Silke Fischer studierte Visuelle Kommunikation mit Schwerpunkt Film an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg. Nach dem Diplom war sie Mitbegründerin des Hamburger FilmemacherkollektivsAbbildungszentrum und Mitherausgeberin des Videomagazins Der Renegat. In dieser Zeit realisierte sie mehrere Dokumentar- und Kurzspielfilme, darunter Buy 1 Get 1 Free (D 1997) und Putzen in Paris (D 1998). Parallel dazu arbeitete sie unter dem Label Sisi Voss zusammen mit Stefanie Wirth an Werbe- und Imagefilmen.
2001 entwarf sie das Szenenbild für Bungalow, den Debütfilm von Ulrich Köhler. Es folgten zahlreiche internationale Arthouse-Produktionen, u. a. mit Ulrich Köhler, Stefan Krohmer, Maren Ade, Cate Shortland, Emily Atef und Maria Schrader. Zu ihren Arbeiten zählen Lore (D/AUS 2012, Regie: Cate Shortland), Toni Erdmann (D/A 2016, Regie: Maren Ade), 3 Tage in Quiberon (D/A/F 2018, Regie: Emily Atef), In My Room (D/I 2018, Regie: Ulrich Köhler) sowie die Netflix-Serie Unorthodox (D 2020, Regie: Maria Schrader).
Fischers Szenenbilder entstehen aus der genauen Beobachtung realer Orte und Situationen. Architektur und Alltagsräume versteht sie als Träger gesellschaftlicher wie ästhetischer Bedeutungen. In Zusammenarbeit mit Regisseurinnen und Bildgestalterinnen versucht sie filmische Räume zu entwickeln, die vertraut erscheinen und zugleich offen bleiben für leise Verschiebungen, Humor und das Unerwartete.
Silke Fischer lebt und arbeitet in Hamburg und lehrt seit 2018 an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) im Bereich Production Design.
