Author: apopa

Verletzlichkeit in der Beziehung Schauspiel-Regie

Abstract von Katalin Gödrös

Die Beziehung Regie-Schauspiel ist fragil und historisch immer wieder von missbräuchlichen Arbeitsbeziehungen geprägt. Wie sieht eine verantwortungsvolle Regiearbeit aus, die Grenzen respektiert, Verletzlichkeit schützt und die Spielenden auf dem Weg zu überraschenden Darstellungen fördert?
Im Gespräch mit Regisseurin Katalin Gödrös werden diese und weitere Facetten der Arbeit mit Schauspielenden untersucht.

>> Englischer Beitrag

 

Ella Rumpf

Ella Rumpf wurde 1995 in Paris geboren und wuchs zweisprachig (deutsch/französisch) in Zürich auf. Im Jahr 2011 gab sie ihr Schauspieldebüt in dem Spielfilm «Draussen ist Sommer» unter der Regie von Friederike Jehn. Diese Erfahrung war für Ella der Auslöser, ihre Schauspielkarriere weiter zu verfolgen und in London Schauspiel zu studieren. Bevor es losging, wurde sie für die Rolle der Ali im mehrfach preisgekrönten Spielfilm «Chrieg» von Simon Jaquemet besetzt und in der Kategorie ‘Beste Nebendarstellerin’ für den Schweizer Filmpreis nominiert.

Es folgten weitere Hauptrollen in Filmen wie «Tiger Girl» von Jakob Lass und «Raw» von Julia Ducournau, der in Cannes Premiere feierte. In der Netflix-Serie «Freud» und im Spielfilm «Soul of a Beast» von Lorenz Merz spielte sie die weibliche Hauptrolle. Produktionen wie «Succession» und «Tokyo Vice» von Michael Mann öffneten Ella Rumpf Türen zum englischsprachigen Markt.

2023 folgte die Titelrolle in der französisch-schweizerischen Spielfilmproduktion «Le théorême de Marguerite». Ella Rumpf spielt eine Doktorandin der Mathematik, die kurz vor ihrem Abschluss ins Straucheln kommt und sich in einer anderen Rolle beruflich neu erfindet. Der Film feierte seine Premiere am Filmfestival in Cannes 2023. Anfangs 2024 erhielt sie für ihre Darstellung einen Prix Lumière und einen César als beste weibliche Entdeckung. Aktuell ist sie für den Schweizer Filmpreis 2024 nominiert.

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> Das Referat bei ZFICTION.24 | Figurenarbeit – Vom Text zum Leben

Corinna Glaus (EN)

Born in Switzerland, Corinna Glaus gained experience as a dramaturge and assistant director at various German state theatres in the 1970s. During this time she also created her own productions in the independent theatre scene. In 1980, she began working in Swiss feature films: from assistant director to script continuity, she also became familiar with casting, which she made her main task in 1995.
Since 1997, she has been casting national and international projects in the fields of cinema, television and advertising with “Glaus Casting”. Between 2007 and 2018, she and her colleague Susan Müller were responsible for the “Junge Talente.ch” project, which introduced 75 young actors to the world of film. Since 2022, Glaus is the owner of “Glaus&Gut Casting”. She also teaches casting and acting at various universities.

 

Swiss Film Prize 2004: Prize of the Jury.
Member of SSFV, ICDN, Swiss Film Academy, European Film Academy and Academy of Motion Pictures Arts and Sciences.

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> Lecture at ZFICTION.24 | Panel Diskussion – Diversity Casting, Gespräch mit Raquel Kishori Dukpa, Corinna Glaus, Kay Kysela

Katalin Gödrös (EN)

After studying at the Film Academy in Budapest (1992-1996), where she specialised in production, she worked as a production manager for feature films in Berlin. She directed several short films and made her first feature film “Mutants” with ZDF – Das kleine Fernsehspiel, which premiered at the Berlinale in 2002. Her next feature film “Songs of Love and Hate” premiered in Locarno in 2010.

Katalin Gödrös has been writing screenplays, adapting novels and directing films since 2001. In addition to her ambitious work as a writer-director, she also accepts commissions for series and television films.

