Kategorie: Talks

Georg Bringolf

Georg Bringolf studierte Art Education an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK). Nach seinem Diplom arbeitete er mehrere Jahre als freischaffender Bühnenbildner für unabhängige Theatergruppen, darunter Exil (OffOffBühne, 2000) und Bad Hotel (2001).

1998 entwarf Bringolf das Production Design für Andrea Stakas Hotel Belgrad und begann damit eine umfangreiche Karriere im Schweizer und internationalen Kino. Seine Arbeit konzentrierte sich vor allem auf Arthouse-Produktionen, darunter „Snow White“ (CH/A 2004, Regie: Samir), „Opération Libertad“ (CH 2012, Regie: Nicolas Wadimoff), „Cronofobia“ (CH 2017, Regie: Francesco Rizzi), Platzspitzbaby (CH 2019, Regie: Pierre Monnard) und Swissair 111(CH/CAN 2024, Regie: Mauro Müller) sowie die Fernsehserie Les Indociles (RTS 2023, Regie: Delphine Lehericey).

Seit 2007 unterrichtet Bringolf Szenografie und Production Design an der ZHdK. Sein Forschungsprojekt Last Memory Motel (2013–16), das sich mit Wohnräumen und Umgebungen für Menschen mit Demenz befasste, wurde mehrfach ausgezeichnet. Seine Publikation Die Stadt im Film erschien 2008 im Band Desorientierung/Orientierung, herausgegeben vom Lars Müller Verlag.

Künstlerische Praxis

Bringolf versteht Production Design als Schnittstelle zwischen Architektur, Ästhetik und Alltag – er schafft Räume, welche die Erzählung und Szenen eines Films beherbergen. In Zusammenarbeit mit Regisseuren und Kameraleuten entwickelt er filmische Umgebungen, die vertraut wirken und gleichzeitig als Träger für gesellschaftlich relevante und dramatisch fesselnde Narration dienen.

Georg Bringolf lebt und arbeitet in Zürich.

Reynold Reynolds

Reynold Reynolds (* 1966) ist ein amerikanischer Bildender Künstler, der zurzeit in Amsterdam lebt und arbeitet. Er ist Träger des Stipendiums der John Simon Guggenheim Memorial Foundation. Er wurde sowohl mit dem Rom-Preis (2013) als auch mit dem Berlin-Preis (2004) ausgezeichnet. Seine Werke befinden sich in der ständigen Sammlung des Museum of Modern Art (New York) und wurden auf zahlreichen Biennalen gezeigt, darunter die 4. Berlin Biennale und die 3. Moskauer Biennale. Sein Kurzfilm The Drowning Roomerhielt eine ehrenvolle Erwähnung beim Sundance Film Festival.

Während seines Bachelor-Studiums an der University of Colorado in Boulder studierte Reynolds Physik und erhielt seinen Abschluss unter der Professur von Carl Wieman (Physik-Nobelpreisträger 2001). Nachdem er seinen Fokus auf die Bildende Kunst geändert hatte, blieb er zwei weitere Jahre in Boulder, um beim experimentellen Filmemacher Stan Brakhage zu studieren. Nach seinem Umzug nach New York City schloss Reynolds sein Master of Fine Arts an der School of Visual Arts ab.

Von Philosophie und Wissenschaft beeinflusst und hauptsächlich mit 16mm Film als Kunstmedium arbeitend, entwickelte er eine eigenständige Filmgra­mmatik. Indem er gewohnte Bedingungen subtil verändert und deren Auswirkungen beobachtet, überträgt er experimentelle Methoden der Wissenschaft auf das Filmemachen um eine zugrunde liegende Kausalität zu offenbaren. Für seine Arbeiten erhielt er zahlreiche Auszeichnungen darunter den Festivalpreis für Secret Life beim European Media Art Festival Osnabrück 2008, den Distinction Award für Six Apartments beim Transmediale Berlin 2009 und den Festivalpreis für 1 Part 7 bei Videoformes 2015.

http://artstudioreynolds.com/

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> Das Referat bei ZFICTION.26 | FEUER, WASSER UND DIE ALLTÄGLICHE VERACHTUNG

