Kategorie: Talks

Thomas Kissling

Thomas Kissling (*1980) studierte nach seiner Ausbildung zum Innenausbauzeichner Architektur an der ETH Zürich und arbeitete von 2010 bis 2021 als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Oberassistent am Lehrstuhl von Günther Vogt an der ETH Zürich. Er unterrichtete angehende Architekten an der FH Potsdam (2020/2021) und der ETH Zürich (2022/2023) und ist Herausgeber der Publikationen «Landscape as a Cabinet of Curiosities», «Mutation and Morphosis» und «Solid-Fluid-Biotic» (alle Lars Müller Publishers, Zürich). Seit 2021 arbeitet er für VOGT Landscape Architects und leitet als Gesamtbüroleiter die vier Büros in Zürich, London, Berlin und Paris.

Birgit Glombitza

Birgit Glombitza ist freischaffende Dramaturgin, Dozentin und Kuratorin mit den Schwerpunkten Filmkunst, experimentelle Formate und filmische Dramaturgie. Seit 2020 lehrt sie an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) im Institut für Film und hatte zuvor Lehraufträge an der Universität Basel, der HfBK Hamburg und der HafenCity Universität. Von 2010 bis 2018 war sie künstlerische Leiterin des Internationalen Kurzfilmfestivals Hamburg und kuratierte zahlreiche Filmprogramme und Sonderprojekte an der Schnittstelle von Kino, Kunst und Installation. Als Dramaturgin hat sie internationale Spiel-, Dokumentar- und Experimentalfilme begleitet, darunter Produktionen, die auf Festivals wie Locarno und Rotterdam gezeigt wurden. Außerdem war sie Mitglied in Jurys verschiedener nationaler und regionaler Filmförderinstitutionen. Darüber hinaus veröffentlicht sie regelmäßig Essays und Texte zu den Themen Film, Körper, Raum und Ästhetik in wissenschaftlichen Publikationen, Katalogen und Medien.

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> Das Referat bei ZFICTION.26 | Das Gewicht der Wände und die Leere der Räume: Inszenierung von Gedächtnisverlust in “Vortex” und “Der Vater”

Gina Dellagiacoma

Gina Dellagiacoma ist Forscherin und Kulturveranstalterin mit Sitz in Luzern und Zürich.

Seit 2023 ist Gina Dellagiacoma Doktorandin am Institut für Sozialanthropologie und Kulturwissenschaften der Universität Zürich und wissenschaftliche Mitarbeiterin von Prof. Dr. Silvy Chakkalakal. Zuvor schloss sie ihr Masterstudium in Kulturwissenschaften an der Universität Luzern ab und arbeitete am Interdisziplinären Zentrum für Gender Studies der Universität Bern. Ihre aktuelle Forschung und Lehre konzentriert sich auf Kunst und ästhetische Praktiken, feministische und queere Theorien sowie visuelle Kulturwissenschaften. Sie ist Vorstandsmitglied der Empirical Cultural Studies Switzerland (EKWS).

Ihre Dissertation befasst sich mit feministischen Filmen während der neuen Frauenbewegung in der Schweiz (1970–95). In ihrem Projekt untersucht sie nicht nur das historische Phänomen des feministischen Films, sondern auch die Aktualisierung von Praktiken und Protagonistinnen in der Gegenwart. Ihre Dissertation ist Teil des Doktoratsprogramms «Epistemologies of Aesthetic Practices» am Collegium Helveticum.

In ihrer Arbeit interessiert sich Gina Dellagiacoma für die Schaffung und Vermittlung von Wissen an den Schnittstellen zwischen Kunst und Wissenschaft. Seit vielen Jahren arbeitet sie in und mit verschiedenen Kulturinstitutionen wie dem Neubad Luzern, Die Predigt, dem Kleintheater Luzern oder aha – ein Festival für Wissen, wo sie eine Vielzahl von Vorträgen und Diskussionen kuratiert und moderiert hat.

Detaillierteres CV:
https://www.isek.uzh.ch/en/culturestudies/aboutus/team/mid-level/dellagiacoma.html

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> Das Referat bei ZFICTION.26 | Feminismus am Küchentisch

Ute Holl

Ute Holl lehrt am Seminar für Medienwissenschaft in Basel und forscht zur Wissens- und Wahrnehmungsgeschichte audiovisueller Medien, insbesondere zur Ästhetik des Kinos, sowie zu Medien der Akustik und Elektroakustik, Archiven und Archivstrategien und zu Fragen von Subjektivierung und Handlungsmacht unter Bedingungen von KI.

