Archiv des Autors: Brigita

Brigita – Rohfassung

Erwartungen an die Kunst

Meine erste Intention war das Thema «Kunst und Wissenschaft». Ich habe versucht mich vom Meta-Thema etwas zu lösen und es sozusagen «herunter zu brechen» Bei den vielen Fragen die ich an die Kunst habe, möchte ich das Wesen der Kunst, die Essenz der Kunst erforschen und bleibe bei den «Erwartungen» an sie stehen. Mich interessieren die Erwartungen die Menschen an Kunst haben. Oder vielleicht gibt es Betrachter_innen die keinerlei Erwartungen haben. Dabei geht es mir nicht um eine spezielle Kunstgattung. Sondern die Künste in all ihren Formen und Sparten. So interessiert mich beispielsweise warum Menschen ins Theater gehen und was sie dabei erwarten. Mit was für einer Erwartungshaltung gehen Kunstinteressierte in eine Ausstellungen? Oder in ein Konzert oder ins Kino. Erwartet man von einem Fernsehfilm genau so viel wie von einem Kinofilm? Hier gibt es noch viele Fragen die ich mir stelle. Vielleicht werden die Erwartungen erfüllt oder aber enttäuscht. Darf man überhaupt was von der Kunst erwarten? Es gibt Rezipient_innen von Kunst die den Anspruch erheben, dass Kunst ihnen Wissen vermittelt das wiederum zum Erkenntnisgewinn führt. Andere bestehen regelrecht darauf, dass beispielsweise ein Museumsbesuch auch Wissensvermittlung sein sollte. Gibt es ein Bewusstsein, dass Kunst eine wichtige Grundlage zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung unserer Gesellschaft ist? Wird von der Kunst erwartet, dass sie im gewissen Sinne auch politisch ist? Es werden Erwartungen an die Kunst gestellt. Und ich möchte diesen gerne auf die Spur gehen.

In meinen sieben Jahren Erfahrung am Theater konnte ich mir ein grosses Netzwerk in der Kultur- und Kunstszene aufbauen. Zahlreiche Kontakte nationale sowie internationale Künstler haben mein Leben bereichert – die Arbeit mit Künstlern und Künstlerinnen und die Nähe zu ihnen ermöglichten es mir, mich intensiv auszutauschen und mich neuen Perspektiven zu öffnen. Denn ich glaube, dass durch Kunst und mit der Kunst die Möglichkeit besteht Perspektiven zu eröffnen, den Blick für Alternativen zu schärfen. Mit so einem Projekt wie diesem, das sich vielleicht zukünftig in einer Arbeit weiterführen lässt, möchte ich diesen Fragen auf den Grund gehen und mein Kunstverständnis erweitern. In diesem kleinen Projekt keimt sozusagen mein zukünftiges Forschungsfeld. Denn ich möchte das vorhandene Feld zwischen Kunst-Theorie und den unterschiedlichen Kunst-Praktiken und dem Kunstverständnis der Menschen besser erfassen können, Kunst und Kultur im gesellschaftlichen Kontext verstehen lernen.

Mein Projekt befasst sich mit der Frage, inwieweit Erwartungen an die Kunst gehegt werden. Ich habe mich für die Methode der qualitativen Befragung entschieden und führte Gespräche mit einem Schauspieler, einem Theaterbesucher und einer bildenden Künstlerin die auch Schauspielerin ist, durch. Für die Befragungen habe ich einen Fragekatalog erarbeitet. Der Schwerpunkt liegt hier bei der darstellenden Kunst, da ich meine Interviewpartner aus diesem Umfeld auswählt habe. In einer weiteren Phase möchte ich die Schwerpunkte miteinander vergleichen und so einem Fazit näher kommen, um so einen Erkenntnisgewinn zu erlangen.

Adrian, Rezipient

1. Hast du Erwartungen an die Kunst? Wenn ja, welche?

Ja. Mich sollte das Theater unterhalten. Dass es mich in vielerlei Hinsicht inspiriert. Es sollte in mir eine Begeisterung wecken, für das gesprochene Wort. Genauso aber für die Bewegung oder die Musik.