Thomas Kissling

Thomas Kissling (*1980) studierte nach seiner Ausbildung zum Innenausbauzeichner Architektur an der ETH Zürich und arbeitete von 2010 bis 2021 als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Oberassistent am Lehrstuhl von Günther Vogt an der ETH Zürich. Er unterrichtete angehende Architekten an der FH Potsdam (2020/2021) und der ETH Zürich (2022/2023) und ist Herausgeber der Publikationen «Landscape as a Cabinet of Curiosities», «Mutation and Morphosis» und «Solid-Fluid-Biotic» (alle Lars Müller Publishers, Zürich). Seit 2021 arbeitet er für VOGT Landscape Architects und leitet als Gesamtbüroleiter die vier Büros in Zürich, London, Berlin und Paris.

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> Das Referat bei ZFICTION.26 | LANDSCAPE AS MUNDANE NARRATION & THE MEDIEVAL CHAMBER OF WONDERS

Birgit Glombitza

Birgit Glombitza ist freischaffende Dramaturgin, Dozentin und Kuratorin mit den Schwerpunkten Filmkunst, experimentelle Formate und filmische Dramaturgie. Seit 2020 lehrt sie an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) im Institut für Film und hatte zuvor Lehraufträge an der Universität Basel, der HfBK Hamburg und der HafenCity Universität. Von 2010 bis 2018 war sie künstlerische Leiterin des Internationalen Kurzfilmfestivals Hamburg und kuratierte zahlreiche Filmprogramme und Sonderprojekte an der Schnittstelle von Kino, Kunst und Installation. Als Dramaturgin hat sie internationale Spiel-, Dokumentar- und Experimentalfilme begleitet, darunter Produktionen, die auf Festivals wie Locarno und Rotterdam gezeigt wurden. Außerdem war sie Mitglied in Jurys verschiedener nationaler und regionaler Filmförderinstitutionen. Darüber hinaus veröffentlicht sie regelmäßig Essays und Texte zu den Themen Film, Körper, Raum und Ästhetik in wissenschaftlichen Publikationen, Katalogen und Medien.

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> Das Referat bei ZFICTION.26 | Das Gewicht der Wände und die Leere der Räume: Inszenierung von Gedächtnisverlust in “Vortex” und “Der Vater”

Gina Dellagiacoma

Seit 2023 ist Gina Dellagiacoma Doktorandin und Assistentin am Institut für Sozialanthropologie und Empirische Kulturwissenschaft der Universität Zürich am Lehrstuhl von Prof. Dr. Silvy Chakkalakal. Zuvor schloss sie ihr Masterstudium in Kulturwissenschaften an der Universität Luzern ab und arbeitete am Interdisziplinären Zentrum für Geschlechterforschung der Universität Bern. Ihre aktuelle Forschung und Lehre konzentriert sich auf Kunst und ästhetische Praktiken, feministische und queere Theorien sowie visuelle Kulturen. Sie ist Vorstandsmitglied der Empirischen Kulturwissenschaft Schweiz (EKWS).

Ihre Dissertation befasst sich mit feministischem Film in der Zeit der neuen Frauenbewegung in der Schweiz (1970–95). In ihrem Projekt untersucht sie nicht nur das historische Phänomen des feministischen Films, sondern auch die Aktualisierung von Praktiken und Protagonistinnen in der Gegenwart. Ihre Dissertation ist Teil des Doktoratsprogramms «Epistemologien ästhetischer Praktiken» am Collegium Helveticum.

In ihrer Arbeit interessiert sich Gina Dellagiacoma für die Schaffung und Vermittlung von Wissen an den Schnittstellen zwischen Kunst und Wissenschaft. Seit vielen Jahren arbeitet sie in und mit verschiedenen Kulturinstitutionen wie dem Neubad Luzern, Die Predigt, dem Kleintheater Luzern oder aha – ein Festival für Wissen, wo sie eine Vielzahl von Vorträgen und Diskussionen kuratiert und moderiert hat.