Zuletzt erschienen unter anderem:  Radiophonic Cultures. (Hg.) Heidelberg, Bd. 1&2, 2018/2024; «Calculating with Images. Data/Networks/Behavior», in F. Liptay (ed.) Taking Measures, Zürich, 2024, «Glitch und die Ökologien von Klangwelten», in Glitch – Die Kunst der Störung, Katalog der Pinakothek der Moderne, München 2023; «Modelle der Psyche, technische Medien und das Problem der Intelligenz», in: Julia Weber und Bernd Bösel (Hg.) Die Macht des Psychotechnischen, Frankfurt/ NewYork, Campus Verlag 2025.

Zusammen mit Peter Ott hat sie die Filme Traum, Wolken, Off, Exil (2017) und Die Amitié (D 2023) gemacht.

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> Das Referat bei ZFICTION.26 | Das Gewicht der Wände und die Leere der Räume: Inszenierung von Gedächtnisverlust in “Vortex” und “Der Vater”

Fabienne Liptay

Fabienne Liptay ist Professorin für Filmwissenschaft an der Universität Zürich. Derzeit leitet sie das Forschungsprojekt «Exhibiting Film: Challenges of Format» (2017–2026), das vom Schweizerischen Nationalfonds mit einem Exzellenzbeitrag gefördert wurde. Sie ist außerdem Gründungsmitglied des Zentrums für Kunst- und Kulturtheorie (UZH/ZHdK) und Mitherausgeberin der wissenschaftlichen Buchreihe „Think Art“ (Diaphanes). Zusammen mit Dorota Sajewska gründete sie das Institute for Performance and Film Expanded, ein experimentelles Forschungslabor, das Forscher:innen, Künstler:innen und Kurator:innen für interdisziplinäre Untersuchungen zu Performance und Film zusammenbringt.

Sie hat zahlreiche Publikationen zur Theorie und Ästhetik des bewegten Bildes, der Filmvorführung und des erweiterten Kinos veröffentlicht und interessiert sich insbesondere für die Beziehung zwischen Film, Literatur, bildender Kunst und Performance. Zu ihren Veröffentlichungen gehören die Monografie Telling Images: Studien zur Bildlichkeit des Films (Diaphanes, 2016) sowie die gemeinsam herausgegebenen Bücher Taking Measures: Usages of Formats in Film and Video Art (Scheidegger & Spiess, 2023, in Zusammenarbeit mit dem Migros Museum für Gegenwartskunst) und Eco-operations (Diaphanes, 2024, in Zusammenarbeit mit dem documenta Institut).

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> Das Referat bei ZFICTION.26 | Das Gewöhnliche und das Unscheinbare – eine Skizze

Volker Pantenburg

Volker Pantenburg ist Professor für Filmwissenschaft an der Universität Zürich, wo er das SNF-Projekt «Paranational Cinema. Legacies and Practices» (2024 bis 2027) leitet. Er hat zu essayistischen Film- und Videopraktiken, experimentellem Kino und zeitgenössischen Bewegtbildinstallationen veröffentlicht. Sein neuestes Buch ist Einfachheit ohne Vereinfachung. Zur Praxis Harun Farockis (2024). Zu seinen Buchveröffentlichungen in englischer Sprache gehören Bernard Eisenschitz: Starting Places. A Conversation with Robert Kramer (2024, Herausgeber) Farocki/Godard. Film as Theory (2015), Cinematographic Objects. Things and Operations (2015, Herausgeber) und Screen Dynamics. Mapping the Borders of Cinema(Mitherausgeber). 2015 war er Mitbegründer des Harun Farocki Instituts.