2. Hast du Erwartungen an den Künstler_in? Wie sehen diese aus?

Für mich ist es ein grundlegender Unterschied zwischen einem darstellenden Künstler, der etwas umsetzt und einem „erschaffenden“ Künstler, der selbst Inhalte erschafft. Der Schauspieler,mit einer klaren, gegeben Vorlage arbeitet als Medium, fungiert als Vermittler. Er sollte mich irgendwohin mitnehmen, entführen. Er sollte authentisch sein in seiner Rolle. Er kann mich verwirren, irgendetwas sollte passieren. Der Autor, der Regisseur tragen jedoch auch einen Teil dazu bei. Fungieren also auch als Künstler. In der darstellenden Kunst habe ich deshalb mehr eine Erwartung an das Künstlerkollektiv. Der „erschaffende“ Künstler, sollte mich zum denken anregen. Er sollte mir neue Denkweisen aufzeigen.

3. Werden diese Erwartungen erfüllt/entäuscht?

Wenn es nach meiner Wahrnehmung gut war haben sich die Erwartungen erfüllt, wenn nicht, dann bin ich enttäuscht. Das ist mein Bewertungskriterium. Ob es mir gefällt oder nicht.

5. Besteht für dich die Möglichkeit durch Kunst Wissen/Erkenntnis zu generieren?

Es verschafft mir einen Blickwinkel auf etwas. Einen Anstoss. Weniger das Wissen an sich. Beim Schauspiel ist es mehr die Unterhaltung.

6. Kannst du mir ein Beispiel nennen, in welcher Form das bei dir zutrifft?

Das ist schwierig. Jedes Kunstwerk das ich betrachte, gibt mir neue Blickwinkel auf etwas. Die Ausstellung von Pippilotti Rist beispielsweise. Es war ein Kunstwerk in den Boden eingelassen, das ganz winzig war. Das hat mir gezeigt, dass vieles nicht sichtbar ist, obwohl es wichtig ist. Man lernt auf die kleinen Dinge zu achten.

7. Siehst du die Kunst als Notwendigkeit in unserer Gesellschaft?

Ja. Weil sie die Möglichkeit hat mit wenig Zwängen Themen unbeschwert zu betrachten. Durch das hält sie der Gesellschaft einen Spiegel vor. Eine andere Art Dinge zu sehen und dieses ästhetisch, bildhaft widerzugeben. Durch das die Menschen zu erreichen sind die wiederum ihrerseits darüber nachdenken. Das ist die Aufgabe der Kunst. Im Theater besteht die Möglichkeit Situationen sehr emotional darzustellen. Es herrscht eine Unabhängigkeit von wirtschaftlichen Zwängen die es erlaubt die Dinge anders zu betrachten und diese dem Publikum vorzutragen. Diese Unabhängigkeit ist das wichtigste, das essentielle an der Kunst. Das macht die Kunst aus.

8. Hast du das Gefühl durch die Kunst einen Mehrwert zu erhalten? Wie sieht dieser aus?

Ja. Kunst hilft mir die Welt besser zu verstehen. Es zeigt mir wie man etwas mit anderen Augen betrachten kann. Es gibt mir einen Ausgleich zum ernsten Alltag

 

Matthias, Schauspieler

1. Hast du Erwartungen an die Kunst? Wenn ja, welche?

Im Allgemeinen habe die Erwartung an Kunst, dass sie das Denken anregt und Freude fördert. Im Sinne von, dass ich mir nicht nur stupend irgendwie etwas reinziehe, konsumiere und sofort vergesse, sondern das es eine Nachhaltige Wirkung zu bestimmten Fragen meines Lebens aufwirft.

2. Hast du Erwartungen an den Künstler_in? Wie sehen diese aus?

Im Sinne zu der ersten Frage, sprich „Allgemein“, ist der Künstler natürlich sozusagen wie das Medium zwischen den Fragen die ich habe und die er in mir auslösen kann. Ich sehe den Künstler als Auslöser von etwas. Ob jetzt bei mir oder in der Umwelt, wie auch immer, aufjedenfall dieses Fragen aufwerfen, dieses zum Denken anregen, dieses geistig angeregt sein, das erwarte ich von einem Künstler das zu evozieren. Es spielt keine Rolle ob ich mir ein Bild anschaue, oder ins Theater gehe. Es ist egal ob ich in eine Freiluft-Performance gehe, oder mir etwas in einem geschlossenem Raum ansehe, ob ich mir das ganze im Fernseher anschaue oder sonst wie. Wobei Fernsehen meistens nicht so wirkungsvoll ist, weil es durch ein zweites Medium gefiltert ist.