She has taught directing and screenwriting in Berlin (dffb) and Zurich (Focal, ZHDK) for fifteen years and is a mentor at the Drehbuchwerkstatt Zurich/Munich. She is professor for directing at the ifs Cologne. She works closely with the Romani Film Commission and supports the Roma Film Festival Berlin. Her latest film “Jakobs Ross”, based on the novel of the same name by Silvia Tschudi, is currently in cinemas.

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> Lecture at ZFICTION.24 | Vulnerability in the actor-director relationship


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Corinna Glaus

Die gebürtige Schweizerin Corinna Glaus sammelte bereits in den 1970er Jahren Erfahrungen in der Dramaturgie und im Bereich Regieassistenz an verschiedenen deutschen Staatstheatern. In dieser Zeit entstanden auch eigene Inszenierungen in der freien Theaterszene. 1980 begann sie beim Schweizer Spielfilm: Über die Regieassistenz, bis hin zur Script Continuity, lernte sie auch den Casting-Bereich kennen, welchen sie 1995 zu ihrer Hauptaufgabe machte.

Seit 1997 besetzt sie mit «Glaus Casting» nationale und internationale Projekte im Kino-, Fernseh- sowie Werbebereich. Darüber hinaus fokussierte sie ihr Augenmerk auf die Entdeckung und Förderung neuer Talente: Zwischen 2007 und 2018 verantwortete sie mit ihrer Kollegin Susan Müller das Projekt „Junge Talente.ch”, mit dem 75 junge Schauspieler:innen der Filmwelt vorgestellt wurden. Seit 2022 ist Glaus Inhaberin von «Glaus&Gut Casting». Parallel unterrichtet sie im Casting- und Schauspielbereich an verschiedenen Hochschulen.

Schweizer Filmpreis 2004: Preis der Jury.
Mitglied bei SSFV, ICDN, Schweizer Filmakademie, Europäische Filmakademie und Academy of Motion Pictures Arts and Sciences

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> Das Referat bei ZFICTION.24 | Panel Diskussion – Diversity Casting, Gespräch mit Raquel Kishori Dukpa, Corinna Glaus, Kay Kysela

Katalin Gödrös

Nach dem Studium an der Filmakademie in Budapest (1992-1996), Schwerpunkt Produktion, arbeitete sie als Produktionsleiterin für Kinofilme in Berlin. In eigener Regie entstanden mehrere Kurzfilme und schließlich zusammen mit dem ZDF – Das kleine Fernsehspiel der erste Spielfilm »Mutanten«, der 2002 auf der Berlinale Premiere feierte. Ihr nächster Spielfilm »Songs of Love and Hate« premierte 2010 im Internationalen Wettbewerb in Locarno.

Seit 2001 schreibt Katalin Gödrös Drehbücher, adaptiert Romane für die Leinwand und führt Regie. Neben der ambitionierten Autorenregiearbeit, übernimmt sie auch mit Engagement Auftragsarbeiten bei Serien und Fernsehfilmen.

Seit fünfzehn Jahren unterrichtet sie Regie und Drehbuch in Berlin (dffb), Zürich (Focal, ZHDK) und ist Mentorin an der Drehbuchwerkstatt Zürich/München. Sie ist Professorin für Regie an der ifs Köln. Kulturpolitisch arbeitet sie eng mit der Romani Film Commission zusammen und unterstützt das Roma Filmfestival Berlin. Ihr neuster Film «Jakobs Ross» nach dem gleichnamigen Roman von Silvia Tschudi ist aktuell im Kino.

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> Das Referat bei ZFICTION.24 | Verletzlichkeit in der Beziehung Schauspiel-Regie

Scope for professional acting and digital transformations

ABSTRACT by Anja Klöck

The affirmative educational re-evaluation of theatre performance in the Enlightenment discourses of eighteenth-century Europe was accompanied by a reinterpretation of acting as a pedagogically relevant and independent artistic practice. This reinterpretation not only formed the basis for the establishment of the first acting classes at academies and conservatories, but also gave rise to one of the central requirements for professional actors ever since: universal representation. This refers to the ability to slip into different roles and play them all equally convincingly. 