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> Das Referat bei ZFICTION.26 | TO USE IS TO MISUSE: Ozu Yasujiro’s domestic environments

Jane Barnwell

Dr. Jane Barnwell ist Dozentin für Bewegtbild an der University of Westminster. Nach ihrem Abschluss an der University of Leeds und der Northern Film School begann sie ihre Karriere bei der BBC, bevor sie als Freiberuflerin in der Produktion tätig wurde.
Jane hat Artikel in verschiedenen Formen und Genres verfasst, darunter in populären Magazinen, Zeitschriften und auf Websites. Zu ihren Büchern gehören „Production Design for Screen; Visual Storytelling in Film and TV” (2017), „Production Design: Architects of the screen” (2004), „The Fundamentals of Film Making” (2008) und „Production Design & the Cinematic Home” (2022).
Sie ist Mitbegründerin des PD-REN (Production Design Research & Education Network) und Mitherausgeberin der in Kürze erscheinenden Sammlung Perspectives on Production Design (UoW Press, Open Access, 2026), einer bahnbrechenden Zusammenarbeit mit Autoren aus Praxis, Forschung und Lehre.

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> Das Referat bei ZFICTION.26 | The Cinematic Home / Das filmische Zuhause

Lucy Fife Donaldson

Lucy Fife Donaldson ist Professorin für Filmwissenschaft an der University of St Andrews. Lucys Forschungsschwerpunkte sind Film- und Fernsehstil, audiovisuelles Design und „Below-the-Line“-Arbeit, Performance und Körper sowie videografische Kritik. Sie ist Autorin oder Mitherausgeberin von sechs Büchern, darunter ihre Monografie „Texture in Film“ für die Reihe „Palgrave Close Readings in Film & Television“ von Palgrave Macmillan (Reihenherausgeber: Gibbs, John & Douglas Pye), Television Performance (Red Globe Press, 2019) (gemeinsam herausgegeben mit James Walters) und zuletzt Epic / everyday: Moments in television (Manchester University Press, 2023) (gemeinsam herausgegeben mit Sarah Cardwell & Jonathan Bignell). Lucys preisgekrönte videografische Arbeiten wurden auf internationalen Festivals gezeigt und in den Sight & Sound-Listen der besten Videoessays der Jahre 2023, 2024 und 2025 aufgeführt.

Ihr aktuelles Projekt ist ein videografisches Buch über den Beitrag von Filmgestalterinnen zur affektiven Wirkung des Films. Im Zentrum stehen dabei jene Akteurinnen, deren Arbeit maßgeblich daran beteiligt ist, unsere emotionalen und leiblich-viszeralen Reaktionen auf die filmische Welt zu formen. Im Rahmen dieses Projekts interessiert sie sich für die Nutzung der Affordanzen des Audiovisuellen, um die klanglichen, taktilen, materiellen und verkörperten Dimensionen des Film-Designs durch das Medium selbst zu erforschen. Die Form des Projekts lenkt die Aufmerksamkeit auf Gestaltung, Affekt, Geste und Verkörperung und entwickelt neue ästhetische und konzeptuelle Strategien zur Verbindung von Archivmaterial, Interviews und filmischem Material.

Sie ist Teil des videografischen Kollaborationsprojekts Ways of Doing, das gemeinsam mit Colleen Laird (University of British Columbia), Dayna McLeod (Performance- und Medienkünstlerin sowie Wissenschaftlerin) und Alison Peirse (University of Leeds) eine ethische Praxis audiovisueller Forschung fördert. Darüber hinaus ist sie Principal Investigator eines von der AHRC geförderten Projekts mit dem Titel Ways of Undoing: Craft, Collaboration and Videographic Practice (2026–28).

Publikationen:

  • ‚(dis) Orienting horror: Feeling queerly’, Monstrum, 7.2, 2024. (peer-reviewed) https://www.monstrum-society.ca/monstrum-v7-n2-december-2024.html
  • ‚Approaching the audiovisual design of Marie Antoinette (Laird’s Constraint)’ – produced for Ariel Avissar’s parametric summer series, 2024. https://vimeo.com/1003142287
  • ‘The movie business’ in Brown, Susanna (ed.) George Hoyningen-Huene: photography, fashion, film. London: Thames & Hudson, 2024, 268-305.
  • ‘“Precision is key”: appreciating the labour of performance in RuPaul’s Drag Race’ in Vermeulen, Tim & Kim Wilkins (eds), Metamodern pastiche dossier, Screen, 65.1, 2024.
  • Moments in Television: Epic / Everyday. Co-edited with Jonathan Bignell and Sarah Cardwell. Manchester: Manchester University Press, 2023.
  • ‘Layers of Style: Design and Embodiment in The Americans’ in Bignell, Jonathan & Sarah Cardwell, Lucy Fife Donaldson (eds) TV Moments: Substance and Style. Manchester: Manchester University Press, 2022.