3. Werden diese Erwartungen erfüllt/entäuscht?

Das ist natürlich wie das ganze Leben. Sie werden erfüllt aber auch enttäuscht. Manchmal freut man sich wahnsinnig auf eine Theater-Aufführung, oder auf ein Kunsterlebnis. Man fährt extra in eine andere Stadt, um sich eine bestimmt Ausstellung anzuschauen und wird dann eben nicht angeregt und dann geht man manchmal irgendwo vorbei und fällt per Zufall zur Tür rein und es ist gut. Das passiert. Ich habe keine Bewertungskriterien. Bin da völlig Wertfrei.

4. Welche Erwartungen hegst du als Künstler_in speziell an die darstellende Kunst, dem     Theater?

Jetzt überhole ich mich in Bezug auf die letzte Frage. Ich habe schon eine Wertung. Es gibt tatsächlich sinnlose Kunst. Neulich ist ein berühmter deutscher Schauspieler verstorben. Der sagte irgendwie über den Artikel der in der Süddeutschen Zeitung stand „es gibt nur gut oder schlecht“. Es gibt kein falsch oder richtig. Es gibt einfach nur gut oder schlecht. Was das Theater betrifft, da bin ich jetzt schon mal bei der Auswahl in Bezug  auf die Frage davor. Ich bin nicht wertfrei. Es gibt jede Menge schlechtes Theater, vor allem neuere aufkommende Strömungen wie das Musical – das sind in den meisten Fällen schlechte Aufführungen. Das ist einfach hohl, sinnlos, beschränkt sich auf Plattitüden und Klischees. Diese Klischees werden auch unkommentiert platziert. Das ist der Unterschied zum Schauspiel. Das Schauspiel arbeitet ja auch mit Klischees. Aber das Schauspiel hinterfragt diese Klischees dann meistens. Das macht das Musical nicht, sondern kolportiert sie als echt weiter und gibt dem Zuschauer so die Illusion und den Eindruck, dass das tatsächlich wahr ist. Das macht das Musical dumm – in den meisten Fällen. Nicht alle. Aber viele. Wenn ich als Künstler in die Theaterarbeit, in die gestalterische Arbeit hineingehe, in den meisten Fällen, erhoffe ich mir von dem Regisseur der mich dann begleiten wird, dass er es schafft mich zu diesem Medium für mein Publikum zu machen. Das ist die Erwartung die ich an die Arbeit , an die künstlerische Arbeit habe. Und natürlich bestenfalls, dass mir Stücke begegnen die mich tatsächlich auch interessieren. Als Darstellungsbeamter ist es ja nun mal so, dass man es manchmal auch mit einem Stück zu tun bekommt das einen nicht interessiert. Aber ich freue mich immer besonders, wenn es Stücke gibt, wie gerade jetzt „Grüninger“, was mich interessiert. Wenn Theater tatsächlich noch einen historisch kulturellen Mehrwert besitzt, interessiert mich das meistens.

5. Besteht für dich die Möglichkeit durch Kunst Wissen/Erkenntnis zu generieren?

Ja! Absolut.

6. Kannst du mir ein Beispiel nennen, in welcher Form das bei dir zutrifft?

Wenn ich jetzt aus dem „Design“, was für mich auch Kunst ist, ein Beispiel nenne und mir einen bestimmten Sessel von Corbusier anschaue. Dann interessiert mich dieser erst einmal in seiner Form. Dann höre ich darüber hinaus, dieser stammt von Corbusier. Dann gehe ich vielleicht einmal in einem Buch oder im Internet nachschauen was es zu dieser Zeit für andere Formgebungen gibt. Wie sich das ganze insgesamt in der Kunst manifestierte. Es regt mich an und füllt meinen Wissensstand auf.

7. Siehst du die Kunst als Notwendigkeit in unserer Gesellschaft?

Absolut. Es gibt überhaupt keinen Weg daran vorbei – an der Kunst. Eine Kulturgemeinschaft, eine soziale Gemeinschaft ohne Kunst und ohne Kulturschaffende ist zur Barberei verdammt. Wir kommen definitiv aus der Traditionsgebung der Aufklärung und da ist es gerade in meinem Bereich, dem Sprechtheater prädestiniert dazu, im Gegensatz zur Oper, die mehr noch das Unterhalten oder stärker emotionale Ansprüche hat – in den meisten Fällen, aber das sind jetzt ein wenig Pauschalsätze – als Transporteur von aufklärerischem Gedankengut. Humanismus etc.

