Du stehst an der Tramhaltestelle und wirst von strahlenden Gesichtern angegrinst:

«Ich bin kompetent, wählen Sie für mich!» Sehr überzeugend. Wenn nur die Frisur nicht so komisch wäre.

«Für einen stabilen Arbeitsmarkt? Wählen Sie Fritz auf Liste 32!» Aha. Wie viele Listen gibt es denn bitte?

Viele Wählerinnen und Wähler sind mit der Fülle an politischer Information überfordert. Gamifizierungen und Serious Games haben sich in diversen Branchen als effektive Mittel erwiesen, um Menschen neues Wissen oder Fähigkeiten zu vermitteln – warum also nicht in der Politik?

Die Forschung

Als Produkt der Forschung wird eine App, welche durch Gamifizierung die reflektierte Partizipation erleichtert, getestet und weiterentwickelt.

Die ersten Feldforschungen begannen während den Parlamentswahlen 2019. Ein Teil der Forschung bestand aus einer Serie von Onlineumfragen zu politischer Kommunikation, ein weiterer aus Testsitzungen, wo Userinnen und User den gegenwärtigen App-Prototypen ausprobieren konnten.

Die nächste Forschungsrunde fand währen kantonalen Wahlen in Uri statt (März 2020). Mehr als 200 Freiwillige haben sich auf der Testversion registriert. Bei einem ersten Vergleichstest zwischen der App und einer alternativen Wahlhilfe haben mehr als 50 Schülerinnen und Schüler Teilgenommen.

Bis zu den nächsten Wahlen im Herbst werden diese Erkenntnisse genutzt, um die Wahl-App gemäss den Wünschen der Wählerinnen und Wähler anzupassen.

Eine Politik-App? So geht’s:

Wir brauchen drei Zutaten:

  • Ein mobiles Gerät
  • Neutrale Informationen
  • Eine Prise Gamifizierung

Das Ganze wird gemischt und während Experten- und Nutzerworkshops mit Feedback gewürzt und abgeschmeckt.

Wo stehen wir gerade?

Die neusten Updates zu Partnern, dem Prozess und allem was sonst noch dazu gehört gibt es hier auf dem Blog.

Viel Spass!