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> Das Referat bei ZFICTION.26 | Einen Rahmen für das Fühlen entwerfen

Francis Pheasant-Kelly

Fran Pheasant-Kelly ist Dozentin für Film und Fernsehen und Leiterin des Doktorandenprogramms an der Wolverhampton University in Großbritannien. Sie ist außerdem Leverhulme Fellow und beschäftigt sich derzeit mit dem Leben und Werk von James Whale. Ihre Forschungsschwerpunkte sind das frühe Kino, abjektive Räume, Fantasie und medizinische Geisteswissenschaften. Sie hat rund 95 Publikationen veröffentlicht, darunter zwei Monografien, Abject Spaces in American Cinema (2013) und Fantasy Film Post 9/11 (2013), und ist Mitherausgeberin von Spaces of the Cinematic Home (2015), Tim Burton’s Bodies (2021) und Action Heroines in the Twenty-First Century: Sisters in Arms (2025). Derzeit arbeitet sie an mehreren Monografien, darunter A History of HIV/AIDS in Film, Television and the Media (2026), The Revenant: Towards a Sensory Cinema (2026) und Critical Perspectives on Kathryn Bigelow (2027).

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> Das Referat bei ZFICTION.26 | FROM TOILETS TO SEWERS; Cinematic Journeys through Abject Spaces

Silke Fischer

Silke Fischer studierte Visuelle Kommunikation mit Schwerpunkt Film an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg. Nach dem Diplom war sie Mitbegründerin des Hamburger Filmemacherkollektivs Abbildungszentrum und Mitherausgeberin des Videomagazins Der Renegat. In dieser Zeit realisierte sie mehrere Dokumentar- und Kurzspielfilme, darunter Buy 1 Get 1 Free (D 1997) und Putzen in Paris (D 1998). Parallel dazu arbeitete sie unter dem Label Sisi Voss zusammen mit Stefanie Wirth an Werbe- und Imagefilmen.

2001 entwarf sie das Szenenbild für Bungalow, den Debütfilm von Ulrich Köhler. Es folgten zahlreiche internationale Arthouse-Produktionen, u. a. mit Ulrich Köhler, Stefan Krohmer, Maren Ade, Cate Shortland, Emily Atef und Maria Schrader. Zu ihren Arbeiten zählen Lore (D/AUS 2012, Regie: Cate Shortland), Toni Erdmann (D/A 2016, Regie: Maren Ade), 3 Tage in Quiberon (D/A/F 2018, Regie: Emily Atef), In My Room (D/I 2018, Regie: Ulrich Köhler) sowie die Netflix-Serie Unorthodox (D 2020, Regie: Maria Schrader).

Fischers Szenenbilder entstehen aus der genauen Beobachtung realer Orte und Situationen. Architektur und Alltagsräume versteht sie als Träger gesellschaftlicher wie ästhetischer Bedeutungen. In Zusammenarbeit mit Regisseurinnen und Bildgestalterinnen versucht sie filmische Räume zu entwickeln, die vertraut erscheinen und zugleich offen bleiben für leise Verschiebungen, Humor und das Unerwartete.

Silke Fischer lebt und arbeitet in Hamburg und lehrt seit 2018 an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) im Bereich Production Design.

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> Das Referat bei ZFICTION.26 | GOLD MADE OF STRAW: Ein Gespräch über “unsichtbares” Production

Reinhild Blaschke

Reinhild Blaschke studierte Kostüm- und Bühnenbild an der Kunsthochschule Berlin Weißensee sowie am Muchina-Institut in St. Petersburg. Sie begann zunächst als Bühnenbildnerin für Theater und Oper zu arbeiten.

Sie übernahm die Ausstattung für Produktionen an den Münchener Kammerspielen, den Wiener Festwochen, dem Staatsschauspiel Hannover, Staatstheater Kassel, sowie für freie Projekte wie Opera Factory Zürich, Neue Oper Wien, Zeitgenössische Oper Berlin u.a.