8. Hast du das Gefühl durch die Kunst einen Mehrwert zu erhalten? Wie sieht dieser aus?

Über den Lohn wollen wir jetzt mal nicht reden. Das ist die Grundbasis der Existens. Ich als Künstler ernähre damit meine Familie. Und im besten Fall, nehmen wir einmal so ein Beispiel wie „Jelinek – die Kontrakte des Kaufmanns, da ist es einfach die Lebensfreude die man durch die Arbeit hat. Da ist die Arbeit nicht mehr Arbeit, da kann Theaterspielen Erfüllung sein. Auch das letzte Stück, die Komödie die ich gespielt habe, der „Mesias“ – die Rolle die ich da gespielt habe. Da macht es einfach ungeheuren Spass drin zu schwelgen.  Das gibt unglaublich viel Kraft und Lebensfreude wieder zurück. Auch wenn es anstrengend ist diese Ziele zu erreichen. Aber das ist schon der grosse Vorteil der Kunst. Es ist ein Mehrwert an die Lebensqualität. Wenn ich mir vorstellen müsste, ich würde den ganzen Tag Blätter umdrehen und Formulare ausfüllen, korrigieren oder so, dann würde ich glaube ich wahnsinnig werden. Es entspricht meinem Wesen Kunst zu machen.

Nanna, bildende Künstlerin, Schauspielerin

1. Hast du Erwartungen an die Kunst? Wenn ja, welche?

Die Kunst soll die Welt verschönern und unsere Herzen berühren. Wenn ich an das Theater denke, ist das da nur eine andere Ebene. Das Theater ist der Raum wo sich ganz verschiedene Ebenen der Kunst vereinen können. Da ist Musik, Tanz, Schauspiel, Gesang. Und gleichzeitig das Bühnenbild, Kostüme, einfach alles. Da soll es auch das Herz berühren und dass es nicht um Kommerz geht. Es sollte etwas erzählt werden. Eine Geschichte. Man sollte auf etwas aufmerksam machen oder einfach nur verzaubern.

2. Hast du Erwartungen an den Künstler_in? Wie sehen diese aus?

Der Künstler muss eine gewisse Neugierde in sich tragen. Sollte keine Angst davor haben sich selbst zu zeigen. Ich habe oft festgestellt, dass es bei der konzeptuellen Kunst, eine „gedachte“ Kunst ist. Das kommt alles nicht aus dem Bauch heraus. Das meine ich nicht urteilend. Aber sobald man merkt, es ist alles so „gedacht“ dann wirkt alles so fremd. Ich möchte die Person hinter der Kunst sehen. Ich möchte den Gedanken dahinter verstehen. Verstehen was der Künstler damit aussagen möchte.

3. Werden diese Erwartungen erfüllt/enttäuscht?

In letzter Zeit werden diese eher oft enttäuscht. Ich merke es geht immer mehr um Kommerz. Die Menschen haben Angst davor. Ich glaube es gehen manche Dinge dabei verloren. Das Handwerk. Das klingt jetzt vielleicht etwas altmodisch. Man sollte „einen“ Weg gehen. Man sollte nicht alles mit dem Kopf denken. Es gibt wenige die das noch so haben. Das jemand noch ein Handwerk besitzt, der „bei sich“ ist. Mir fehlt das „Spezielle“. Das sind hohe Erwartungen, ich weiss.

4. Welche Erwartungen hegst du als Künstler_in an die Kunst, an deine Arbeit?

Ich komme immer wieder auf den einen Nenner. Wenn ich als Künstlerin auch selber arbeite – muss ich bei mir selbst sein. Witzigerweise darf ich aber da nicht zu hohe Ansprüche an mich selbst haben. Ich muss es auch akzeptieren, dass es auch Grenzen gibt und das ich Entscheidungen treffen muss. Es geht immer um Entscheidungen. Wenn ich mich entscheide, dass ich jetzt diese Technik ausübe, dann übe ich diese Technik aus. Ehrlich bleiben mit sich selbst. Auch da abwägen. Es gibt Dinge die kann ich und Dinge die ich nicht kann. Ich produziere nicht für den Kunstmarkt. Die künstlerische Arbeit ist mein Dialog mit meinem Unterbewusstsein. Es hat etwas Meditatives. Darüber finde ich zu mir zurück. Das erdet mich. So würde ich das beschreiben.