Detaillierteres CV:
https://www.isek.uzh.ch/en/culturestudies/aboutus/team/mid-level/dellagiacoma.html

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> Das Referat bei ZFICTION.26 | Feminismus am Küchentisch

Ute Holl

Ute Holl lehrt am Seminar für Medienwissenschaft in Basel und forscht zur Wissens- und Wahrnehmungsgeschichte audiovisueller Medien, insbesondere zur Ästhetik des Kinos, sowie zu Medien der Akustik und Elektroakustik, Archiven und Archivstrategien und zu Fragen von Subjektivierung und Handlungsmacht unter Bedingungen von KI.

Zuletzt erschienen unter anderem:  Radiophonic Cultures. (Hg.) Heidelberg, Bd. 1&2, 2018/2024; «Calculating with Images. Data/Networks/Behavior», in F. Liptay (ed.) Taking Measures, Zürich, 2024, «Glitch und die Ökologien von Klangwelten», in Glitch – Die Kunst der Störung, Katalog der Pinakothek der Moderne, München 2023; «Modelle der Psyche, technische Medien und das Problem der Intelligenz», in: Julia Weber und Bernd Bösel (Hg.) Die Macht des Psychotechnischen, Frankfurt/ NewYork, Campus Verlag 2025.

Zusammen mit Peter Ott hat sie die Filme Traum, Wolken, Off, Exil (2017) und Die Amitié (D 2023) gemacht.

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> Das Referat bei ZFICTION.26 | Das Gewicht der Wände und die Leere der Räume: Inszienierung von Gedächtnisverlust in Vortex und Der Vater

Fabienne Liptay

Fabienne Liptay ist Professorin für Filmwissenschaft an der Universität Zürich. Derzeit leitet sie das Forschungsprojekt «Exhibiting Film: Challenges of Format» (2017–2026), das vom Schweizerischen Nationalfonds mit einem Exzellenzbeitrag gefördert wurde. Sie ist außerdem Gründungsmitglied des Zentrums für Kunst- und Kulturtheorie (UZH/ZHdK) und Mitherausgeberin der wissenschaftlichen Buchreihe „Think Art“ (Diaphanes). Zusammen mit Dorota Sajewska gründete sie das Institute for Performance and Film Expanded, ein experimentelles Forschungslabor, das Forscher:innen, Künstler:innen und Kurator:innen für interdisziplinäre Untersuchungen zu Performance und Film zusammenbringt.

Sie hat zahlreiche Publikationen zur Theorie und Ästhetik des bewegten Bildes, der Filmvorführung und des erweiterten Kinos veröffentlicht und interessiert sich insbesondere für die Beziehung zwischen Film, Literatur, bildender Kunst und Performance. Zu ihren Veröffentlichungen gehören die Monografie Telling Images: Studien zur Bildlichkeit des Films (Diaphanes, 2016) sowie die gemeinsam herausgegebenen Bücher Taking Measures: Usages of Formats in Film and Video Art (Scheidegger & Spiess, 2023, in Zusammenarbeit mit dem Migros Museum für Gegenwartskunst) und Eco-operations (Diaphanes, 2024, in Zusammenarbeit mit dem documenta Institut).

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> Das Referat bei ZFICTION.26 | Das Gewöhnliche und das Unscheinbare – eine Skizze

Volker Pantenburg

Volker Pantenburg ist Professor für Filmwissenschaft an der Universität Zürich, wo er das SNF-Projekt «Paranational Cinema. Legacies and Practices» (2024 bis 2027) leitet. Er hat zu essayistischen Film- und Videopraktiken, experimentellem Kino und zeitgenössischen Bewegtbildinstallationen veröffentlicht. Sein neuestes Buch ist Einfachheit ohne Vereinfachung. Zur Praxis Harun Farockis (2024). Zu seinen Buchveröffentlichungen in englischer Sprache gehören Bernard Eisenschitz: Starting Places. A Conversation with Robert Kramer (2024, Herausgeber) Farocki/Godard. Film as Theory (2015), Cinematographic Objects. Things and Operations (2015, Herausgeber) und Screen Dynamics. Mapping the Borders of Cinema(Mitherausgeber). 2015 war er Mitbegründer des Harun Farocki Instituts.