Seit 2005 ist sie auch als Szenenbildnerin mit einem Fokus auf Autorenfilm tätig.

Sie arbeitete u.a. mit Thomas Arslan (Im Schatten, Gold, Helle Nächte, Verbrannte Erde), Angela Schanelec (Ich war zuhause, aber…), Julian Radlmaier (Blutsauger) und Ulrich Köhler (Gavagai).

Im Bereich der bildenden Kunst entwarf Reinhild Sets für den Videokünstler Andreas Bunte (Skulptur Projekte Münster 2017) und kuratierte zusammen mit den Künstlern Dinah Khouri und Arhun Arksakal eine Gruppenausstellung mit raumbezogenen Objekten („Alt- at Rote Insel“ Berlin, 2024).

Ihre Lehrtätigkeit umfasst Seminare und lectures an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin, der UdK und KHB Berlin, dem Medienseminar der Universität Basel und anderen.

Reinhild Blaschke lebt in Berlin.

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> Das Referat bei ZFICTION.26 | GOLD MADE OF STRAW: Ein Gespräch über “unsichtbares” Production

Beatrice Schultz

Beatrice Schultz ist eine deutsche Production Designerin / Szenenbildnerin. Nach Schneiderlehre und Assistenzen am Staatstheater und der Oper Stuttgart, am Residenztheater München und am Burgtheater Wien studierte sie von 1992 bis 1998 Kostüm- und Bühnenbild an der Universität der Künste (UdK) Berlin und schloss mit Auszeichnung ab.

Nach dem Studium war sie als Kostüm- und Bühnenbildnerin u.a. am Theater Bremen, Nationaltheater Mannheim und Volkstheater Wien beschäftigt, entdeckte aber schnell ihre Leidenschaft für Film. Intensive Recherchearbeiten für Filmprojekte, weckten zunehmend ihr Interesse für Menschen und Orte des Alltags, für deren Geschichten und wie sich diese mit der Handlung und den Figuren verweben lassen.

Seit 2000 arbeitet sie als freiberufliche Productionsdesignerin für eine Vielzahl von Kunst- und Spielfilmen, die auf nationalen und internationalen Filmfestivals gezeigt und ausgezeichnet wurden. Darunter Filme wie: WESTERN und LATE SHIFT / HELDIN.

Zu ihren Kooperationspartnern zählen RegisseurInnen und DrehbuchautorInnen wie Valeska Grisebach, Petra Volpe, Emily Atef, Nana Neul, Christoph Hochhäusler, Omer Fast, Jan Speckenbach, Marcus Lenz, Miriam Bliese und Mareille Klein.

Als Mitglied der Deutschen Filmakademie (DFA), sowie dem Verband der SzenenbildnerInnen und KostümbildnerInnen (VSK) und dem internationalen Production Designers Collective (PDC) engagiert sie sich für die Belange von SzenenbildnerInnen und in diesem Zusammenhang für mehr Sichtbarkeit. Sie veröffentlichte 2024 Artikel im Online-Magazin des VSK, war Jurymitglied beim Achtung Berlin Film Festival 2025 und moderierte im gleichen Jahr beim Camerimage Filmfestival in Polen eine Podiumsdiskussion zum Thema: Zusammenarbeit zwischen Kamera und Szenenbild unter dem Titel: „shaping space“ und ging der Frage nach auf welch vielfältigen Ebenen Raumgestaltung stattfindet.

2024 wurde sie beim Achtung Berlin Film Festival für den Film TOUCHED von Claudia Rorarius mit dem Preis für das beste Szenenbild ausgezeichnet.

Seit 2020 ist sie regelmäßig als Gastdozentin an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) tätig und arbeitet dort mit den angehenden ProductionsdesignerInnen. Seit 2007 dokumentiert sie in einem Langzeitfotoprojekt, wie Menschen ihre Lebensräume gestalten. Ziel ist es einen thematischen Katalog zu erstellen, der die subtilen organischen Muster menschlichen Verhaltens – sowohl die Gemeinsamkeiten als auch die Besonderheiten – erforscht und sichtbar macht.

Beatrice Schultz lebt mit ihrer Familie in Berlin.

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> Das Referat bei ZFICTION.26 | GOLD MADE OF STRAW: Ein Gespräch über “unsichtbares” Production