction: Affect, Effect, Reflection | *Regime of the Visual | Sarah Graham | The Hotel Assoziationen | Zum Mitspielen verführt | Fassade als Touch Screen | Paolo Bianchi | The Hotel *Das Gefühl, sich selber zu inszenieren | *Stills: eingefangene Momente | Ein gutes Hotelzimmer ist immer eine Bühne für den Gast | *Von aussen nach innen inszeniert | Einladung zum Dialog | *Präsenz, Absenz | Thea Brejzek | The Hotel *Die Erzeuger von Atmosphären Eine Geschichte haben Objekte in einem Raum für mich nur, wenn sie eine bestimmte Beziehung mit mir eingehen. Ich muss zu dieser Atmosphäre Kontakt aufnehmen wollen. Was ich in einen Raum hineinprojiziere, ist mindestens so stark wie das, was der Raum zu meinem Atmosphäre-Empfinden beiträgt. Ob ich Kenntnis habe davon, was in diesem Raum einmal geschehen ist. Stellen wir uns vor, dieser Raum sei von Marilyn Monroe benutzt worden. Oder in dieser Badewanne sei Uwe Barschel ertrunken. Wenn ich das nicht weiss, ist diese Atmosphäre für mich nicht da. | *Räume wie Gefühle? | *Wenn die Neurose den Raum verändert Wir können auch wie in Polanskis ‚Ekel’ Innenarchitekten den Auftrag geben, dass eine ganz normale Wohnung durch die Psyche und die psychische Beziehung, die die Hauptperson mit dem Raum eingeht, verändert wird. Wir haben ja dort ein Wohnzimmer, das sich mit der Neurose der Cathérine Deneuve verändert. | *Wenn die Atmosphäre eines filmischen Raumes auf uns übergreift | Stimmung und Resonanzkörper | Fred van der Kooij | The Hotel

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