5. Besteht für dich die Möglichkeit durch Kunst Wissen/Erkenntnis zu generieren?

Ja.

6. Kannst du mir ein Beispiel nennen, in welcher Form das bei dir zutrifft?

Wenn du dich einmal Bewusst mit der Kunst auseinandersetzt, dann gehen Welten auf. Da kommt Wissen dazu und Neugierde. Durch das erleben von Kunst, eröffnet sich ein komplett neuer Horizont. Wieso wird der Kunstunterricht in den Schulen beispielsweise immer mehr gestrichen? Es ist auch Wissen. Ein intuitives Wissen.

7. Siehst du die Kunst als Notwendigkeit in unserer Gesellschaft?

Dringend. Ohne Kunst gäbe es keine Farben auf der Welt. Es macht die Welt auf allen Ebenen bunter. Ich meine damit nicht plakative Farben sondern eine Vielschichtigkeit. Es betrifft alle Ebenen. Das Wissen, das Haptische, das man Wege geht, dass man sich mit Dingen auseinandersetzt, es geht um die Philosophie. Es betrifft einfach alles. Es deckt alle Ebenen ab. Und es macht Gesund.

8. Hast du das Gefühl durch die Kunst einen Mehrwert zu erhalten? Wie sieht dieser aus?

Für die Gesellschaft oder für mich selbst? Für mich gibt es einen Mehrwert, dass ich weiss, dass es da einen Teil gibt den mir niemand wegnehmen kann. Dieser Teil ist durch nichts wegzumachen. Also auch mein künstlerischer Anteil in mir. Und die Gesellschaft profitiert davon, dass der Geist immer schön wach bleibt. Und ich glaube wirklich, dass der Mensch dadurch gesund bleibt. Damit kann man auch „heilen“. Weil es glücklich macht. Kunst inspiriert und gibt Hoffnung. Man kann es teilen und es verbindet Menschen miteinander. Deshalb tut es der Gesellschaft gut. Es wäre schlimm, wenn es keine Kunst mehr gäbe.

 

 

 

 

 

 

 

Brigita – Konzept

Ich werde einen Fragekatalog zum Thema „Erwartungen an die Kunst“ zusammenstellen und 2-3 Menschen damit befragen. Der Schwerpunkt liegt hier bei der darstellenden Kunst, da ich meine Interviewpartner aus diesem Umfeld auswähle. Wünschenswert wäre ein Theaterbesucher als Rezipient, ein Schauspieler als Künstler und jemanden den ich spontan auf der Strasse treffe. Die qualitative Umfrage (die Gespräche/Interviews) werde ich dann Zusammenfassen. Dazu kommt noch eine Erläuterung zur Ausganglage und ein Fazit mit aus der Umfrage gewonnener Erkenntnis.

Brigita – Erwartungen an die Kunst

Meine erste Intention war das Thema «Kunst und Wissenschaft». Ich habe versucht mich vom Meta-Thema etwas zu lösen und es sozusagen «herunter zu brechen» Bei den vielen Fragen die ich an die Kunst habe, möchte ich das Wesen der Kunst, die Essenz der Kunst erforschen und bleibe bei den «Erwartungen» an sie stehen.

Mich interessieren die Erwartungen die Menschen an Kunst haben. Oder vielleicht gibt es Betrachter_innen die keinerlei Erwartungen haben. Dabei geht es mir nicht um eine spezielle Kunstgattung. Sondern die Künste in all ihren Formen und Sparten. So interessiert mich beispielsweise warum Menschen ins Theater gehen und was sie dabei erwarten. Mit was für einer Erwartungshaltung gehen Kunstinteressierte in eine Ausstellungen? Oder in ein Konzert oder ins Kino. Erwartet man von einem Fernsehfilm genau so viel wie von einem Kinofilm? Hier gibt es noch viele Fragen die ich mir stelle. Vielleicht werden die Erwartungen erfüllt oder aber enttäuscht. Darf man überhaupt was von der Kunst erwarten? Es gibt Rezipient_innen von Kunst die den Anspruch erheben, dass Kunst ihnen Wissen vermittelt das wiederum zum Erkenntnisgewinn führt. Andere bestehen regelrecht darauf, dass beispielsweise ein Museumsbesuch auch Wissensvermittlung ist. Es werden Erwartungen an die Kunst gestellt. Und ich möchte diesen gerne auf die Spur gehen.