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> Das Referat bei ZFICTION.26 | TO USE IS TO MISUSE: Ozu Yasujiro’s domestic environments

Jane Barnwell

Dr. Jane Barnwell ist Dozentin für Bewegtbild an der University of Westminster. Nach ihrem Abschluss an der University of Leeds und der Northern Film School begann sie ihre Karriere bei der BBC, bevor sie als Freiberuflerin in der Produktion tätig wurde.
Jane hat Artikel in verschiedenen Formen und Genres verfasst, darunter in populären Magazinen, Zeitschriften und auf Websites. Zu ihren Büchern gehören „Production Design for Screen; Visual Storytelling in Film and TV” (2017), „Production Design: Architects of the screen” (2004), „The Fundamentals of Film Making” (2008) und „Production Design & the Cinematic Home” (2022).
Sie ist Mitbegründerin des PD-REN (Production Design Research & Education Network) und Mitherausgeberin der in Kürze erscheinenden Sammlung Perspectives on Production Design (UoW Press, Open Access, 2026), einer bahnbrechenden Zusammenarbeit mit Autoren aus Praxis, Forschung und Lehre.

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> Das Referat bei ZFICTION.26 | The Cinematic Home / Das filmische Zuhause

Lucy Fife Donaldson

Lucy Fife Donaldson ist Professorin für Filmwissenschaft an der University of St Andrews. Lucys Forschungsschwerpunkte sind Film- und Fernsehstil, audiovisuelles Design und „Below-the-Line“-Arbeit, Performance und Körper sowie videografische Kritik. Sie ist Autorin oder Mitherausgeberin von sechs Büchern, darunter ihre Monografie „Texture in Film“ für die Reihe „Palgrave Close Readings in Film & Television“ von Palgrave Macmillan (Reihenherausgeber: Gibbs, John & Douglas Pye), Television Performance (Red Globe Press, 2019) (gemeinsam herausgegeben mit James Walters) und zuletzt Epic / everyday: Moments in television (Manchester University Press, 2023) (gemeinsam herausgegeben mit Sarah Cardwell & Jonathan Bignell). Lucys preisgekrönte videografische Arbeiten wurden auf internationalen Festivals gezeigt und in den Sight & Sound-Listen der besten Videoessays der Jahre 2023, 2024 und 2025 aufgeführt.

Ihr aktuelles Projekt ist ein videografisches Buch über den Beitrag von Filmgestalter*innen zur affektiven Wirkung des Films. Im Zentrum stehen dabei jene Akteur*innen, deren Arbeit maßgeblich daran beteiligt ist, unsere emotionalen und leiblich-viszeralen Reaktionen auf die filmische Welt zu formen. Im Rahmen dieses Projekts interessiert sie sich für die Nutzung der Affordanzen des Audiovisuellen, um die klanglichen, taktilen, materiellen und verkörperten Dimensionen des Film-Designs durch das Medium selbst zu erforschen. Die Form des Projekts lenkt die Aufmerksamkeit auf Gestaltung, Affekt, Geste und Verkörperung und entwickelt neue ästhetische und konzeptuelle Strategien zur Verbindung von Archivmaterial, Interviews und filmischem Material.

Sie ist Teil des videografischen Kollaborationsprojekts Ways of Doing, das gemeinsam mit Colleen Laird (University of British Columbia), Dayna McLeod (Performance- und Medienkünstlerin sowie Wissenschaftlerin) und Alison Peirse (University of Leeds) eine ethische Praxis audiovisueller Forschung fördert. Darüber hinaus ist sie Principal Investigator eines von der AHRC geförderten Projekts mit dem Titel Ways of Undoing: Craft, Collaboration and Videographic Practice (2026–28).