The exclusions and inclusions of this understanding of theatre and acting, the spatial arrangements and images of people associated with it, have since been questioned and criticised in many ways. In particular, artistic work and debates over the last twenty years – from ‘everyday experts’ and theatre with mentally or physically disabled people to participatory formats and issues of diversity, cultural appropriation and self-representation – have vehemently challenged the concept of universal representation and transformed what appears to be acting. 

In this talk, I would like to historicise current developments in computer and film technology and the ethical issues involved in these historical processes of reinterpretation and differentiation of acting and performance. Drawing on various constellations of show, play and technology, I will consider actors not only as performers or role-players, but also as mediators within concrete orders of knowledge and power.

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Spielräume professionellen Schauspielens und digitale Transformationen

ABSTRACT by Anja Klöck

Mit der affirmativen bildungspolitischen Neubewertung von Theateraufführungen in den Aufklärungsdiskursen im Europa des 18. Jahrhunderts geht die Umdeutung von Schauspielen als eine bildungsrelevante und eigenständige Kunstpraxis einher. Diese Umdeutung bildet nicht nur die Grundlage für die Einrichtung erster Schauspielklassen an Akademien und Konservatorien, aus ihr leitet sich auch eine der seither zentralen Anforderung an Berufsschauspielende ab: die Universalrepräsentanz. Damit ist die Fähigkeit gemeint, in verschiedene Rollen schlüpfen und alle gleichermaßen überzeugend spielen zu können.

Die Aus- und Einschlüsse dieses Theater- und Schauspielverständnisses, die damit einhergehenden Raumordnungen und Menschenbilder, sind seither vielfältig hinterfragt und kritisiert worden. Insbesondere künstlerische Arbeiten und Debatten der letzten zwanzig Jahre – von ‚Experten des Alltags‘ über Theater mit geistig oder körperlich beeinträchtigten Menschen bis zu partizipativen Formaten und Fragen von Diversität, kultureller Aneignung und Selbstrepräsentation — stellen das Konzept der Universalrepräsentanz vehement in Frage und transformieren das, was als Schauspielen in Erscheinung tritt.

Mit diesem Beitrag möchte ich aktuelle computer- und filmtechnische Entwicklungen und die damit einhergehenden ethischen Fragen in diesen historischen Prozessen der Umdeutung und Ausdifferenzierung schauspielerischen Handelns und Wirkens historisieren. Anhand unterschiedlicher Konstellationen von Schau, Spiel und Technik werde ich dabei Akteur:innen nicht nur als Handlungs- oder Rollenträger:innen betrachten, sondern als Vermittler:innen innerhalb konkreter Wissens- und Machtordnungen.

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Manuel Flurin Hendry

Manuel Flurin Hendry (*1973), Film Director from Switzerland

Manuel Flurin Hendry ist ein preisgekrönter Filmregisseur, Drehbuchautor und künstlerischer Forscher aus Zürich. Als Absolvent der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb) arbeitet er in verschiedenen Genres und Formaten, vom politischen Drama bis zur Familienkomödie. Als Forscher untersucht er die Auswirkungen von Computern auf die menschliche Psyche und die künstlerische Praxis. Er unterrichtet Filmregie an der Zürcher Hochschule der Künste und ist der Leiter des Forschungsprojekts “cineMINDS”.

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> Ausstellung ZFICTION.24 | Conversations with “Stanley”

Manuel Flurin Hendry (EN)

Manuel Flurin Hendry (*1973), Film Director from Switzerland

Manuel Flurin Hendry is an award-winning film director, screenwriter and artistic researcher born and based in Zurich, Switzerland. A graduate of the German Film and TV Academy Berlin (dffb), his work cuts across genres and formats, from political drama to high-key family entertainment. As a researcher, he investigates the impact of computation on human psychology, visual education and artistic practice. He teaches film direction at the Zurich University of the Arts and serves as the principal investigator of the «cineMINDS» project.

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> Exhibition ZFICTION.24 | Conversations with “Stanley”