Publikationen:

  • ‚(dis) Orienting horror: Feeling queerly’, Monstrum, 7.2, 2024. (peer-reviewed) https://www.monstrum-society.ca/monstrum-v7-n2-december-2024.html
  • ‚Approaching the audiovisual design of Marie Antoinette (Laird’s Constraint)’ – produced for Ariel Avissar’s parametric summer series, 2024. https://vimeo.com/1003142287
  • ‘The movie business’ in Brown, Susanna (ed.) George Hoyningen-Huene: photography, fashion, film. London: Thames & Hudson, 2024, 268-305.
  • ‘“Precision is key”: appreciating the labour of performance in RuPaul’s Drag Race’ in Vermeulen, Tim & Kim Wilkins (eds), Metamodern pastiche dossier, Screen, 65.1, 2024.
  • Moments in Television: Epic / Everyday. Co-edited with Jonathan Bignell and Sarah Cardwell. Manchester: Manchester University Press, 2023.
  • ‘Layers of Style: Design and Embodiment in The Americans’ in Bignell, Jonathan & Sarah Cardwell, Lucy Fife Donaldson (eds) TV Moments: Substance and Style. Manchester: Manchester University Press, 2022.

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> Das Referat bei ZFICTION.26 | Einen Rahmen für das Fühlen entwerfen

Francis Pheasant-Kelly

Fran Pheasant-Kelly ist Dozentin für Film und Fernsehen und Leiterin des Doktorandenprogramms an der Wolverhampton University in Großbritannien. Sie ist außerdem Leverhulme Fellow und beschäftigt sich derzeit mit dem Leben und Werk von James Whale. Ihre Forschungsschwerpunkte sind das frühe Kino, abjektive Räume, Fantasie und medizinische Geisteswissenschaften. Sie hat rund 95 Publikationen veröffentlicht, darunter zwei Monografien, Abject Spaces in American Cinema (2013) und Fantasy Film Post 9/11 (2013), und ist Mitherausgeberin von Spaces of the Cinematic Home (2015), Tim Burton’s Bodies (2021) und Action Heroines in the Twenty-First Century: Sisters in Arms (2025). Derzeit arbeitet sie an mehreren Monografien, darunter A History of HIV/AIDS in Film, Television and the Media (2026), The Revenant: Towards a Sensory Cinema (2026) und Critical Perspectives on Kathryn Bigelow (2027).

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> Das Referat bei ZFICTION.26 | FROM TOILETS TO SEWERS; Cinematic Journeys through Abject Spaces

Silke Fischer

Silke Fischer studierte Visuelle Kommunikation mit Schwerpunkt Film an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg. Nach dem Diplom war sie Mitbegründerin des Hamburger Filmemacherkollektivs Abbildungszentrum und Mitherausgeberin des Videomagazins Der Renegat. In dieser Zeit realisierte sie mehrere Dokumentar- und Kurzspielfilme, darunter Buy 1 Get 1 Free (D 1997) und Putzen in Paris (D 1998). Parallel dazu arbeitete sie unter dem Label Sisi Voss zusammen mit Stefanie Wirth an Werbe- und Imagefilmen.

2001 entwarf sie das Szenenbild für Bungalow, den Debütfilm von Ulrich Köhler. Es folgten zahlreiche internationale Arthouse-Produktionen, u. a. mit Ulrich Köhler, Stefan Krohmer, Maren Ade, Cate Shortland, Emily Atef und Maria Schrader. Zu ihren Arbeiten zählen Lore (D/AUS 2012, Regie: Cate Shortland), Toni Erdmann (D/A 2016, Regie: Maren Ade), 3 Tage in Quiberon (D/A/F 2018, Regie: Emily Atef), In My Room (D/I 2018, Regie: Ulrich Köhler) sowie die Netflix-Serie Unorthodox (D 2020, Regie: Maria Schrader).

Fischers Szenenbilder entstehen aus der genauen Beobachtung realer Orte und Situationen. Architektur und Alltagsräume versteht sie als Träger gesellschaftlicher wie ästhetischer Bedeutungen. In Zusammenarbeit mit Regisseur*innen und Bildgestalter*innen versucht sie filmische Räume zu entwickeln, die vertraut erscheinen und zugleich offen bleiben für leise Verschiebungen, Humor und das Unerwartete.

Silke Fischer lebt und arbeitet in Hamburg und lehrt seit 2018 an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) im Bereich Production Design.

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> Das Referat bei ZFICTION.26 | GOLD MADE OF STRAW: Ein Gespräch über “unsichtbares” Production